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Jüdisches Gemeindeblatt Dresden · 1937-12-13 · 25 (13.12.1937) · p. Seite 2

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt Dresden
Volume
XIII (1937)
Issue
25 (13.12.1937)
Date
1937-12-13
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite^ GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE DRESDEN Nr 25 / 22. 12. 37. Jfidisdies Lehrhons Nlotste Termine: Cand. ehem. Levl Rabbiner Dr. Wolf Frau Prof. Büttner (Einfühlung in die Chemie) 4. lanuar(Di) (Jüdische Geschichte 6 Januar(i>o (Jüdische Gebete) II. Januar (Di) Im Januar beginnen folgende Vorlesungen: Was bedeuten uns die Psalmen (Lehrer Steinhardt) 3 Abde. Einführung in die Weltliteratur (Dr. AliceApt) 6 Abende Ein T'nach - Thema (Rabb. Dr. Ochs, Leipzig) 4 Abende Die Einschreibung für diese Vorlesungsreihen muß schon jetzt erfolgen, da die Vorlesungen nur bei genügender Teilnehmerzahl abgehalten werden Sämtliche Vorlesungen des Jüdischen Le* rhauses beginnen ptlzise 20,15 Uhr und linden im Hclnrlch-Arnhold-Saal s'ait. — H^ternarten im flenieitideam' kreis. Zwangsweise ist Einsamkeit und Vereinsamung die Folge. Wir aber wollen nicht, daß sich Glaubensgenossen in unserer Mitte einsam und verlassen fühlen, seien sie Kranke, seien sie von ihren Lieben getrennt. Wir sind stolz darauf, daß es uns nicht an Männern und Frauen fehlt, die sich oft mit großer persönlicher Aufopferung in den Dienst werktätiger Nächstenliebe stellen. Diese Männer und Frauen, die in vorbildlicher Weise wirken, verdienen Gotteslohn. Sie mögen weiteste Kreise zur Nachahmung anspornen. Den Mitgliedern der beiden Vereine, Chewra Kadischa und Israelitischer Frauenverein, liegt es in erster Linie ob, Kranke zu besuchen. Wir sind überzeugt, daß es in unserer Gemeinde nie an Männern und Frauen fehlen wird, die mit Freuden bereit sind, sich zu solchen Liebesdiensten zur Verfügung zu stellen. Wo solche angezeigt erscheinen, genügt ein Anruf an die leitenden Personen der beiden Vereine, und es wird dann Sorge dafür getragen, daß berechtigte Wünsche weitgehendst Erfüllung finden. Alle aber, an die diese Worte gerichtet sind, werden sich gerne vereinigen zur Erfüllung heiliger Pflichten, werden wetteifern im Dienste werktätiger Nächstenliebe. Max Osterberg, Stuttgart. Unsere Sportvereine spielten für die JWH. Nachdem Schild Bar Kochba im Damenhandball mit 1:2 (0:1) einen knappen Sieg überlassen hatte, traten die ersten Fußba'lmannschaften an. Das von Schenker vorbildlich geleitete Spiel war bis in die 2 Halbzeit offen. Erst als die Makkabistürmer Gordonowitsch, Eckstein und Kleiner zeigten, daß durch schnelle Kombination selbst eine so starke Verteidigung, wie sie diesmal Schild mit dem im Tor aushelfenden Makkabij'ungmann Heinz Kleiner aufbot, zu erschüttern ist, war an der Niederlage Schilds nichts mehr zu ändern. Sie war indes, was das Ergebnis |0:3) 0:0) erhärtet, durchaus ehrenvoll. Die abwechslungsreichen Kämpfe fanden, trotzdem sie zugunsten unserer Winterhilfe ausgetragen wurden, im Beisein von knapp 80 zahlenden Besuchern statt, jüdischer Gemeinschaftsgeist sollte sich i erade bei solchem Anlaß so offenbaren, wie es seiner würdig ist. Dann braucht er das Urteil unserer Sportjugend, auf die wir stolz sein können, nicht zu scheuen. g j. Jüdischer Kulturbund Dresden Mitglied d. Reichsverbandes der Jüd. Kulturbünde i. Deutschland Büro: Zcughausstr. 1, II. (werktäglich 10-1 Uhr; jeweila b Tage vor einer Var- _ anstaltung auch nachmittags b-7 Uhr). Ruf IS 4 IS 6. Abonnement-Veranstaltung 20,15 Uhr. Henriette-Schie-Saal (nicht Trianon I) Lieder- und Arien-Abend ALEXANDER KIPNIS Am Flügel: Wolfgang Rose Arien v.Verdi (Requiem u. Don Carlos , Ottenbach (Hollmanns Erzählungen), Pnccini (Boheme), Smetana (Verkaulte Braut;, Lieder von Schubert nnd Ruhinatein. Russische Volkslieder. Einzelkarten RM 4.