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Jüdisches Gemeindeblatt Dresden · 1937-11-01 · 22 (1.11.1937) · p. Seite 3

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt Dresden
Volume
XIII (1937)
Issue
22 (1.11.1937)
Date
1937-11-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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*r Nr. 22/15. II. 1937 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE DRESDEN -—-•--f- Seile 3 Jüdischer Kulturbund Dresden Mitglied d. Reichsverbandes der Jüd. Kulturbünde i. Deutschland Büio: Zcugliauistr 1,11. h - rV.t äglich IUI Uhr; jeweils 5 I aa.e vor einer Veranstaltung, auch nachmittag« 6-7 I hr) Ruf IN « IS 3. Abonne rent-Veranstaltung 20,15 Uhr. Henriette - Schie - Saal KONZERT Ruth Hennig, (Breslau) Mezzo-Sopran Paul Blumenfeld (Berlin) Violoncell mit der Jüdisch Instrumentalvereinigung Dresden (Leitung: Walter Goldmann) Werke v. Respighi, Monn-Schoenberg (Cellokonzert) Telemann, Alt-italienisch. Arien mit Streichorchester i; ntrilt»prcl«r B : KM 2 I 7'. : Jt»u u. nrünr Kail, n r.u. hlne Vorautiührunjr findet .im ^Inthen 'laue 17 XI.. rmchmlttafr* 3,15 I hr für ilie Betreuten unterer Winterhilfe Matt (Karten unentgeltlich in der \Vi>lilfahrii»tellet. Jüd. Winterhille Dresden — Seelische Winterhilfe — 21 Uhr Arnholdsaal und untere Räume nach der Kundgebung der Jewish Agency:' TEE-ABEND mit Unterhaltungsmusik der Kapelle Sonnenschein Fintritt: einschließl. Tee und Gebäck RM 1.10. Tisch- Bestellungen erbeten! Karten im Kulturbundbüro 4. Abonnement-Veranstaltung 20,15 Uhr. Trianon Gastspiel des Hamburger Kulturbund-Theaters AMCHA (DEIN VOLK) oder „Das große Los" Komödie in vier Akten von Scholem Alejchem Re^ie i Hans Bu\.t>anm Biihnenliih! I Heinz l'umlell Kostüme : Kate Friedheim / Musik: Oswald Behrens Technische Einrichtung: Harry Blumenthal Elntrittepretae A: RM 3.50, 3.-, 2 25 u I AO. Jugend und grüne Karlen RM 0.75 aemelndemitglieder mit geringem Monatseinkommen (unter RM 80.— brutto) können auf Antrag einen ermäßigten (grünen) Mitgliedsausweis des Kulturbundes erhalten, der zur Entnahme verbilligter Eintrittskarten berechtigt. t Die Bewilligung des Ermäßigungs-Ausweises hat die Prüfung des Antrages durch das Steuerbüro der Gemeinde zur Voraussetzung, die Ermächtigung hierzu ist dem Kulturbund bei Stellung des Antrags schriftlich zu erteilen. II. Kulturbund-Abend Rath Condell und Nelly Hindi tanzen Am Flügel: Werner Beer Die Darbietungen von Ruth Condell und Nelly Hiisch tragen durchaus persönliches Gepräge Die Künstlerinnen zeigen, ohne sich an klassische oder zeitnahe Stilarten zu halten, das Bestreben, ihre Tänze als volkskundlich reproduktive Darslellungen erstehen zu lassen. Dalür waren die „Südlichen Tänze", einerlei, ob sie einzeln oder gemeinsam geboten wurden, charakteristisch- Daß die zu dieser Folge gehörenden Tänze „Pastorale'' und „Farandole", gleich den Wiener Tänzen, schiitt- und bewegungstechnisch Wünsche offen ließ, ist nicht ausschlaggebend. Ent- Jüdischer Kulturbund Dresden ' nn Reichaverband der judischen Kulturbünde in Deutschland Ausstellung von Aquarellen Bruno Gimpel (Dresden) in den neuen Gemeinderäumen Zeughausstr. I, Untergeschoß ' Beilchtifung frei! scheidend bleibt die Klarheit im Ausdruck, die rein gefühlsmäßige, individuelle Gestaltung. Das beweist vor allem die Wirkung der phantastisch ulkigen Szene' „Seltsame Begegnung", die künstlerisch die „Tanzstunde" weil überragt. Mit feinem Sinn für exotische Farbigkeit begabt, können Ruth Condell und Nelly Hirsch die Tänze, die den Zauber ferner Welten ahnen lassen, als ihr eigentliches Element betrachten. So war „Trance", der Baiische Tanz zum Klang des Gamelang, einer Melodie vergleichbar, die vag der Sehnsucht einer nach Flieden verlangenden Seele zu künden weiß. Die beiden Künstlerinnen haben in Werner Baer einen Pianisten gewonnen, der nicht nur Beglt iter, sondern tanzmusikalischer Gestalter im edelsten Sinne des Wortes ist.'Fr bereicherte den Abend durch den vollendeten Vortrag prächtiger Klavierstücke von Bizet, Debussy, Ravel und Rachmaninolf. Georg jöadümsttmi : Drei gemütliche Standen verbrachten die Besucher des vom Jüdischen Kulturbund am 14. d. M. erstmals veranstalteten Tee-Abends. Bei Tee und vorzüglichem Gebäck sowie angenehmer Unterhaltungsmusik, gestellt von der jüdischen Künstlerkapelle Sonnenschein, saß ein sehr zahlreiches Faniilienpublikum in angeregter Unterhaltung, teilweise auch bei Bridge und Skat, an kleinen und grüßen Tischen zusammen. Daß die schönen, luftigen Räume des Arnholdbaues sich für eine derartige gesellige Veranstaltung eignen würden, war vorauszusehen. Daß aber d;e (durch eine Treppe mit dem Saal verbundenen) neuen üemeinderäume im Untergeschoß des Gemeindeanwesens, Zeughausstraße 1, einen so anheimelnden Rahmen abgeben würden, daß die Besucher bereits beim Betreten der Zimmer von einer gewissen Gemütlichkeit und Behaglichkeit umfangen waren, das war die vielgelobte Ueberraschung des Abends. Zur Erhöhung der Stimmung trug eine Ausstellung neuer Aquarelle unseres Dresdner Kunstmalers Gimpel bei, die ebenso wie eine—vor Chan ukkah besonders zeitgemäße — Scheu hübsclier, kunstgewerblicher Arbeiten sowie ein Raum mit interessanten Fotos besondere Beachtung fanden. Nächster Tee-Abend: Sonnabend, den 27. November 1917, abends 9 Uhr (nach der Kundgebung der Jewish Agency) vergleiche Kulturbund-Anzeige. Sonnabend, den 27. November 1937 spricht im Henriette-Schie-Sa al, Zeughausstraße 1 im Rahmen einer Kundgebung anläßlich des 20. Jahrestages der BalfOurdeklaration Dr. Michael Tra u b Berlin über: „Von der Balfourdeklaration zum Judenstaat" Beginn 20 Uhr Eintritt frei Musikalische Umrahmung. Ltg.: Walther Goldmann, Dresden Vorstand der Israelitischen Religionsgemeinde Ortskomitee Dresden der Jewish Agency Alfred Aron, Karl Bochner, Alfred Fischt, Dr. Walter Grün, Dr. Emil Hurwitz, Max Leiser, David Maezon, Dr. Arthur Rosenbaum, Erich Schapira, Hermann Schocken, Samuel Weiger, Rabb. Prof. Dr. Winter, Rabb. Dr. Albert Wolf.

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