Herzl-Bund-Blätter
- Journal
- Herzl-Bund-Blätter
- Volume
- 1917
- Issue
- 37 (Dezember 1917)
- Date
- 1917-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Chanukka G edanken. Mag auch das ChanuHcafest fed Wechsel der Jahrhunderte du einem religiösen Fest geworden sein, so ist es doch im Orunde ein nationales Fest. Vir fingen Juden von heute haben dies wieder erkannt, und so sehen wir in Chanukka weit weniger das Fest der Tetnpehveihe, das Lichtfest, ab das Fest der Makkabier, das Fese der Befreiung des Heimatbodens von feindlicher Gewalt. Wir gedenken nicht mehr des Wunders, das die Menorah acht Tage mit einem Krüglein Oels speiste, wir gedenken des beiden» mutigen Kampfes der Makkabier. Laßt uns einmal die Makkabier naher betrachten. Das waren Männer, die fest in. dem Boden ihres Landes wurzelten, die aus der Luft ihres Landes immer neue Lebenskraft atmeten und die um diesen ihren Boden, den nach ihrem festen Qlauben Gott ihren Vitern als Erbgut zugeschworen hatte, eintraten bis aufs äußerste und um ihn gegen jeden kämpften, und wenn es auch ein Aurtlochus Epiphanes war. Ebenso groß war die Kraft, die Sie aus ihrem Glauben an Gott zogen. Mit dem starken Bewußtsein der eigenen Kraft und des eigenen Willens verbanden sie den festen Qlauben an die Hilfe des einen und einzigen Gottes, der uberall unfaßbar, unsichtbar, unvorstellbar wirkt und schafft und der sein Volk Israel nie vorlassen wird. Glaube aber macht stark. Getragen von ihrem Glauben an Gott, gestützt auf ihren Qlauben an das Recht ihrer Sache zogen sie in den heiligen Kampf für Glaube und Heimat und siegten. Der Sieg aber hat die Makkabier nicht übermütig gemacht Nicht sich rühmten sie, obwohl sie ein Recht darauf hatten, denn ihre Siege sind unerhört in der Weltgeschichte, sondern Gott dankten sie und huldigten ihm für seine Hilfe. Unbedingte Menschen waren die Makkabier, und jeder trat ein für seine Gemeinschaft. Mit dem Gedenken und der stolzen Erinnerung ist es für uns nicht mehr getan. An uns ist es, uns auf Taten au bereiten;