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Herzl-Bund-Blätter · 1916-08-01 · 33 (August 1916) · p. [Seite]

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Journal
Herzl-Bund-Blätter
Volume
1916
Issue
33 (August 1916)
Date
1916-08-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Rückblicke und Ausblicke. Zw«i Jahre nach Beginn des Krieges erscheint es uns an der Zeit, wieder einmal zurückzublicken und uns zu vergegenwärtigen, wie wir „durchgehalten" haben, welche Schwierigkeiten und Hemmungen sich uns in den Weg steiften, und wie wir sie überwunden haben. Wir wollen zu zeigen versuchen, wie unsere Arbeit trotz des Krieges fortgesetzt und erweitert werden konnte. Bereits vor einem Jahre sprachen wir hier davon, daß die ersten Augusttage damals uns vollkommen aus der Fassung gebracht hatten. Wer in Berlin war, der entsinnt sich, wie wir zusammen saßen und nach langen Berechnungen und Ueberlegungen zu dem Ergebnis kamen, daß der Berliner Herzl-Club und der ganze Bund vielleicht noch bis in den November 1914 hinein aufrecht erhalten werden könnten. Das schien uns schon weit gegriffen. Aber schon um Mitte August zeigen die Präsidiumsbriefe wieder Anfragen und deren Beantwortung, unterbrochene Briefwechsel wurden aufgenommen, man arbeitete wieder. Im September bereits erschien eine Nummer der H. B., die an alle Clubvorstände ging und sieben weitere umfangreiche Nummern unserer Zeitschrift konnten wir seitdem herausgeben. Auch die Arbeit der einzelnen Clubs ging ihren Weg. Berlin, Breslau, Hannover, Halberstadt und Cöln nahmen ihre Tätigkeit wieder auf. Nur Hamburg mußte seine Arbeit bald vollkommen einstellen. Mit unseren Freunden, die in das Heer eintraten, verband uns bald ein reger und dauernder Briefwechsel. Der Herzl-Club Berlin gab zuerst im Herbst 1914 allwöchentlich seine Berichte heraus, die an alle seine Mitglieder versandt wurden und über das Ergehen eines jeden einzelnen draußen berichteten. Diese Berichte, die sich zunächst nur auf Berlin beschränkten, wurden dann auf den ganzen Bund ausgedehnt. Einer von uns schrieb einmal, daß das Eintreffen der Berichte für ihn fast das gleiche bedeute, wie früher der Clubabend. Er fühlt sich unter uns und nimmt an unserer Arbeit teil. — Im Laufe der Kriegszeit mußten drei weitere Herzl-Chibs ihre Arbeit einstellen. Cöln, Hannover und Halberstadt. Desto intensiver wurde die Arbeit in Berlin und Breslau fortgesetzt. Man war sich überall der Verantwortung, die auf den Daheimgebliebenen ruhte voll bewußt. Von etwa 140 H.Cern stehen heute 92 im Heeresdienst (Berlin 44, Breslau 16, Hamburg 13, Hannover 8, Coln 6, Halberstadt 5), d. h. über zwei Drittel von uns. Es sind naturgemäß die'älteren Bundesbrüder, die draußen stehen,

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