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Herzl-Bund-Blätter · 1916-08-01 · 33 (August 1916) · p. [Seite]

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Journal
Herzl-Bund-Blätter
Volume
1916
Issue
33 (August 1916)
Date
1916-08-01
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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302 nicht gering denken von seinen Kräften. Der Krieg hat gezeigt, wir können alle mehr als wir uns zugetraut haben. Die neue Generation und die Jungen, die wir führen dürfen, die wollen wir schon so erziehen, daß sie sich eins fühlen mit der Natur. Ein neues starkes Oeschlecht soll aufwachsen. Chasak w' emoz. Mittagsruhe, und dann wieder die gleiche Arbeit und dann Feierabend. Den ruhigen Rhytmus der heimziehenden Gespanne und der arbeitsfrohen müden Bauern schneidet ein anderer Rhytmus, hoch im Blau zieht ein Flieger zur Front, zum Feinde, denn es ist Krieg in der Welt. Und Deutschland bebaut lief in Feindesland seine Felder. Deutschland, wir müssen so viel von Dir lernen! Ich recke mich und freue mich Sieger geblieben zu sein, nicht nur im Wettlauf zwischen Swinegel und Hasen, sondern in der Arbeit; aus ihr neue Schaffensfreudigkeit empfangen zu haben. Ich bin im Dorfe. Neue frohe Töne. Schwalben fliegen mir am Kopf vorbei. Die ersten, die ich in diesem Jahre sehe. Rotleuchtendes Gold der untergehenden Sonne und die Frösche im Sumpf haben schon mit dem Abendkonzert angefangen, ich bin so wohlig müde. Gute Nacht Ihr Brüder in der Ferne. — Achad Haams Nationaljudentum. Von Alfred Sulke, Berlin. Wir veröffentlichen hier eine der nach Beendigung des Anfängerkursus des Berliner Herzl-Chib eingereichten Abschlußarbeiten. D.«.Red. Achad Haam, der mit seinem bürgerlichen Namen Uscher Uinsberg heißt, ist im Jahre 1856 in Skvira im Oouvernement Kiew geboren. Seine Eltern waren wohlhabende Leute, und so konnte er ein sorgloses Leben in seiner Jugend im Vaterhause führen, wo er eine streng jüdische Erziehung genoß, durch die er sich große Kenntnis in der hebräischen Literatur erwarb. Er wurde in seiner Erziehung sehr vom Chassidismus beeinflußt. Im Jahre 1878 kam er nach Odessa, und dort lernte er zum ersten Male die russische Literatur kennen. Von da an legte <*r sich auf moderne Wissensgebiete, ging 1882—84 ins Ausland, um aich hier fortzubilden. Hier hat er sich mit der deutschen, französischen und besonders mit der englischen Literatur vertraut gemacht. Im Jahre 1884 kehrte er nach Rußland zurück und trat in die Reihen der aktiven Chowewe Zion ein. Von 18%—1902

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