Herzl-Bund-Blätter
- Journal
- Herzl-Bund-Blätter
- Volume
- 1913
- Issue
- 4/5 (Mai/Juni 1913)
- Date
- 1913-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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26 auch dieser Zweig der Sammeltätigkeit für den N F. bei emsiger Arbeit gute Früchte tragen wird. In seinem Nachwort zu dem Feuerring'schen Artikel hat Bbr. Frank auf die Arbeit für unsere Bankinstitute hingewiesen. In dieser Richtung könnte von der zionistischen Jugend noch weit mehr als bisher geleistet werden. Auch für diese Tätigkeit sollte jeder H l einen besonderen Kommissär haben, der die sogenannten Share Karten an die Mitglieder wie an Außenstehende verteilt und an diese in regelmäßigen Zeitabständen Share-Marken ä M. I,— (oder auch ä 25 Pfg.) verkauft. Auch jeder H.-C. sollte — falls seine Kasse ihm nicht erlaubt, gleich volle Aktien zu kaufen — solche auf die geschilderte Weise zu erwerben suchen. Natürlich muß in erster Linie versucht werden, Käufer für ganze Aktien zu gewinnen. Wir sehen also, wie groß das Gebiet ist, auf dem wir uns praktisch betätigen können! Ein jeder von uns findet seinen Platz auf dem zionistischen Arbeitsfelde, jeder einzelne unter uns kann bei einigem guten Willen seine Kraft in den Dienst unserer großen Sache stellen und die Werte mitschaffen helfen, deren wir bedürfen, um das Land unserer Vergangenheit zu dem Land unserer Zukunft zu machen. Darum auf an die Arbeit! . Marlin Salinger-Haniburg. Die Lehre von Frankfurt. Die Entwicklung des Verbandes der jüdischen Jugendvereine Deutschlands hat sich so vollzogen, wie es viele von uns seit längerer Zeil vorausgesehen haben. Das souveräne Prinzip der Neutralität, das immer bereit war, wenn irgendwo ein zionistischer „Uebergriff" gewittert wurde, ist in dem Moment verlassen worden, in dem wir an seine Gültigkeit appelliert haben. Wir wollen offen bekennen, daß wir bei Gründung des Verbandes in jüdischer Beziehung viel von ihm erwartet haben. Wir glaubten, daß die sieghafte Kraft unserer Idee stark genug sein würde, den neutralen Panzer zu durchdringen. Wir gaben uns der Hoffnung hin, die Zeitung des Verbandes in unserem Sinne leiten zu können, hebräische Sprachkenntnisse zu verbreiten etc Was ist daraus geworden? Wir wollen nicht von Fällen reden, in denen „zionistische Uebergriffe" in der Tat vorgekommen sein mögen. Hier kommen nur diejenigen Fälle in Betracht, wo wir die neutrale Form durchaus gewahrt haben, wo wir es uns aber nicht nehmen lassen wollten, bei passender Gelegenheit von unserem Streben zu erzählen, wo wir nicht darauf verzichten konnten, verzichten wollten, unseren zionistischen Standpunkt darzulegen und den Einfluß unserer nationaljüdischen Gesinnung geltend zu