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Herzl-Bund-Blätter · 1913-04-01 · 3 (April 1913) · p. [Seite]

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Journal
Herzl-Bund-Blätter
Volume
1913
Issue
3 (April 1913)
Date
1913-04-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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18 Berlin, den f. April 1913 Am 17. März fand unsere diesjährige ordentliche Generalversammlung bei Anwesenheit von 27 Mitgliedern statt. Frank eröffnete dieselbe um '/2I0 Uhr und nach kurzer Geschäftsordnungsdebatte erstattet Rosenblüth folgenden Jahresbericht: Der Vorstand des H.-C. ist in diesem Jahre entsprechend dem Programm, auf das er gewählt wurde, bestrebt gewesen, seine Arbeit weniger auf die Agitation des Zionismus nach außen hin zu richten, sondern dieselbe mehr auf die nationale Erziehung seiner Mitglieder zu konzentrieren. Wir haben geglaubt, daß diese Erziehung bei dem früheren Programm des H.-C, das sich im wesentlichen darin erschöpfte, neben Agitationsversammlungen Diskussionsabende zu veranstalten, nicht mit Erfolg möglich war, da sich an den Diskussionsabenden nur wenige Mitglieder aktiv beteiligten. Es war daher notwendig, in erster Linie den Zusammenhang unter unseren Mitgliedern zu stärken und wir glauben, dies zum Teil durch die allwöchentlichen gemütlichen Beisammensein im Sommer, die im allgemeinen gut besucht waren, erreicht zu haben. Wir haben neben diesen gemütlichen Beisammensein natürlich nicht verabsäumt, durch Vorträge auch unsere Mitglieder über die zionistischen Tagesfragen, wie den Delegiertentag in Posen, sowie den jüdischen Turntag in Berlin zu informieren, diese Vorträge aber, ebenso wie der Vortrag unseres Clubbruders Kuhn über Turnen und Sport, waren in ihrer ganzen Anlage weniger als Diskussiongelegenheiten, als orientierend und instruktiv gedacht. Wir haben den Todestag unseres großen Führers in würdiger Weise gefeiert und haben auch seines Geburtstags gedacht, an dem Herr Barth über Herzl als Künstler in unserem Club sprach. Von den Veranstaltungen des Sommers wären noch zwei Abende zu erwähnen, an denen wir uns mit dem Artikel Moritz Gnldsteins im Kunstwart über „Deutsch-Jüdische Kunst" beschäftigten, sowie eine schöne Tagespartie. Einen besonderen Kaum in unserer Arbeit nahm noch unser Sportbetrieb in Schulzendorf ein, dem der größere Teil der Clubbrüder zwar zuerst skeptisch gegenüberstand, dessen Vorzüge und dessen Notwendigkeit für unsere nationale Erziehung heute aber kaum noch von jemand bezweifelt werden. Hatten wir im Sommerhalbjahr den Schwerpunkt unserer Arbeit auf die Stärkung des kameradschaftlichen Gefühls der Mitglieder gelegt, so gingen wir im Winter ernstlich daran, für die systematische Ausbildung unserer Mitglieder Sorge zu tragen. Durch das Entgegenkommen der Jugendkommission für Deutschland und des Präsidiums des B. J. C. gewannen wir für unseren Ausbildungskurs einen der besten Fuxenlehrer des B. J. C, Herrn Lelever, dessen Stunden dann, nachdem er durch berufliche Arbeiten verhindert war, von Herrn Sulzberger, ebenfalls vom V. J. St. Berlin, fortgeführt wurden. Wenn auch kein Zweifel darüber bestehen

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