Jüdisches Gemeindeblatt Dresden
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt Dresden
- Volume
- XIV (1938)
- Issue
- 7 (1.4.1938)
- Date
- 1938-04-01
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE DRESDEN Nr. 7/1.4.3« Buchbesprechung Die Peßach-Haggada. Herausgegeben und erklärt von E. D. Goldschmidt. Schockcn-Vcrlag, Rcrlin 1036. Das vorliegende Küchlein enthält eine sehr brauchbare Ausgabe der Haggada. die deril Untrfahrenen wie dem Eingeweihten gleich willkommen sein dürfte'. Die seither übliche »'örtliche Übertragung ist I i- .uii wenige Teile der allgemeinen Liturgie durch cincln in 'gefälliger Sprache vvrfaßten \ <ilkstünilich gehaltenen Komrinenlar ersetzt, der datiefere Verständnis des hebräischen \\fortlauts ermöglicht. I >ie umfa->ende Einleitung, die über Inhalt. Sprache und Text der Haggada eingehend unterrichtet, macht da.« schon äußerlich ansprechende: Buch besonders wertjvoll. Line sehr instruktive Abhandlung über die Hinrichtung; des Scdcrtisches, dem Verlauf des Seders und über besondere Brauche wird gewiß viele, die aus Unkenntnis auf die Übung didurch uralte - Tradition geweihten Brauches verzichten mußten. i:ttr selbständigen Abhaltung der religiösen Feier im l'aniilienkre*-e veranlagen. Dri I. Sifra Halachischer Midrasch zu Leviticus. Das. neueste Werk aus der Feder unseres Rabbiners Prof. Dr. Jacob Winterist. herausgegeben von der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums, soeben erschienen iJ6di«chcr Buchverlag Stefan Münz, Breslau IQ.lK, i'K.? Seilen)* -Das Wirk ist durch den jüdi«chen Buchhandel oder direkt heim Verl.ig zu beziehen. Eingegangene Bücher. Besprechung einzelner Werke bleibt vorbehalten. - 1.!'. a er. J i /. c.h;>k I" r i 1 /.. Galnt. Berlin, j. He sc hei. Abraham. Die ProphcHc. Krakau. [ ... liraet'X. Heinrich. Die Konstruktion der jüdischen tieschichte. Berlin. ,j. M endete Mocher Star im. Die Fahrten Benjamins des Dritten. Kine Erzählung. Schocken-Vejrlag. Berlin. «'. M a y b a u in . I g n a z. Neue Jugend und Alter Glaube. *• Berlin. ' ' <•. I' r ü - k a n e r . Wti I t e r. Iliob und wir. Schick«alsfrtigen und Gotlcsantwört. Berlin. -. I; 1 n tu e n'f e 1 d . Walter. Jugend als Konfliktsituation. Jugendpsychologie mit Berücksichtigung desjjüd. Kindes. Berlin. K Dnbnjw, tiimön. Weltgeschichte de* jüdischen K'olkes. In drei Bänden. 1. Bd. Berlin. •. I. .-» ti il s .h e r g e r . E ranz. Impressionismus und Ex|>re.«- r-ioni«miis. Eific Einführung in das Wesen der * Keuen Kun-t. Leipzig. 10. Cohn, Emil Bernhard. Legenden. München. 11. 'B < r 11 s t e i n . A r o n David. Manuel < iibbor. ^\ine Novelle. Schocken-Verlag. Berlin 1J a k o \y 1 e w . A I e x a n d c r. Der Mensch und die Steppe. Wien-Leipzig-Zürich. Gemeindebibliothek Der .Vachfrag zum Katalog unserer Bücherei, enthaltend du Neuerwerbungen von September 1936 bis Dezember ist soeben erschienen. Kr wird an Interessenten im Gemeindeamt gegen die geringe (iebühr von KM —.10 abgegeben; daselbst -ind auch noch die früheren Nachträge vom September jo.U> bzw. September 10.15 erhältlich. \ 11 s I e i h e stunden unverändert t Sonntag 11 —12.30 Uhr L Mittwoch _»o—22 Uhr Sonnabend 20—22 Uhr Das Lesezimmer (Jüdische Zeitschriften) ist geöffnet: Mittwoch und Sonnabend von 20—22 Uhr. Die Benutzung der Bibliothek .und des Lesezimmers ist kostenlos.. . . Rüstet zum Pennachfest Wir bringen ein Mahnwort des PreufiWhen Landesverbandes jüdischer (Gemeinden auszugsweise zum Abdruck, da* sehr nach, diückliche Beachtung verdient. Im Frühling beginnt Israel, sebnn im Monat Adar. das Pcssach-Fcst würdig unter Beobachtung «einer geheiligten, allen Bräuche zu rüste«. Diese treue Arl»eit findet in den Sedep- Abernten ihre Krönung: sie stellen unsere schönste religiös,- 1 titnilienreirr dar. die arm und reich. Verwandle und I-rnnde um den jüdischen Tiseh \t-reinigl