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Herzl-Bund-Blätter · 1914-01-01 · 13 (Januar 1914) · p. [Seite]

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Journal
Herzl-Bund-Blätter
Volume
1914
Issue
13 (Januar 1914)
Date
1914-01-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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R4 ist und daß nur in besonderen Ausnahmefällen auch in andern jüdischen Vereinen die aktive Mitarbeit gestattet ist. So endete die Tagung in schönster Harmonie. Und als dann unser altes lloffnungslied. die „Hatikwah". aus vielen jungen Kehlen erklang, als wiederum die Chanukkahlichter aufflammten, da zog es *ie ein feierlicher Schwur durch diese Stunde, daß wir Jungen treu zu unserer Palme stehen und für unsere Sache kämpfen wollen - bis eine andere Stunde schlägt, die unserm Kampfe den Steg und unserm Volke die Freiheit geben soll. Martin S a I i n g c r. Hamburg. Konsolidation. Der Bundestag mit seinen anregenden Verhandlungen liegt hinter uns. Wir fühlen noch in uns die Freude, die uns beseelte, als wir einmütig feststellen konnten, daß das erste Jahr des Herzl- Bundes ein erfolgreiches war. (iewiß, wenn wir den kleinen Anfang in Halberstadl mit dieser schon ganz bedeutsamen Tagung vergleichen, wenn wir den noch schwachen Berliner Herzl-Club vor ein bis zwei Jahren au den beiden jetzt bestehenden Berliner H.-C messen, so müssen wir sagen: es ist ein Frfolg. Und doch drängt sich eine Frage auf; ist unser Bund, sind unsere Clubs innerlich gesund, oder trügt unser schnelles Aufblühen schon den Keim in sich, den gerade w ir im kaufmännischen Leben so gut kennen, und dem gute Politiker entgegenarbeiten, durch Konsolidierung. Fs ist gewiß nach dieser Richtung hin schon einiges geschehen.!>as Einstellen der flroßpropaganda war der erste, und vielleicht der wesentlichste Schritt, und in konsequenter Verfolgung dieser Politik sind die Ausführungen von Roscnblüth auf dem Mundestag ein entschiedener Frfolg dieser Thesaurierungspolitik Die Forderimg Rosenblüths. die Grundlage des H.-C. in der Weise zu verschieben, daß noch mehr als bisher nicht das bloße Bekenntnis zum Zionismus, als vielmehr der Drang aus der Vereinzelung heraus zu kommen, der Wunsch sich mit gleichartigen auszuleben, der Hauptfaktor für unsere Arbeit sein muß. erscheint mir ein gutes Mittel, unsere Arbeit respektive unsere Clubs für alle Zeit sicher zu stellen. Hier liegt nun die Frage. Werden wir.der Forderung nach engem inneren Zusammenschluß gerecht? Ich Klaube diese Frage von Berlin .ms durchaus verneinen zu müssen. Solange nicht jeder einzelne seine gesamten geistigen Interessen vollkommen auf den H.-C. konzentriert, sie gleichsam als arbeitendes Kapital miteinbringt, solange sind wir von wirklicher Hundesbrüderlichkeit weit entfernt. Fs ist eine unbediugte Forderung, daß wir uns von der Öffentlichkeit bis auf weiteres vollkommen zurückziehen: im Interesse unserer Selbst-

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