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Herzl-Bund-Blätter · 1918-03-01 · 38 (März 1918) · p. [Seite]

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Journal
Herzl-Bund-Blätter
Volume
1918
Issue
38 (März 1918)
Date
1918-03-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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5 Jahre Herzl-Bund-Blätter. Vor 5 Jahren erschien die erste Nummer unserer Blatter. Sie war damals das erste nach außen hin sichtbare Resultat einer Arbeit, die gerade 1 Jahr früher eingesetzt hatte und die scBon in dem bloßen Faktum, daß es bereits möglich war Merzl-Bund- Blätter herauszugeben, die Bestätigung fand, daß der eingeschlagene Weg der richtige sei. Ob der Wog, der sich in den bisher vorliegenden H.-B.-Blätteni wiederspiegelt immer der beste war, soll hier nicht erörtert werden, nur eine Frage, die die H.-B.-Blatter selbst angeht, will ich hier anschneiden. An der strengen Vertraulichkeit der Blatter darf nicht gerüttelt werden. So sehr ich die Berechtigung der Forderung, die von Zeit zu Zeit eine öffentliche Nummer der H.-B.-Blatter verlangt, anerkenne, so entschieden muß ich mich gegen die Auffassung wehren, die Vertraulichkeit der H.-B.-Blättcr lasch zu behandeln. QewiQ muß mau es dem Taktgefühl de» einzelnen Bundesbruders überlassen zu entscheiden, ob durch die Mitteilung des einen oder anderen Artikels der Blätter die Vertraulichkeit durchbrochen wird, es darf aber keineswegs zur Gewohnheit werden die Blatter einem wenn auch beschrankten Kreis von außenstehenden Gesinnungsgenossen zugänglich zu machen. IXt tiefe tirund für die Vertraulichkeit unserer Blätter liegt darin. Die Blatter sollen kein Reprasentationsorgan, sondern ein getreues Spiegelbild unseres Bundis sein, jeder, auch der, dem das Artikelsehreiben eine ungewohnte Schwierigkeit scheint, soll hier zu Wort kommen, wir seine Bundcshrudci werden ihn schon verstehen, und da darf der Redakteur der Blattei nicht daran gebunden sein, der Außenstehenden wegen aul ein bestimmtes Niveau halten zu müssen. Es gibt auch so manche Meinungsverschiedenheiten im Bund, die wohl in den H.-B.-Blattern, nicht aber in der Ucffcntlichkcit auszutragen sind Der Haupt* gesichtspunkt bleibt aber der, es müssen viel mehr Bundesbrüder zur Mitarbeit herangezogen werden und das werden wir nur unter dem Schutz der Vertraulichkeit der Blatter erlangen. Nicht der ist der beste Redakteur der Blatter, der die besten Artikel vorlegt, sondern der, der die meisten Mitarbeiter hat. In der liagadah sehet Pessach wird von den I Söhnen erzählt, von denen drei sich in ihrer Art zu der Befreiung des Volkes Israel äußern, wahrend der vierte scheehno jodea lischol noch nicht zu fragen versteht, und da heißt es „rege du ihn an". Keiner hat «las Recht bidi bei den f ragen der Befreiung des jüdischen Volkes ms/uschließen, der, der es tut, ist in der Hagadah „der Bosc". Joset R u » e ii b I ii t Ii.

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