Herzl-Bund-Blätter
- Journal
- Herzl-Bund-Blätter
- Volume
- 1915
- Issue
- 29/30 (Juni/Juli 1915)
- Date
- 1915-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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246 Sammlung, die am 21. Juni stattfand, wurde Erich Roth der Vorsitz übergeben, der zusammen mit üscar Saul (Casse) und Willi Preis den Vorstand bildete. An Preis Stelle trat jetzt Edmund Levy. Die vielen kleinen technischen Arbeilen wurden von Walter Roth vor seinem Weggange genau verteilt, sodaß aller Voraussicht nach alles weiter seinen geregelten Gang gehen wird. Der Kursus von Bbr. Margulies nahm seinen Fortgang und wurde beendet. Anschließend daran lasen wir an einigen Abenden gemeinsam mit dem behandelten Stoffe zusammenhängende Literatur. Der Tendenzunterricht von Bbr. Max Sternberg wurde gleichfalls mit befriedigendem Erfolg beendet. Dr. Siegfried Wolff sprach bei uns über die Organisation der jüdischen Gemeinden, insbesondere der jüdischen Gemeinde Berlin. Bbr. Erich Roth referierte an je einem Abend über die bestehende Industrie und den Handel und Verkehr im heutigen Palästina. An einigen Sonnabendabenden erzählte uns wieder Frl. Benarie aus Rosch Pinah von ihrer Heimat sowie palästinensischem Kindergartenwesen etc. Bei unsrer Herzlfeier. die am 30. VI. stattfand, sprach Dr. Alfred Wolff über „das Zeitalter Theodor Herzl s." Der Wander- und Turnbetrieb wurde in bisheriger Weise weitergeführt. Am Palästinahilfswerk beteiligten wir uns wieder mit recht namhaften heträgen. — Unsre Keilarbeit wurde ebenfalls fortgesetzt, in der Berichtsperiode konnten wir wiederum 2 neue Mitglieder aufnehmen. In letzter Zeit hatten wir auch die Freude öfters Clubbrüder in Uniform bei uns begrüßen zu können. L'eberhaupt bleibt der Verkehr mit unsern Freunden im Felde ein denkbar reger und erfreulicher und bietet so die schönste Basis für unsre großen Aufgaben im Frieden. Halberstadt. Wie schon voriges Mal berichtet, haben wir unser regelmäßiges Arbeiten infolge unserer kleinen Zahl (3—4 Mann) einstellen müßen. Trotzdem sind wir ab zu zusammengekommen, wenn auch nicht um nach bestimmtem Programm zu arbeiten, so doch um gesellig beisammen zu sein.