Jüdisches Gemeindeblatt Dresden
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt Dresden
- Volume
- XIV (1938)
- Issue
- 17 (23.9.1938)
- Date
- 1938-09-23
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE DRESDEN Nr 17/23. 9.3« dali sie aus dem Horchen und Warten zum klaren Einsehen ihrer Situation und zum Verstehen Jer neuen Notwendigkeiten kommen. Man kann niemanden zur Liebe und zu leidenschaftlichem Bekennen udischen Wesens und seiner zeitgeborenen neuen Autgaben zwingen. Aber man kann innner wieder vor falscher Lehensrichtung »amen. und keine Stunde ist für-diese Warnung richtiger, als die vor dem Tage, an dem \\ ijdie Versöhnung mit uns •«e'Ibxt zu machen berufen sind. Wir Inden müssen aus der Zerrissenheit heraus, und nicht nur .ms i!tr hü eigenen Herzen. Ks gibt eine Zerrissenheit urfter lins selbst, in unserer < iemeiuschaft, die zu Auseinandersetzungen in den indischen (.rennen, um vermeintliche Machtpositionen führt: sie'dnngen nicht zu den Schlichten und Gläubigen, die ihr Schicksal stiil denen anvertrauen, die zur Leitung und Be- .ratun.g gerufen wurden. Aber wir, sehen als Ergebnis dieser dncfi tatsacBich vorhandenen Kämpfe eine Verzettelung und Vermindern«, der noch vorhandenen jüdischen Kräfte, die wir i i Ii« [*>si»e Vrbeit dringend brauchen. ■!"'■ ■ : .... der \ ers.'ihvung >vt einer, der Rechenschaft fordert. Wir iebcn Sie 'tder ein/eine, mit unserem ..Wir haben-gestii W'|r seilen sie mit der Krage: ..Hast du deiner' Verj'i'" omi>!g ai.. er ' •. i:.einschalt gegenüber genügt? Hast du «eniii getan. ..: I >■ •» .• in der Welt zu mindern und die rfciLgnrig de» göttlichen Nairter.s zu vermehren?" Keimr '. oi ü i'ed luungsloses» Ja dazu zu sagen. W!•• vi^e'i e- Vu-r -oder •.-'»i uns kann einen Entschluß dazu . Ja; .v Ja» " :i ..us der Verkrustung mit eigenen und «heu Interessen herausmüssen! Das Tckia am Kude des \ e-■<• i!--iHiigstags hart die Kruft, den Ilimiiiel zu durchdringen? s .null J e Kr.if: haben, die Starrheit diirchzureiUen. ' d . n sce;tk!'s»iie ' iemciiisJi.ift befallen hat. Jüdisches Lehrhaus \rbeitsplan für den Winter l'Ms .?9: Arbeitscepeinschaiteii: Philosophische \rbe:'sgetneinschait unter Zugrundelegung der ' S .i'riite.. S;; i/as. 'Rabbiner Dr. Wolf.) liilciiung für die G>." laLnng religiöser Keicrn im Haus und /ur Vhhattiirr-.- gemeinschaftlicher Andachten. Zugleich eine VnleitnnAzu!'! Auimii «eligiösen Lebens (wichtig iür jeden ■us'- HitfVei >. tk'ubbiner'Dr. .Wolf u. Schuldirektor Schäler.) Chemie Im Alltag. l'.kikum. (StudtenraJ Pinkowitz.) f iitzeUorfeac: .. I ropenhygieiie." /■ eckui.djige Lebensweise in den Tropen. \ erhtituim ujid Bekämpfung wichtiger Tropenkrankheiten. .""<>!. I>» med. Martin Mayer. Hamburg, früher am Hamburger Institut iiir l'n.p^rdiv giene.) Praktisch* Kurse: Handfertigkeiten iiir Auswanderer (technische Handfertigkeiten des täglichen Lebens). 'Stud.-Ing. Pinkns.) Erste Hilfe bei Lnglüeksiallen. (L'ater fach «irnditier Leitung.) Jugendlehrhaus. In. Sept. Eröffnungs-Keier. l,eitu)ig: Kurt Aronade. Rezitationen aus Jakobs Traum (Ruth Heilbrunn). 17. Sept. Diskussion über den Peel-Bericht. Leitung: Egon Damidt. 