Herzl-Bund-Blätter
- Journal
- Herzl-Bund-Blätter
- Volume
- 1914
- Issue
- 22/23 ( November/Dezember 1914)
- Date
- 1914-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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162 weiter entwickeln, die HB-Blätter wieder regelmäßig erscheinen zu lassen. Zu Beginn des Krieges ließen wir an die Clubs nachfolgenden Aufruf ergehen: „Bundesbrüder! Das Vaterland ruft! Wir erwarten, daß jeder, der sich in unsere Reihen stellte, um für das jüdische Volk zu leben Und zu streiten, auch seine Pflichten gegen das Vaterland treu erfüllen wird. Der drohende Weltkrieg wird auch für unser Ideal die Arbeit schwer schädigen, nicht zum wenigsten unseren Herzl-BunJ. Es ist daher auch Pflicht der Zurückbleibenden, die bisherigen Positioner. zu behaupten. Das Präsidium des Herzl.-Bundes." Erfreulicherweise können wir mitteilen, daß, wie auch aus den Arbeitsberichten ersichtlich, sich das Leben in den Clubs auch in diesen für uns so schwierigen Zeiten fast überall gut entwickelt hat. Der Zusammenhang hat sich während des Krieges wesentlich gehoben, und ist es auch gelungen, durch Neuaufnahmen den Mitgliederbestand zu erhöhen. Wir hoffen, daß die innere und äußere Arbeit während des weiteren Verlaufes d« Krieges sich in demselben Maße weiter entwickeln wird, so daß unsere im Felde stehenden Bundesbrüder bei ihrer Rückkehr ihre Clubs erheblich verbessert vorfinden werden. lieber 33' , pCt. unserer Bundeshrüder weilt bereits bei den Fahnen, ein weiterer großer Teil wird in der allernächsten Zeit eingerufen. Auf Nachfrage haben wir von unseren Bbr. Bbr. Michel (Berlin I) und Speyer (Hannover), von denen wir längere Zeit ohne Nachricht sind, folgendes erfahren: Michel ist wahrscheinlich in den Kämpfen vor Warschau in russische Gefangenschaft geraten, Speyer ist durch einen üranatschuß am Arm verletzt mit seinem Lazarett in französische Gefangenschaft gegekommen. Bbr. Friedländer (Breslau) ist leicht verwundet, Bbr. Dr. Manfred Herzfeld (Hannover) erkrankt, beide sind noch im La/arett, befinden sich aber bereits auf dem Wege der Besserung. Wie wir den Clubs bereits mitgeteilt haben, mußten wir an die Errichtung eines Hilfsfonds herantreten, mit dessen Hilfe in Not geratene Bundesbrüder und deren Angehörige unterstützt