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Herzl-Bund-Blätter · 1913-10-01 · 9/10 (Oktober/November 1913) · p. [Seite]

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Journal
Herzl-Bund-Blätter
Volume
1913
Issue
9/10 (Oktober/November 1913)
Date
1913-10-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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63 erledigen wollen, ist ohnehin schon größer als die Zeil, die uns zur Verfügung steht. Ich glaube aber, daß, wenn wir an unsere Bundesbrüder so hohe Anforderungen stellen, wir zugleich verantwortlich dafür sind, daß sie in unserem Kreis sich auch zu gebildeten Menschen erziehen können. Denn wir brauchen die deutsche Bildung, so lange Wir nicht das Recht haben, uns als Menschen hebräischer Kultur zu fühlen. Wir müssen Mittel und Wege finden, von Seiten des Clubs unsere Bundesbrüder zur Weiterbildung anzuregen. Hierüber bitte ich in den Clubs zu diskutieren. j. k Arbeitsberichte. Hamburg. Am 25. September fand unsere diesjährige Generalversammlung unter dem Vorsitz von Bbr. Salinger statt. Jahres- und Kassenbericht wurden genehmigt und dem Vorstande einstimmig Decharge erteilt. Sodann wurde das vom Präsidium vorgeschlagene Normalstatut eingehend durchberaten und schließlich mit einigen Abänderungen angenommen. Nicht unwesentlich ist nur die Zufügung des §8, der lautet: „Mitglieder, die mindestens I'/•> Jahr lang ihren Beitrag nicht entrichtet haben und dem Clubleben fern geblieben sind, können vom Club ausgeschlossen werden Dieselbe Maßnahme kann erfolgen bei Mitgliedern, die durch ihre Führung innerhalb oder außerhalb des Clubs dessen Ansehen schädigen und das gute Einvernehmen unter den Mitgliedern stören. Der Ausschluß aus dem Club erfolgt auf Antrag durch -/ [ Majorität einer zu diesem Zwecke einberufenen außerordentlichen Generalversammlung." Sodann erfolgte die Vorstandswahl: Martin Salingcr, Vorsitzender, Fritz Fischl, Kassierer, Hans Werner, Schriftführer. Da Letzterer sein Amt aus Gründen privater Natur nicht annehmen konnte, wurde Eugen Lutzer später kooptiert. Außerdem wurden folgende Funktionäre eingesetzt: Berthold Goldschmidt (N. F.-Zentrale), Eugen Lutzer (Bibliothekar), Alex Müller (Sharcvertrieb). Es wurde außerdem noch beschlossen, ein eigenes Clubheim gründen Die Vorarbeiten hierfür wurden einer dreigliedrigen Kommission übertragen und sind in vollstem Gange. Wir hoffen, in aller Kürze schon in unser eigenes Heim ziehen zu können. Unsere Winterarbeit, deren wichtigster Teil das zionistische Seminar von Dr. William Unna ist, ist in vollem Gange. Am 21. Oktober sprach Bbr. Eugen Lutzer über das Thema: „Durch den Herzl- Club zur Freundschaft", woran sich eine angeregte Aussprache schloß. Wir haben beschlossen, das demnächst erschei-

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