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Jüdisches Gemeindeblatt Dresden · 1938-03-15 · 6 (15.3.1938) · p. Seite 2

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt Dresden
Volume
XIV (1938)
Issue
6 (15.3.1938)
Date
1938-03-15
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 GEMEINDEBLATT DERISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE DRESDEN Nr. 6/ 15.3.1938 Jüdischer Kulturbund Dresden Mitglied d. Reichsverbandes der Jüd. Kulturbünde i. Deutschland Büio: Zeaghauastr 1, II. ("werktäglich lO-t Uhr; jeueils&Tage vor eitler Veranstaltung auch nachmittags 6-7 UhrV . Ruf 18418 10. Abonnementveranstaltung 20,15 Uhr. Henriette-ScJiie-Saal Auf vielfachen Wunsch nach langer Pause wiedermal in Dresden: KARLCHEN" <k«i Ettiinger, Heiterer Abend aus eigenen Werken Eintrittspreise B: KM 2 SO, I 75 1 25, l 60. — lugend und _und griinr Ausweise RM 0 50_ „Ein Glas Wasser" IV. Theaterabend des Kulturbundes Scribe, als Librettist vor allem von Meyerbeer bevorzugt, gelangte zu Weltruf durch die Komödie „Ein Glas Wasser". Rund ein Jahrhundert geht das Stück über die Bühnen aller Kontinente. Von seiner Wirkung hat es bis heute wenig eingebüßt Das politische Geschehen zu Beginn des 18. Säkulums war bestimmt reichlich ernster, als es die Begebenheiten am Hofe der englichen Königin Anna twrj Scribes Komödie spielt, vermuten lassen. Im Mittelpunkt der Handlung steht die Herzogin von Marlborough, die in der vom Hamburger Kulturbund-Ensemble gebotenen Aufführung Jenny Ber nstein-Schaf f er darstellt. Die einzigartige Künstlerin, in Bewegung, Sprache, Klarheit des Ausdrucks vollendet, gibt die Herzogin als eine Frau, der man glaubt, daß sie nicht nur scharmant, sondern in der politischen Arena Europas eine gefürchtete Akteurin gewesen ist. V'iscount Bolinj.hoke, der Antipode der Herzogin, wird in Fritz Melchiors gediegener Gestaltung zur Persönlickeit von weltmännischem Format. Die Königin, nach geschichtlicher Ueberlieferung phlegmatisch, amüsierlustig, an Politik uninteressiert, entspricht in Ruth Manheimers Auffassung diesem Vorbild schon rein äußerlich nicht. Sie fesselt weit mehr durch eine naive, unbekümmerte Jugendlichkeit, die in der Herrscherin irgendwie den hilflosen, immerwährend bedrängten Menschen ahnen läßt. Die Bedeutung, die der Rolle der Abigail zukommt, weiß die Junge Ursula Lieblich, selbst wenn sie in entscheidenden Szenen mit ihrem Talent zurückhält, immerhin glaubhaft zu machen. Hans-Heinz Friede berg ist als Masham ein Offizier und Kavalier, der durch fesch vornehme Erscheinung und eigenwillige, feinpointierte Dialogführung für sich einnimmt. Regisseur Buxbaum, Bühnenbildner Condell und Kostümgestalterin Käte Fried heim, denen als Techniker Harry Blumenthal zur Seite steht, haben unter schwierigen Verhältnissen bewundernswerte Arbeit geleistet. Daher ist es erfreulich, daß die Aufführung, die allein schon durch Jenny Bernstein-Schaffer zum Ereignis wurde, den ungeteilten Beifall des fast ausverkauften Hauses fand. Georg Joachimsthal. Festobend des Hasdiomer Hazair Die Sonntag, den 27. März 20 Uhr im Schie-Saal stattfindende Bundesfeier des Haschomer Hazair bringt als Hauptdarbietung das mit Gesängen, Bewegungssprechchören und einem Erntekranz verbundene Theaterstück »Die Mutter". Die Ansprache hält Bundesführer Oskar M u ss i n g,er (Berl.). Alle üemeindemitglieder sind zu der Feier, die einen abwechslungsreichen Verlauf verspricht, herzlich eingeladen. Karten bei den Bundesmitgliedern u. an der Abendkasse. Bekanntmachungen Ein Film der Reirhsvertretung Auf einem durch eine Ansprache von Rabbiner Dr. Leo Baeck und durch kpnstierische Darbietungen umrahmten Empfangsabend der •Reichsvertretung der Juden in Deutschland fand am 15. Februar in Berlin die Uraufführung des im Auftrage der Reichsvertretung hergestellten Filmes: „Schaffender Wille, Juden werden Bauern und Handwerker" statt. Der Film bringt Bilder aus der Arbeit der Reichsvertretung auf dem Gebiete der landwirtschaftlichen und handwerklichen Berufsumschichtung und Berufsausbildung. Er verschafft der jüdischen Oeffentlichkeit, die über dieses wichtige Arbeitsgebiet bislang nur durch Rechenschaftsberichte und statistische Angaben unterrichtet ist, einen lebendigen Einblick in Dinge, die heute jeden Juden angehen. Der Film wird am Montag, den 4. April in Dresden gezeigt im Rahmen einer Kundgebung des „Zentralausschuß für Hilfe und Aufbau" (20,15-Uhr Henriette-Schie-SaaJ). Ich suche für Kapitalisten gesunde, größere geschäftliche, insbesond. . industrielle Unternehmen ERNST LANDSBERGER Hypotheken — Grundstücke — Kredite Ruf 14 063 Dresden -A., Waisenhaustraße 22 S. MATTERSDORFF ^ontMS„ „ ,, _ ., _ GEGRÜNDET P R i VAT B A N K H A U S 1 8 4 9 SEESTRASSE 14 RUF 25955 Hermann Haugk Nachf. MaffUyn Herren-Hüte - Herren-Moden Prager Straße 37 Herren-Wäsche Max Schweriner Feine ietxt WalUtraße 9 Herrenwäsche (Nähe Postpiatz) Ruf 11010 nach Maß SchreibmHSChinen wie Erika, Conti, Ideal.Olympia usw. 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