Herzl-Bund-Blätter
- Journal
- Herzl-Bund-Blätter
- Volume
- 1915
- Issue
- 24 (Januar 1915)
- Date
- 1915-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/4895413-5934797-5934849--206-4895600- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
181 Uni den Zusammenhang der Inaktiven untereinander und mit dem Club mehr zu fördern, wurde ein besonderer Abend für Inaktive eingerichtet, der vorläufig nur geselligen Zwecken dienen soll, um dann, wenn das Interesse der Inaktiven am Clubleben wieder mehr geweckt sein wird, weiter ausgebaut zu werden, eventuell auch organisatorisch. Mit unseren im Heere stehenden Clubbrüdern sind wir nach wie vor in regstem Zusammenhang und ständiger Korrespondenz, die sich auch zu einem regen privaten Meinungsaustausch einzelner untereinander erweitert hat. Halberstadt. Wir waren bemüht, unseren Betrieb trotz des geringen Häufleins Aktiver, das uns seit Ausbruch des Krieges geblieben war, aufrecht zu erhalten, und wir können sagen, daß uns dies auch bis vor kurzem gelungen ist. Wir sind unserem geplanten Arbeitsprogramm, das außer dem Utägigcn Tendenzunterricht von Hbr. Feuerring allwöchentlich je einen Abend für jüdische ücschichte und Lektüre zionistischer Schriften vorsah, vollkommen gerecht geworden und hatten außerdem unseren literarischen Zirkel beibehalten, an dem sich, obwohl er nicht obligatorisch war, sämtliche Bundesbrüder beteiligten. Leider wurden wir jedoch, wie bereits angedeutet, seit einigen Wochen in unserer Arbeit dadurch empfindlich gestört, daß es uns mangels einer geeigneten Clubwohnung — wir mußten unser Clubzimmer, dessen Bestreitung unseren Mitgliedern bereits vor dem Kriege nicht unerhebliche finanzielle Lasten auflegte, infolge unserer geringen Zahl aufgeben --- nicht möglich war, mehr als einmal wöchentlich zusammenzukommen, und wir naturgemäß dadurch gezwungen wurden, unser Programm wesentlich einzuschränken. An den letzten Abenden beschäftigten wir uns mit der Lektüre von Achad Haams Schriften und Bubers Reden, mit daran anschließenden erläuternden Vorträgen, doch sind wir uns noch nicht klar darüber, welche Auswahl wir für den einen Abend bei der Fülle des uns zur Verfügung stehenden Stoffes treffen werden. Hierüber werden wir das nächstr Mal näher berichten. Von unseren ßundesbrüdern im Felde, mit denen wir in Korrespondenz stehen, hören wir bis jetzt nur Outes. Hannover. Nachdem wir unsere Zusammenkünfte auf 2 — 3 Wochen ausgesetzt hatten, eröffneten wir dieselben wieder am II. Dezember