Jüdisches Gemeindeblatt Dresden
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt Dresden
- Volume
- XIV (1938)
- Issue
- 17 (23.9.1938)
- Date
- 1938-09-23
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 17 / 23. 9. 38 GENEINDtBLATT DER ISRAELITISCHEM RELIGIONSGEMEINDE DRESDDN Seite 7 Betr. Einwanderung nach Chile. Der Hilfsverein der Juden in Deutschland teilt folgendes mit: Dus Chilenische Konsulat in Berlin weist darauf hin, daß alle direkten Anfragen und Anträfe privater Personen an das Konsulat betreffs der Einwanderung nach Chile zwecklos sind. Einrcisevisa für Chile werden nur in besonderen seltenen Fällen ei teilt, und das Konsulat berücksichtigt Antrüge nur dann, wenn sie vom Hilfsverein der Juden in Deutschland bereits geprüft und besonders befürwortet sind. Deshalb müssen sich alle Interessenten in erster Reibe an den llilfsverein wenden. Der Hilfsverein teilt folgendes mit: Vor kurzem hat die argentinische Regierung ein Dekret erlassen, das am 1. 10. 1938 in Kraft tritt und die bisher geltenden Eitlwanderuugsbestiuimuugen teilweise ändert. Insbesondere können nach den neuen Vorschriften Geschwister, Schwäuer. Neffen und Nichten nicht mehr angefordert werden. Vielmehr ist die Ausstellung von Uamaden nur noch für Eltern, Kinder und Enkelkinder zulässig*. Auch Spezialarbeiter-Llamaden, die praktisch nur eine geringe Rolle spielten, werden abgeschafft. Die neuen Bestimmungen bedeuten für die jüdische Argentinienwauderung eine gewisse Erschwerung. Über die Auswirkung der Neuregelung lälit sich erst Genaueres sagen, so- .bald die neuen Vorschriften im Wortlaut vorliegen. ' Der Verein Poln. Kauflcute und Gewerbetreibender e. V. Dresden teilt mit: Alle diejenigen poln. Staatsangehörigen, die in diesem Jahre 17 oder 18 Jahre alt werden, haben sich beim Poln. Generalkonsulat in Leipzig zur Registrierung sofort schriftlich zu melden. Wer die Registrierung unterläßt, setzt sich der Gefahr aus, der poln. Staatsangehörigkeit verlustig zu gehen. Registrierungsformulare sind im Sekretariat, Nürnberger Straße 26 bei Hiegelmann um 9 und 14 Uhr zu haben. Wicht.Ci- Mitteilung! LulUchulzabune Es Ist vorgesehen, im Bedarfsfalle die Freitag-Abendgorlesdienste eine hnlbe Stunde vorder im Knien ler feslgesets'en Zeit abzuhalten Bei Zweifel über den Beginn wende man sich an das Gemeindeamt. Oaamaakcn Die Gemeinde ist in der Lage, die Beschaffung von Yolks-Gas- ^nasken für ihre Mitglieder zu übernehmen (Piers 5— RM). |e* Koch ist Sammelbestellung erforderlich. Schriftliche Meldungen an, das Gemeindeamt (mit Angabe, ob die Gasmaske für Männer. Frauen odei Kinder benötigt'wird). Personalien Trauungen: 18. Sept. 1938: Herr Harry Kesten, Marschallstraße 18, mit Fräulein Ruth S t r e I z y n , Uhlandstraße 12. 20. Sept. 1938: Herr Fritz L ö w e n,s t e i n , Fürstenstraße 41, mit Fräulein Irma Trynczer, Holbeinstraße 95. Goldene Hochzeit: 3. Okt. 1938: Herr August Steinberg und Frau Lorle geb. Levyn, Schnorrstraße 74. Herzlichen Glückwunsch! Buchbesprechungen Die „Jüdische Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik" gibt soeben ihr neuestes, besonders vielseitig und anregend gestaltetes Augustheft (Heft 4 des Jahrgangs) heraus. Den „Reichsverband der Juden in Deutschland" in Form und Sinn behandelt wieder Dr. Arthur'iL i 1 i e n t h a I selbst, der bereits in Heft 3 des Blattes die Gründe geschildert hatte, die mit innerer Zw angsläufigkeit zu dem Zusammenschluß führen mußten. Fragen der Jugend- und Kindererziehung und -bildung sind mehrere Aufsätze gewidmet. Dr. Fridolin Fried m a n n untersucht die Duellen, die uns „Zur Psycholi gie der jüdischen Jugend in der gegenwärtigen Situation" zur Verfügung stehen und schildert sehr lebensvoll die Reaktion unserer Jugend auf ihr Erleben. Psychologisch unterbaut, ist auch eine Skizze der Montessori-Lehreriti Hilde Bielschows k v . die an Beispielen „Wir lernen spielend Englisch" zeigt, wie man 4- bis 8iährige Kinder vor der Auswanderung sprachlich vorbereiten kann. Aus der Praxis geschöpft und ebenfalls auf Auswanderung ausgerichtet ist ein Beitrag von Heinz Warschauer. Frankfurt a. M., durch den die Aussprache „Zur Gestaltung der Jüdischen Gegenwartskunde" abgeschlossen w ird, die sich über die Hefte 671937, I und 2/1938 hingezogen - und recht fruchtbar gestaltet hat. Erzieherische Gesichtspunktebetont auch Senta Jorsephthal in ihrer sehr uuschcmatischcn .lubiläumsbetrachtimg „Hcchaluz 1918 und 1938". ■■MM Denkt an den Hohen Feiertagen an die Wolilfahrtseinriclitungen unserer Gemeinde! Stellt insbesondere dem Werk „Hilfe und Aufhau" die Mittel zur Verfügung, die benötigt werden, um unbemittelte Gemeiudciiiitglicdcr zur Ausw anderung zu bringen! Postscheckkonto: Dresden IU2ß& ■ili Iii lllllhllllll [I! lliillfllilUliilllfilllii EiilllüilllHIH IIDIIÜlinil lllllli IIIIIII ENI III I II lliniiil! FIU lliflllllifllllli lllilll lllllil IIIIIIIIIIII erfrJi-Dota 1938 Ber Balenber oerhünbef am September „Jf erb|i-J3nfang" unb bamit ticn oftinellen ^aifon-Bcgiim. Born gletdjen (Tage an jeinen nur in allen J3bfetlnnn.cn nnferrs BanTcs bie nenen Bcrbjl-Bhibclle. Ba nur in unferen nier £ri)anfcn|!ern nur einen kleinen Überblick geben hönnen unb and) unlcrc Briginale nidjf ananijlellen nflenen, bitten mir um einen muicrbinblidjen Bcfudi, um Hinten unfere BhibcIIe öorfüljren IalTcn ju bürfen, beren Be|id)figung Ihnen eine intcr.efl<anfe unb genujjrcidje iSfunbe bereiten roirb. Kleiber BJäntel Pel|e ßKifdie OTumplete (Co|iüme j#üte 5tuffe ©egrünbef 1889 Bresben M i Brager 5fr. 6/8