Herzl-Bund-Blätter
- Journal
- Herzl-Bund-Blätter
- Volume
- 1915
- Issue
- 24 (Januar 1915)
- Date
- 1915-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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182 M'l I. Wenngleich unsere Arbeit infolge der augenblicklich sehr anstrengenden Tätigkeit aller Bundesbrüder etwas eingeschränkt werden mußte, su haben wir sie doch wenigstens fortgeführt. Bbr. Ernst Blumenthal setzte seinen Kursus über „Die Juden der (iegenwart an Hand des Ruppin und der „Systematik" fort; im Anschluß hieran referierte Bbr. Behrend über die „hellenistische" und Bbr. Manne über die „Mendelssohnsche" Assimilationsepoche. In der nächsten Zeit beabsichtigen wir an Hand der in Frage kommenden Literatur Palästinakunde zu treiben. Eine, wenn auch kleine, doch sehr schöne Chanukahfeier hatten wir bei Bbr. Julius Katzenstein. Mit unseren Brundesbrüdern im Felde stehen wir im Briefwechsel; wir werden ihnen aber jetzt nach Berliner Muster öfter Berichte über unsere Tätigkeit zugehen lassen. Breslau. Das alte Arbeitsprogramm wird vollkommen aufrecht erhalten. Die Kurse werden fortgeführt; wir turnen und wandern. Von Heimabenden sei der bei Bbr. Friedländer besonders erwähnt. Zu Chanukah veranstalteten wir eine Feier, bei der Bbr. Israel die Makkabäerrede hielt. Der Samuelsche Artikel fand bei uns starken Widerhall. Unsere beiden verwundeten Bundesbrüder (von denen Willi Friedländer augenblicklich in Breslau ist) sind nun wiederhergestellt und sehen der Rückkehr in die Front entgegen. Wir erwarten zu Beginn des nächsten Monats die Einberufung mehrerer Bundesbrüder, hoffen jedoch, trotzdem die Arbeit in vollem Umfange fortsetzen zu können. Mitteilungen des Präsidiums. Bbr. Heinrich Margulies-Berlin hat sich am 9. Januar mit Fräulein Nanny Auerbach vermählt. Bbr. Martin Salinger-Hamburg zeigt unr seine Verlobung mit Fräulein Selma Masur an. Wir gratulieren beiden Paaren herzlichst! Von Bbr. Franz Michel-Berlin haben wir zu unserer großen Freude wieder Lebenszeichen erhalten. Er befindet sich in russischer Gefangenschaft, und schrieb anfangs aus Warschau, wo er an Lungenentzündung erkrankt im Lazarett lag. Sein letzter Brief