—. .1.26 , 2 60, 1 6o, J gend. 1.—- ~ Nur noch «eaiga Plätze verfügbar Bekanntmachungen Bekanntmachung betr. Ersatzwahlen zum Gemeinderat und Gemeindevorstand. Die Gemeindeverordneten Hermann Markus, Rechtsanwalt Dr. Friedrich Salzburg und Max Wieselmann habep anläßlich ihrer Auswanderung ihre Mandate niedergelegt; ebenso hat Herr Direktor Erich Schapira sein Amt als Mitglied des Gemeindevorstandes, zusammen mit seinem Mandat als Gemeinderatsmitglied, niedergelegt. Die durch einstimmige Beschlüsse des Gemeinderates vorgenommenen Ersatzwahlen hatten folgendes Ergebnis: Zu Gemeindeverordneten wurden gewählt die Herren Alfred Fischl Kurt Hirschel R.-A. Dr. Ludwig Katz und Adolf Zimmering. Das Gemeinderatsmitglied, Herr Rudolf Apt wurde zum Mitglied des Gemeindevorstandes gewählt. Die Wahlen gelten auf die Wahldauer des gegenwärtigen Gemeinderates, d. h. bis zum 31. Dezembes 1941. Dresden, den 16. Dezember 1937. Der Vorstand der Israelitischen Religionsgemeinde zu Dresden. Eine jüd. Privatkrankenschwester in Dresden Am I. 1. 1938 verlegt Schwester Biänka Schuster ihren Wohnsitz nach Dresden. Scnwester Bianka ist 1899 in Frankfurt a. M. geboren und seit einer Reihe von Jahren im Schwesternberuf tätig. Im Jahre 1930 legte sie in Köln-Nippes ihre staatliche Krankenpflegerinnen - Prüfung mit gutem Erfolge ab. Sie war sodann teils in Heimen, teils bei Ärzten und Privatpersonen im Berufe tätig und stützt sich auf gute Zeugnisse. Zuletzt wohnte Schwester Bianka im Israelitischen Schwesternheim in Nürnberg. Hier in Dresden wird Schwester Bianka, die Tages- und Nachtpflegen (bei mäßigen Sätzen) Ubernimmt, im Henriettenstift (Telefon Nr. 61 0 97) stets zu erreichen sein. Die Tätigkeit unserer altbewährten Gemeindeschwester Lea wird hiervon nicht berührt. JüJische Winterhilfe, Dresden IIIMIIIIIIIIIIIIIIIIHIIIIIIflllllllllHIIIIIIIIIIIIIIIMtllllllllflllllllllllflllllllllllfl Postscheck-Konto: Nr. 10288 (Israelitische Religionsgemeinde Dresden) Die 3. Rate der Monatsspenden ist überfällig. Im Namen von fast 850 Betreuten bitten wir ebenso herzlich wie dringend, die noch ausstehenden Ueberweisungen umgehend vorzunehmen, damit in der Belieferung der Notleidenden mit Kohlen, Lebensmitteln und Bekleidungsstücken keine Stockung eintreten muß. An alle Foto-Freunde! Es besteht die Absicht, eine Arbeitsgemeinschaft jüdischer Foto- Amateure ins Leben zu rufen. Ziel und Zweck dieser Arbeitsgemeinschaft ist, einen Kreis von fortgeschrittenen Amateur-Fotografen zusammenzufassen, um die Erfahrungen und Kenntnisse gegenseitig auszutauschen und zu vervollständigen. Es sollen ferner auch Kurse für Anfänger eingerichtet werden, die unter Leitung von fortgeschrittenen Amateuren durchgeführt werden. Die Aibeitsgemeinschaft wird auch von Zeit zu Zeit Foto-Wettbewerbe veranstalten, um auf diesem Wege sämtlichen jüdischen Amateuren Dfes&ns Gelegenheit za geben., an jtet Arbeit, der Gemeinschaft teilzunehmen. Es ist nur dann möglich, diese Arbeits-Gemeinschaft zu gründen, wenn genügend Interessenten dafür vorhanden sind. Wir bitten daher Foto-Amateure bzw. Anfänger, die sich beteiligen wollen, ihre Adresse möglichst umgehend dem Gemeindeamt bekanntzugeben. -» Personalien Trauung 26. Dezember 1937: Fräulein Maria Fanny Kleinberger, Brooklyn, N. J., U. S. A. mit Herrn Dr.-Ing. Stanislaus Neuding, Dresden, Steinstraße 2. Sterbefall 14. Dezember 1937: Herr Chaim Weinstein,Polierstr.20,65Jahre.

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