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Herzl-Bund-Blätter · 1917-07-01 · 36 (Juli 1917) · p. [Seite]

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Journal
Herzl-Bund-Blätter
Volume
1917
Issue
36 (Juli 1917)
Date
1917-07-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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441 gnüge mich damit, dies mit Bedauern zu konstatieren, aber ich mache gleichzeitig die Bbr. Bbr. darauf aufmerksam, daß wir in dem Augenblick, in dem wir unserem Präsidium die geforderten Mittel nicht restlos zur Verfügung stellen, das Recht verlieren, später Kritik an der geleisteten Arbeit zu üben. Nur wer selbst an einer Sache mit aller Kraft mitarbeitet, kann dieses Recht für sich in Anspruch nehmen, aber es ist durchaus unwürdig, mit den Händen in der Tasche den Bemühungen anderer zuzusehen und dann, wenn etwas nicht wunschgemäß verlaufen ist, seiner Unzufriedenheit darüber, oder gar Vorwürfen, Ausdrude zu geben. — Und min der Ausblick auf die Zukunft. Er zeigt uns ganz klar nochmals, und zwar wahrscheinlich zum letzten Male die Möglichkeit, den Zionismus endlich hochzubringen, ihn über das Niveau der Kleinarbeit zu heben und den Kreis unserer Anhänger erheblich zu vergrößern. Ohne Zweifel werden die Jugendverbändc an dieser Entwicklung den größten Anteil haben, und wir müssen, wie es allmählich überall geschieht, langsam an die Ueberleitung unserer Arbeit in die Friedenswirtschaft denken; ich halte es für unsere wichtigste Aufgabe, in jeder Weise und besonders finanziell für die nächste Zukunft gerüstet zu sein. Wenn wir jetzt versagen oder nur Halbes leisten, werden wir nie wieder Nachzuholend« versäumen, das fühlte ich instinktiv 9chon vor 2 Jahren, als ich an Walter Roth wegen der Schaffung eines Fonds von 1000 Mk. schrieb. — Seien wir uns also der Wichtigkeit der augenblicklichen Zeit bewußt, in dem wir alles tun, um nicht aus finanziellen Gründen daran gehindert zu werden, sofort nach Beendigung des Krieges für den Herzl-Bund im engeren und den Zionismus, d. h. unser ganzes jüdisches Volk, in weiterem Sinne mit allen Kräften erfolgreich arbeiten zu können. Bundesbrüder erfüllt Eure Pflicht. Hans Werner, Posen. Ein Vorschlag an den Herzl-Bund! Lange schon habe ich mich mit dem <iedanken getragen, im Ckib bezw. Bund den Vorschlag anzuregen, ein Abzeichen für alle seine AUtglieder einzuführen. Vieles spricht dafür, manches läßt sich natürlich auch dagegen einwenden, aber den Grund möchte ich \on vornherein zurückweisen, daß man das Abzeichen deswegen ablehnen müßte, weil wir doch keine studentische Verbindung sind, und diesen nichts nachmachen wollen. - - Es muß ja nicht un- 1>edingt ein Bierzipfcl genommen werden, aber z. B. ein Ring mit den jüdischen Farben und den Initialen des betreffenden Clubs (H.-C.-B.) würde mir persönlich als absolut unaufdringliche*

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