24. Sept. Palästina-Kunde. Referat mit Lichtbildern. (M. Rosenberg. Chemnitz.) l.Okt. Liturgie des Jom-Kippur. Krau Eva Büttner. 8. Okt. Palästina-Kunde. iKortsetzung.) Martin Rosenberg. Chemnitz. 15. Okt. Lustiger, bunter Abend. Veranstaltet vom Makkabi-Hazair. 22. Okt. Vom Hören eines Konzertes. Referat mit Schallplatten. (Dr. S a a I h e i m e r.) .'9.Okt. Weltliteratur. IKortsetzung vom Sommersemester.) Leitung: Frl. Dr. A p t. 5. Nov. Jüdische Sprichwörter und Redewendungen. Leitung: Dir. Schäl er. Jew eils Sonnabends 20.15 Uhr im Arnholdsaal. Allen jüdischen .lugendlichen der betreffenden Altersstufe frei zugänglich. Das weitere Programm wird noch rechtzeitig bekanntgegeben. Bekanntmachungen! Gemeindebeitrag 1938 Unter dem 6. September 193N wurde ein Nachtrag zur Beitragsordnung der Gemeinde für das Rechnmi.isS.iahr 1938 beschlössen. Der (iemeindebeitrag I93J8 beträgt 20"« der Einkommen- bzw . Maßstabsteuer 1937. jedoch unter Berücksichtigung "von Kmderermä1|igungen. Gemäß Artikel II des Nachtrugs zur Beitragsordnung werden alle Gememdcmitglieder aufgefordert,in dcrZeit vom 10. bis 2 5. September 193X ihre Einkommen- Steuerbescheide für das Jahr 1937 bzw. Bescheinigungen ihrer Arbeitgeber über die für sie im Jahre 1937 d abgeführte» Lohnsteuer' dem Gemeindevorstand ein- . zureic Ii e n. Falls sie bis zu diesem Zeitpunkt ihren Hillkommensteuerbescheid nicht, erhalten haben, sind sie verpflichtet, die Steuererklärung vorzulegen. Legt der Beitragspflichtige^ den Einkommensteuerbescheid bzw. die Steuererklärung innerhalb der Frist nicht vor, so setzt der Vorstand den Beitrag im Wege der Schätzung lest. I lat der Pflichtige nur seine Steuererklärung vorgelegt, so ist der Steuerbescheid alsbald nach Erhalt dem Vorstand zwecks Berichtigung der Veranlagung nachzureichen. Ist der Steuerbescheid nicht bis zum 31. Dezember I93N vorgelegt, so kann der. Vorstand den Gemeiiidebeitrag ebenfalls durch Schätzung festsetzen. Im Kalle Jer Auswanderung hat der Beitragspflichtige rechtzeitig auch seinen Einkommensteuerbeseheid bzw. seine Steuererklärung 193S vorzulegen. Erfolgt die Vorlage nicht, so hat der Vorstand nach vergeblicher Aufforderung den Beitrag durch Schätzung festzusetzen. Es w ird erwartet, dali alle Beitragspflichtigen der Vorlegung*- und Zahlungspflicht pünktlich nachkom- ™ men. Für den Gemeindevorstand andererseits besteht die Verpflichtung, rückständige Gemeindebeiträgeauf dem gesetzlichen Wege beizutreiben. Den Beitragspflichtigen gehen besondere Veranlagungsbescfieide zu. aus denen der Fälligkeitstag zu ersehen ist. " * I Zahlstellen: 1. Israelitisches Gemeindeamt, Dresden, < I 2. Postscheckkonto Dresden 10288, 3. Dresdner Bank, Abteilung Waisenhausstraße, 4. Allgemeine Deutsche Credit-Anstalt, Abt. Scestraße, Dresden. Dresden, 7. September 1938. . . Der Vorstand der Israelitischen Religionsgemeinde zu Dresden. Frist! An den Ablauf der Vorlegungsfrist (10. bis 25. September) für die Steuerbescheide, die wir bereits in der vorigen Nummer des Gemeindeblattes und auch oben erneut bekanntgeben, wird hiermit unter ausdrücklichem Hinwels auf die Säumnisfolgen erinnert. Dresden, den 22. September 1938. Der Vorstand der Israelitischen Religionsgemeinde.