Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 11 (1.6.1937)
- Date
- 1937-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 2 Oc mc t ■ e• 1 a 11 »er ^srartltt>qe« Kc 11 g t o ■ | < m < t ■ 11 Dr r « dem Nr. I l VOM GEMEINDERAT 3n der Sitzung vom 12. Mai wurden zunächst einige Gatzungsägderungen formeller Natur in zweiter Lesung erledigt. Hierauf wurde über die nach dem Wegfall der Bäume Morihstraße l b ausgetretenen Naumschwierigkeiten bei der Unterbringung des Gemeindegottesdienstes nach altem Vitus berichtet. (Oer Gottesdienst ist zunächst interimistisch im Henriette-Schie-Saal untergebracht worden). Diese wichtige Angelegenheit wird den Vorstand weiter beschäftigen. Bericht, und teilweise Aussprache, erfolgte über fragen der rituellen Fleischverforgung, über die Vorbereitung der Iugenderholungsstätte in porschendors sowie Angelegenheiten des Kulturbundes und des Jüdischen Lehrhaufes. Als wichtigsten Punkt brachte die Tagesordnung eine Äussprache über f>ik dringende Notwendigkeit des Erwerbs eines Grundstücks zum Zwecke der Einrichtung eines weiteren Altersheims. Neben dem Henriettenstift, das seiner Stiftungssahung gemäß als Mittelstandsheim zweckgebunden, auch durch Vormerkungen auf viele Jahre voll belegt ist, läßt die fortschreitende Überalterung der Gemeinde es unbedingt geboten erscheinen, ein zeitgemäß schlichtes Heim für unbemittelte alte Gemeindemitglieder zu schaffen. Heitere Kleinkunst. Siegfried Sonnenschein hat seine Tanzkapelle nunmehr noch durch einen tüchtigen Saxophonisten vervollständigt, und das angenehm klingende Ensemble — mit ihm selbst am Flügel und Herrn Meyer sen. als 1. Violinisten - wußte mit entsprechenden Potpourrie - Kompositionen gut zu unterhalten. (Nur sollte man sich hüten.-innerhalb eines solchen, der heiteren Muse angepaßlen Niveaus Andeutungen an uns besonders teure und heilige Motive zu bringen, etwa wie an das Kol < Nidre.) Unsere in Dresden mit Necht sehr beliebte Altistin Herta Mautner- Falk stellte ihre prächtige Stimme und ihren künstlerischen Vortrag in den Dienst einer Anzahl eingängiger „Schlager-Lieder", die zum Teil von Siegfried Sonnenschein im Stil der bekannten Film- und Tanzlieder komponiert waren. Wenn man tags zuvor Frau Mautner-Falk innerhalb des Gottesdienstes gehört hatte, wie sie einen neuen Barmizwah-Gesang (eine weihevolle Komposition für Gesang mit Orgel von Karl Meth, Dresden,) als Erstaufführung mit tiefer religiöser Empfindung vortrug, so muß man wirklich ihre Wandlungsfähigkeit beim Einfühlen in dieses ihr gewiß fremde Gebiet des Abends bewundern. Zwischen den einzelnen Nummern trat der Vielen schon von seinen früheren Gastspielen in der Dresdner „Negina" bekannte Berliner Eonferenrier Willy Maschke (früher William Berner) auf, der mit famosen Einfällen zu erheitern wußte. Ganz besonders geistreich und amüsant waren die Anspielungen auf die Schwierigkeit der modernen Iwrith > Aussprache, die unter unseren „aschkenasischen" Zuhörern viel Schmunzeln hervorriefen. Jüdisches Lehrhaus. Frau Or. Aschheim, Breslau, über „Das alte Testament in der Darstellung berühmter Maler und Bildhauer". Dieser zweite Dresdner Dortrag der Kunsthistorikerin war diesmal auch von einigen Klaffen der jüdischen Neligionsschule besucht, und es mag schwer gewesen sein, die wohl in erster Linie für Erwachsene berechneten Ausführungen dem kindlichen Verständnis abändernd anzupassen. Auch die Auswahl der den Vortrag gut illustrierenden Lichtbilder wäre dann vielleicht etwas anders ausgefallen. Immerhin dürften manche der Anwesenden durch die verständnisvollen Erläuterungen angeregt worden fein, sich die gezeigten Bilder von Lucas Eranach, van der Werff, van Bols, Palma Veccio, Nembrandt u. a. in der hiesigen Gemäldegalerie wieder einmal anzuschauen. Ij Schülerbücherei der Jüdischen Volksschule Neue ffusleihstunden nach den psingstferien für Kinder, die nicht die Jüdische Volksschule besuchen: vienstag von Ib bis. Ib" Uhr; außerdem jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat von 15 bis IL Uhr. Bode** Ist TceiUeit! Denken Sie daran, wenn unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter Sie um eine Spende~für Boden in Erez Israel bitten. Tausende junger Menschen warten auf Ansiedlungen in Erez Israel. Ihre Spende schafft die Grundlage rur die TceiUeii uMeeec Hittdee! S. MATTERSDORFF- GEGRÜNDET PRIVATBANKHAUS 18 4 9 SEESTRASSE 14 RUF 25955 Id« svdie laufend Gelder für Beteiligung in Industrie und Handel, zum Teil gegen hypothekarische Sicherheiten bei günstiger Verzinsung und angemessenem Gewinnanteil. Zusdiriften an Wirtschaftsberater Dr. Hans-Dietrich Pohly Dresden A 24, Semperstraße 4 — Fernsprecher 18 693 Hermann Haugk Nachf. SlÄreizyn i Herren - Hüte - Herren-Moden Prager Straße 37 Herren-Wäsche ■ ft >n Dresden befinden sich ca.5000 Juden, ■ ■ aber nur 1 Schreibmaschinengeschäft von Sally Mayer» Ulalpurgisltr. - Ruf iro« Erika, Conti, Ideal und andrere Systeme Rechenmaschinen - Farbbänder- Kohlepapiere an den heißen, hochrad. Thermen Bad Teplitz-Schönau bei Gicht, Rheuma, Ischia». Von der Reise zurück! Zahnarzt Dr, Artur Rosenbaum am Montag, den 7. Juni 1937 'Sprechzeiten: Wahrend der Sommermonate >/,? —1L Uhr und 15— 18 Chr Dr. Prinz zurück Dr. Charlotte Ziegler-Wolpe Bad Kudowa BaD Wildlingen S. R. Dr. Albert Kaafmann Jogimer- ' Stoffe in schöner Auswahl modern, gediegen, preiswert. Hetzt nur: lOschof rerstr. 16/181