Herzl-Bund-Blätter
- Journal
- Herzl-Bund-Blätter
- Volume
- 1918
- Issue
- 40 (Dezember 1918)
- Date
- 1918-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
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632 tigkeit und dem Egoismus, die statt dessen uns den Kopf hoch tragen lassen. So sprach ich zu Eurem üedenken, mir der Kassandrarufe wohl bewußt, aber ich betrachte es als meine Aufgabe, zu mahnen und /u fordern, als meine Aufgabe, für deren Erfüllung ich mich Euch verantwortlich glaube. Breslau. Richard Pelz. Arbeitsberichte. Berlin. Ihr Kreis der Berliner Bundesbrüder hat sich in letzter Zeit bedeutend vergrößert (wir zählen jetzt 30 Bbr. Bbr.), allerdings nur dadurch, daß eine Anzahl älterer Bundesbrüder wieder hier in die Garnison kamen oder ganz entlassen wurden, während dagegen die jüngeren sich ständig durch Einberufungen verminderten und die Verluste nur schwer durch Neuaufnahmen ausgefüllt werden konnten. So geschah es, dall mit der Zeit jeder Uebergang in den Jahrgängen zwischen 17—18 und 24- 30 fehlte und die Altersunterschiede sich stark bemerkbar machten. Ein gemeinsamer Clubbetrieb war für beide Teile hindernd in ihrer Arbeit, und so entschlossen wir uns, gerrennte Clubabende (Kurse, Vorträge, Aussprachen) abzuhalten, und nur hin und wieder durch gemeinsam? Sitzungen und gesellige Zusammenkünfte den nötigen Zusammenhang /u pflegen. Turnen und Wandern blieb nach wie vor gemeinsam. Wir gaben den beiden Gruppen folgende organisatorische Form selbstverständlich nur provisorisch. I>ie Jungen schlössen sieh unter dem Namen der „Aktivitas*' zusammen (7 Bbr. Bbr. unter der Leitung von Georg Brumm und Marcel Lew, welcher letzte allerdings am 1. Okt. nach Breslau übersiedelt), während die Ackeren sich als „Inaktivcnvercinigung'' konstituierten unter dem Vorsitz von Walter Samuel, Hans Böhm und Oscar Saul. Die Arbeit der Aktivitas vollzog sich wie folgt: Montags- Palästinakursus zusammen mit der Hasmonaea bei Dr Fritz Löwenstein; Dienstags: Clubabend, an dem wir verschiedene Schriften aus der zionistischen Literatur lasen und besprachen. Außerdem wurden zwei Keilvortrige von Walter Samuel und Dr. L<*vvenstein gehalten. Donnerstags: Turnen im Bar Kochbi. Freitags- Zusammenkunft bei Max Kober, unter dessen Leitung wir Stücke aus der' Thora, Pirke owaus und Propheten lasen. Sonntags: Wanderung und gemeinsames Arbeiten auf dem Felde in Dahlem.