und in Ccdankcn und CJebet Jahrtausende überbrückt. . . Wir richten auch in diesem Jahr an jede jüdische Familie die Bitte, l'cssach so zu feiern, wie es unsere Väter durch die Jahrhunderte hindurch stets begangen haben. Wir dehnen diesmal un-cre Bitte aus auf alle, die von uns gegangen sind, um eine neue Heimat;uif dem heiligen Boden Erez Jisraels oder sonstwo draußen in der weiten Welt zu finden. Ihr Juden alle, die Ihr einmal zu uns gehört habt, vergeßt auch draußen unser Pessach-Fest nicht, wenn auch mancher von Luch, von den Seinen getrennt, es mit bekümmerter Seele begehen mag. Seid unserer großen Vergangenheit würdig, fiiert PesMch, haltet den Seder, genießt-die- Mazzah, esset die bitteren Kräuter, singt das Hallel und bereitet den Becher für Elia, den Propheten! Wir wünschen wohl, zu jedem einzelnen der vielen Tausende draußen ein persönliches Wort sprechen zu können und sie zu 'bitten, an den Sederabenden ihrer alten Gemeinde in Liebe zu gedenken. Ich habe jüngst im westlichsten Lande Europas den Kreis derer besucht, deren Vorväter!vor Jahrhunderten von uns abgetrennt wurden. Die Marranen der Gegenwart haben bewiesen, daß das eine heilige Wort Adonaj ausgereicht hat. um ihre Herzen dem Judentum zu erhalten und sie zurückzuführen. Wer die große Freude persönlich mitempfinden durfte, als dort ein jüdisches Gotteshaus wieder errichtet wurde, dem ist in jenen Weihestunden die Gewißheit geworden, daß. wenn wir es wollen, kein Zweig am Stamme Israels verdorrt. Und weil dieser Wille auch in uns mächtig ist, halte ein jeder fest am Pessach, das in diesem Jahre am Freitag-Abend, den 15. April, seinen Anfang nimmt, und sammle jüdische Menschen zur Feier um sich und halte den Seder! Der Preußische Landesverband bittet Gemeinden. Verbände, Rabbiner und Lehrer, dafür Sorge zu tragen, daß möglichst kein Jude ohne Seck rfeier bleibe. (Iroß- und Mittelgemeinden mögen die Menschen der kleinen Gemeinden zu sich bitten, und wir werden, wie immer, bereit sein, jeden Erreichbaren zu stützen; helfen wollen wir, den Ruf der' H agaijn h wahr zu machen: ..Jeder Hungrige komme und esse, jeder Bedürftige komme und feiere mit uns Pessach". Vereinsnacfarichten Bar Kochba Dresden gegen Schild Dresden 6 : 1 (a : 1). Die ersten Mannschaften unserer beiden Vereine, leider nur selten gegeneinander antretend, standen in einem bis zur Pause offenen Kampfe. Schild sah, nachdem seinem Mittelstürmer E 1 s c in a n n als Ergebnis einer famosen Kombination des Halbrechten Kopf und des Linksaußen Biermann der Ausgleich gelungen war, Bar Kochba kurz vor der Halbzeit wieder in Führung. Während des ersten Drittels der zweiten Halbzeit war Schild mehrfach erneut dem Ausgleich nahe, bis Bar Bochba mit Routine 'und Durchstehvermögen noch zu einer Torserie kam, die der Rechtsaußen Hirschberger einleitete. Dann gab es eine Bombe des Mittelläufers Poldi IC h r 1 i c h. Der Mittelstürmer Rath schoß das 5. Tor und der Halbrechte Eckstein drückte, eine Verwirrung der sonst angriffstüchtigen, flinken Schildleute vor ihrem Tor nutzend, zum (>. Male ein. Der Eifer des Schiedsrichters Makkabi cl e L e v i e (Bonn) bürgte für einen fairen Verlauf des manchmal harten, aber spannenden Kampfes. g. j. Agudas Noschim e. V. Jüdische Frauenvereinigung zu Dresden. < ieschäftsstelle: Dresden-A., Große Brüdergasse 23. Wir geben hierdurch bekannt, daß den 1. Vorsitz an Stelle von Frau Klse Markus die bisherige Ehrenvorsitzende, Frau M. Langermann, wieder übernommen hat. / Hausangestellte jüd. für gepfl. Haushalt per sof. gesucht. Kochkenntnisse erw. Für grobe Arbeit Aufwartung vorhanden Gutes Gehalt. Meldung eibeten unt. Chiffre 1210 Gemeindeamt. Zeugbatustr. 3 Westendstr. 22, L mod. 4 1 { Zimmer' Wohnung mit Küche, Bad, Korridor (Warmwesser für Küche u. Bad) per I.Juli zu vermieten. Nfiheres: Kandel. Westendstr 22 Ruf 45637