Herzl-Bund-Blätter
- Journal
- Herzl-Bund-Blätter
- Volume
- 1917
- Issue
- 37 (Dezember 1917)
- Date
- 1917-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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51Ü Als David Wolffsolin gestorben war, haben wir Alfred Wolff gebeten, bei uns über den toten Präsidenten zu sprechen. In seiner Charakteristik dieses Mannes war es vor allem eins, was Wolff in seiner Darstellung herausmeißelte: die Treue. Die Treue gegen seine Freunde, die Treue gegen das Werk, das ihm anvertraut war. Und so war auch Alfred Wolff selbst. Treu den Seinen, treu seinem Volke und seiner Zukunft. So wird er in uns fortleben. Laßt auch uns »einer in Treue gedenken für alle Zeit! Das Präsidium des Herzl-Bundes. Ernst Herzfeld. Ter grausame Kiicg hat wieder ein neues Opfer von uns gefordert! Nach einigen Tagen der Ungewißheit erhielt ich eben die Nachricht, daß unser lieber Ernst Herzfeld seiner Verwundung in einem Feldlazarett erlegen ist. Die ihn näher kannten, werden mit mir fühlen, was wir an ihm verlieren, und mit mir trauern um den lieben prächtigen Menschen, den uns der Tod nun e.vtris>en hat. Besonders für uns Hannoveraner bedeutet sein Tod einen unersetzlichen, schmerzlichen Verlust! Wir jüngsten H.-Cer waren alle miteinander aufs engste verwachsen, wir waren ein Herz und eine Seele. Bei uns im Club harte sich ganz organisch in kürzester Zeit ein schönes Verhältnis aufrichtiger Freundschaft und treuer Bundesbrüderlichkeit entwickelt, auf das wir stolz waren. Ein Verhältnis, wie ich es auch für die größeren Clubs und den ganzen H B. zum Segen unserer kommenden Friedensarbeit verwirklicht sehen möchte. Ernst Herzfeld war ein eifriger Verfechter dieses Gedankens; das Vorbild eines guten H.-Cers. Obwohl körperlich schwäch, hat er restlos für unser Ideal gearbeitet. In ihm waren Zionismus und Menschentum aufs hervorragendste vereinigt! Seine Hingabe und Treue waren ohne Grenzen und verpflichteten uns ihm gegenüber zu größter Dankbarkeit. Wir werden seiner nie vergessen! E. B.