Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 8 (15.4.1937)
- Date
- 1937-04-15
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 6 Temeiudeblatt der Israelitische» Religiontgemeinde Drelde» Nr. S I ■ 1 MJ. a. M B. H. M D. J O. E+OAERTNER&CO* Hamburg 1 Internationale Spedition Götertrantport-Umzüge nach Europa u Übersee Burchardstr. 24 zu festen Sülzen von Haus zu Haus — Sammet- _ verkehr nach Pallsüna. Femruf 33160b, Vertmgsspedlteure des Palästina-Auitos I da dieser Messias von allen Völkern anerkannt würde. Nach dem furchbaren Zusammenbruch der falschen melsianischen Hoffnungen seien dann als Auswege die Emanzipations-Bewegung und der Chassidismus gekommen. Letzterer vermochte es, im Osten in der Welt des inneren jüdischen Lebens Freude, Schönheit, Lebensglauben aufzurichten und die Erlösungshoffnung nach innen zu retten. Fm Westen wirkte nach außen die Emanzipation, die ver suchte, einen sicheren modemen Menschen aus dem Zuden zu machen Daß diese Legitimation von außen doch nicht die letzte Sicherheit verbürgt, zeigt seit 1933 unsere Situation. Oer statische 75t griff »Diaspora* (Zerstreuung) ist wieder mehr der dynamischen Formuliemng »Galuth* (Vertreibung) gewichen. Bevor derNedner auf die aktuellsten Fragen der heutigen Palästina Politik einging, streifte er mit einigen scharfen Ausfällen einen gewissen jüdischen Menschentyp, den er den »L'hachliß-Zuden* nannte, und der mit einer Art Selbsthaß allen idealistischen Aufschwung und Äegeisterungsfähigkeit mit seinem unsichermochenden Übelreden zu entkräften sucht. Was die Übersee-Auswanderung anbetrifft, so werde die Übersiedlung besonders mittlerer Schichten durchaus nicht als Konkurrenz für Palästina empfunden; aber man solle immer auf eine Lösung bedacht sein, wobei das jüdische Äolk nicht zugrunde geht, d. h. man sollte möglichst kollektiv siedeln mit jüdischen Grundlagen, sonst gehen die Einzelnen verloren. Wirkliche Sicherheit erblickt Or. Nußbaum nur im Boden. Welch eine "Gelegenheit habep wir jetzt, wiederum eine sehr große Fläche Boden in Palästina zu erwerben und zwar im Galil, der dann ebenso wie das Emek Platz und Boden für emeute große Einwanderung bieten wird! Für die Erwerbung dieses Bodens wird die pessach- Aktion des Keren Kajemeth mit feinen Sammlungen (die hoffentlich auch noch in den kommenden Wochen überall gute Erfolge haben werden) eingesetzt. Or. Nvßbaum entwickelte ein interessantes Bild jener Ersohgüter, die sich der Jude nach seiner Vertreibung vom eigenen Boden als Surrogate geschaffen hatte: die Wirtschaft, mit der er früher als -Vertreter des Welthandels eine große Lücke bei den Völkern ausfüllte, mit seinem Ghetto, durch bas er gleichsam seinen Boden und seinen Teppich unter den Füßen fühlte, und in der Neligions-Übung, wo er gleichsam die Vorstellung festhielt, als ob Zion noch stünde und er z. B. Tau und Negen für sein Land, für seinen Boden erflehe. - Oie jüdische Renaissance der letzten Zeit erweist, daß in dem heutigen Alijah-Zungen und dem vor Z000 Zähren dasselbe Gefühl und derselbe Wunsch leben. Wie die Fackelschwinger auf dem Ölberg in Zerusalem zu Esras Zeiten das Licht von Hügel zu Hügel Weitergaben, bis es auch die Zuben in der Fremde in Babylonien sahen, so ist es auch heute noch Aufgabe der Aufklärung, immer wieder auf die Be deutung des Bodens für unseren jüdischen Aufbau hinzuweisen. B Vereinsnachnchien Oer Sportbetrieb der Sportvereine Bar Kochba und Schild ruht bis auf weiteres. Billige Kuren an den heißen, hochrad. Thermen Bad Teplitz-Schönau bei Qicht, Rheuma, Ischias. Auskunft: Städtische oder Clarysche Kurdirektion. PELZ¬ KONSERVIERUNG j Abholung kostenlos! | Fernruf II 764 | PELZ - WEITZNER I StruvestreBe 10 I Es ist Pflicht, die Inserenten des Gemeindeblattes zu berücksichtigen Kontoristin perfekt in Stenographie und Schreibaiasch., Kenntnisse in französisch, n. englischer Sprache erwünscht, bewandert in Bschbaltnng. znverlisslge Kraft gesackt. Meid, mit Zeugnisabschriften erbeten unter Chiffre 950 an die Expedition des Oemeindeblatfes Zengbansstrafte 5. MMlim jir die Zeit oom 18. April Ms 1. Mai 1987 u cc 2 c 4» .C U o cs Z! 1 L>- O. •<* < So 18 7 Mo. 19 8 Di 20 9 Mi 121 10 Do. 22 II I-h Fr. 23 12 Sa. 24 13 So 2ö 14 Mo. 2b 15 Di ~27 10 Mi. 28 17 Do 29 18 Fr. 30 19 -Ie Sa. 20 £. . fc u?1?!- O «a £ 2 K 7» 7*> 7» —1- 7 7» 7 7» 7 7 »! 6* 9 7**8» 7». 7 7*> 7 730 7 7» 7 7», 7 73u b« 9 730 8« Ansprache in der Synagoge Acbra Maus K*dauscbim Haft. Amos 97—»» Schriftei kl. Spr.d.V.3 L^g Boaumer Ansprache io der Synagoge Emaur Haft. Jechesk. 44»»—« Schrifterki. Spr. d V. 4 Iller Silos m X ■Z L 2it ■ o O IW---S .c iss; c <% fiw, £ gw 70s §06 ) 17» 8» 43-17*' 8“ ^^®T!ren3gSo33!5!n^T!em3n5egötte#3!ens^!cniIennümI^!S3Ss^ Jescborun“, MoritzatraAe 1b, I. — Ansprache Die gebotene Zeit des Ucbtanzündens liegt jeweils 16 Minuten vor Beginn des Freitagabendgottesdienste» beim Gottesdienst nach altem Ritus. JÜDISCHES LEHRHAUS NÄCHSTE TERMINE! Jüdische Geschichte im Rahmen der Weltgeschichte (Dr. Wolf) Dienstag, 27. April 1937. Jüdische Liturgie (Büttner)' Donnerstag, den 22. April 1937. Soziologie der Juden um die Jahrhundertwende (Dr. Apt). Donnerstag, den 15. April 1937. Photographischer Kursus theoretisch und praktisch an 8 Abenden bzw. Sonntagen (für Außenaufnahmen). Anschließend: 4 Abende Sonderkurs: Das Lichtbild in der Reklame“ (Gertrud Neumann). Beginn: Montag, den 10. Mai im Jugendheim (Zeughausstraße 1, Erdg.). Teilnehmergebühr einschl. 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