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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1937-03-15 · 6 (15.3.1937) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
13 (1937)
Issue
6 (15.3.1937)
Date
1937-03-15
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Gemeilldeblatl der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden Amtliches Organ des Gemeindevorstandes MitteilllWSbllitt des SächWeii MMWii kemeindeondoiide; Verantwortliche Schriftleitung: Le» Anfchel, Oreoben r Verlag: Israelitische Sleligionsgrmeinbe Oresden-A. l, Jeughausstraße 3 / Ruf 14051 und 17887 / / Verantwortlich für den Inseratenteil: Iac. Sternlicht, Oresden-A. 24, Altenzeller Straße 34 / Fernruf Nr. 48029 / Annahmestelle für Inserate ebenda / Oie 4mal gespaltene 48«mm»Zeile kostet 22 Pfennig, laufend Rabatt / Druck: A. Gruhnert, Oresben-A. l, Ämmonstr. dl XIII. Zahrg. Dresden, den 15. März 1937 Rümmer 6 jüdische uuinterhilfe ~jfüdifcffe QDinterffilfe (Semcindemitglieder, ‘Jir menint) ab ev / - iVieQfübifcf)e QCÖintertplfe befdf ließt mit dem 3). Qftärj ihre C.Tätigkeit. (3emde im Qllouat QTTärj werden durcf) das GJJeffacfy-'Jeft nod) einmal große Anforderungen an uns geftellt. QVir bitten bestfalb, uns die noSetwa aus fiel) enden Spenden für. die vergangenen Qüonate fomie für Qttonat QTTärj 193? möglich ft bis fnm 22. ds. QTlts. einjufenden, damit die (Bewähr gegeben ift, nuferen faft 850 betreuten jum GfJeffadf-'Jefte ausreichende Jfilfe yuteil werden fu laffen. (Semeinbemitgliebev tut (£uve Gpflidjt? VIER VON UNI Lin Geber soll fröhlich sein. Ein Geber ist keine todernste Sache, bei der man stumm und dumm um den Tisch herumsitzt und gelegentlich einmal in der Haggadah ein paar Seiten vorausblättert, um zu sehen, wie weit es noch bis zum Schulchan Aruch (»gedeckter Tisch" — Mahlzeit) ist. Rah und vertraut und durchaus im Leben der Stunde muß ein rechter Geber sein, als wären wir selbst mit hinaus gezogen, als wären die Wunder der Äefreiung nur uns zuliebe geschehen. W t r sind die Menschen, die zum Sinai gerufen wurden. Wir sind es aber auch, die an den Wassern von Mera und Meriba sich gegen den Weg und das Ziel auflehnten. - Und. wenn die Stelle in. der Haggadah kommt, an der von den »vier Söhnen" die Rede ist? Vier von u n S! Es geht nicht an, daß wir nur den »Ehacham", den Wohlgeratenen und Klugen, als den uns Gerechten anschauen möchten. Wir kennen auch die anderen, kennen sie Jn uns und um uns, und der eine, »der nicht zu fragen versteht", ist nicht der Schlechtest« unter ihnen. //CHACHAM" Ein Wohlgeratener und ein Kluger weiß sich unbeirrt zurechtzufinden. Er kennt die »Satzungen und Gebräuche", so ist er nie heimatlos, unter den Rahen nicht und unter den Fremden nicht. Er ist nie ein Einzelner und immer getragen von den starken Wogen jenes mächtigen Stroms, der in einer Wundernacht aus' kräftigen Quellen zum ersten Mal in sein eigenes breites Äett hineinrauschte. Er ist nie hoffnungslos, denn er weiß in sich selbst von dem Wehflagen und den Hoffnungen der Väter. Er ist nie ohne Geduld, denn er erfährt in sich, wie sie es erfuhren, die Krast des Wartens und das Glück der langsamen Reife. Er ist einer von den »Söhnen", er ist Sohn der Geschlechter vor ihm, Sohn Israels, und wenn er seinen Ramen nennt, so kennt er sich als »Sohn" eines Menschen. Und ist nicht einfach da, und irgendeiner, und keiner neben ihm oder vor ihm. Er trägt den Gohnesnamen durch die Gegenwart und hofft auf die Zukunft seiner eigenen Söhne. »Was bedeutet uns -" beginnt seine Frage. Aber er nennt Den, der die Satzungen und Rechtsordnungen gab, nicht auch anspruchsvoll mit diesem »Unser". Er sagt nicht »unser Gott", er sagt »euer Gott". Denn erst dadurch, daß Lr der Gott derer vor ihm war, wird er der seine und sein herrliches Erbe. „RASCHA" Man kann dies »Euer" und »Euch" auch anders sagen. Mit diesem »Euer" und »Euch" zieht sich ein Mensch aus alledem heraus, was anderes meint und mehr als ihn und sein bißchen

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