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Herzl-Bund-Blätter · 1918-12-01 · 40 (Dezember 1918) · p. [Seite]

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Journal
Herzl-Bund-Blätter
Volume
1918
Issue
40 (Dezember 1918)
Date
1918-12-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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602 als den des HB. zu kennzeichnen versuchte, nämlich, wenn wir uns von allen Doktrinen fernhalten und nicht mit idealen Forderungen a 1a (ireger "Werkhausieren gehen, sondern nüchternen Blickes die Erfordernisse des Tages zu erkennen suchen und über die Zukunft nicht die Gegenwart vergessen. Berlin. Walter Samuel. Die beiden nachstehenden Aufsätze hatte uns Erich Roth bereits für das letzte Heft der H.-B.-Blätter eingesandt. Inzwischen sind durch die neuen Ereignisse verschiedene Acnderungen notwendig geworden, die er gerne vorgenommen hätte. Durch die andauernden heftigen Kämpfe an seiner Front und seine dann erlittene Verwundung wurde er aber daran verhindert, so dali wir die Aufsätze in der damaligen Fassung bringen müssen. Wir glauben aber, daß sie auch so noch eine Fülle von Anregungen geben. W. S. Der Herzl-Bund im Rahmen der Gesamtorganisation. In Breslau feiert man in diesen Tagen zugleich mit dem Todestag unseres großen Herzl auch das fünfjährige Bestehen des dortigen Clubs, und in den H.-B.-Blättcrn hat Josef Rosenblütb an die ersten Nummern im Jahre 1913 erinnert. Man überdenkt diese lange Zeit, die so schnell verging, man versucht sich zusammenfassend zu fragen: was hoben wir erreicht und was wollen wir nun? leb habe mich in früheren Aufsätzen die geistigen und praktischen Grundlagen unserer Arbeit zu zeigen bemüht. Briefe und Unterredungen, insbesondere jedoch auch die vorletzten H.-B.-Blätter zeigen aber, daß man sieb in weiten Kreisen absolut nicht im Klaren ist, wo wir eigentlich stehen, wie wir zu arbeiten haben; es herrschen ganz unklare Vorstellungen, die wenigsten vermögen über den Rahmen des H.-B. hinauszublicken; man macht Worte und gefällt sich darin; glaubt in Fortsetzung irgend einer alten, längst begrabenen Polemik es dem oder jenem einmal „gegeben" zu haben und vergißt darüber den eigentlichen Sjnn unserer Arbeit, merkt das aber plötzlich und verkündet unbewiesene Schlagwörter wie letzte Wahrheiten und Erkenntnisse. Es Jierrscht eine dunkle, verworrene Atmosphäre; Klärung tut not. Ebenso die Aufstellung eines Arbeitsplanes. Sollte das alles aueb nur den Zweck haben, daß man über der Diskussion darüber wieder zurückfindet, daß man weiß, was eigentlich „gespielt" wird. Es soll hier zu keinem Teilproblem des

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