Herzl-Bund-Blätter
- Journal
- Herzl-Bund-Blätter
- Volume
- 1914
- Issue
- 17 (Mai 1914)
- Date
- 1914-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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122 Unser zionistisches Seminar nähert sich dem Abschluß. Die einleitenden Referate hielten in den letzten Wochen: Hans Werner über Herzl's Schrift .Der Judenstaat" als Grundlage zur Kritik der zionistischen Gegenwartsarbeit; Bugen Lutzer über Herzl's „Judenstaat" (objektive Würdigung der Schrift); Bruno Rabinowitz (Korreferat) über Herzl's „Judenstaat" und die „Entwickelung des politischen Zionismus". Breslau. Nachdem Anfang April unser Kursus in der zion. Theorie — von Herrn Markiewitz VJST. abgehalten — beendet war, beschäftigten wir uns unsere offiziellen Dienstagabende teils durch Lesen, teils durch Diskussionen. Am letzten Dienstag diskutierten wir über das Rosenblüth-Referat am Bundestag. Am 19. April war unsere diesjährige Generalversammlung, der Bbr. Sternberg-Berlin beiwohnte. Nachdem Erich Roth den Geschäftsbericht erstattet hatte, indem er einen historischen Ueberblick über die Tätigkeit des HC gab und statistisches Material über Kurse, Ausflüge usw. brachte - im ganzen 80 offizielle Veranstaltungen außer Turnen in den 8 — 9 Monaten des Bestehens — und Wolfgang Blumenthal den Kassenbericht erstattet hatte, begann die Diskussion, die sich zunächst über interne Dinge, wie Keilen usw. usw. drehte. Bbr. Sternberg sprach dann über HB-Fragen, Einstimmigkeit, Bundesbrüderlichkeit und überhaupt Aufgaben der HC, worauf ihm Erich Roth und Rudi Danziger ausführlich erwiderten und aus unseren Erfahrungen berichteten. Ein Antrag Roth wurde angenommen, wonach die laufenden Arbeiten, Adressenschreiben usw. usw., von monatlich zu bestimmenden 3 Bbr. Bbr. zu erledigen sind. Wir hoffen, dadurch noch mehr als bisher unsere Bbr. Bbr. für alle Arbeiten zu interessieren. Die Debatte, die immerhin zirka 4 Stunden datierte, behandelte weiter alle Fragen, unsere Clubsu. a. die Wohnungsfrage. Den NF-Bericht gab Bbr. Pelz sowie den Bibliotheksbericht Bbr. Berger. Zum Schluß sprach Erich Roth noch einige kurze Worte. Am Sonntag der Generalversammlung ging auch Max W. Kober von Breslau weg, nachdem er noch einen Teil derselben beigewohnt hatte. — Wir haben ferner über unsern Aus-