Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 5 (1.3.1937)
- Date
- 1937-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Sette 6 Gemeindeblatt der Israelitischen NeligionKgemeiade Dresden Nr. Hermann Haugk Nachf. KÄeizyn Herren-Hüte - Herren-Moden Prager Straße 37 Herren-Wäsche tini, der darin seine kraftvolle und edele Natur ausspricht. Tartini verlangt zudem die volle Beherrschung der „hohen Schule" des Violinspiels, ^besonders eine vollendete Kunst der Bogenführung, und es ist ein hohes Lob für Heinz Meyer, daß er sich hier mustergültig bewährte. Das ungewöhnlich früh entwickelte starke Talent des einheimischen jungen Geigers — Heinz Meyer ist erst 13)4 Jahre alt — haben wir mit freudiger Anteilnahme in den letzten Jahren reifen sehen und bei jedem Auftreten sein ernst gerichtetes und sehr eindrucksvolles Musizieren bestätigen können. (In diesem Winter hörten wir bereits die Polonaise von Wieniawski und La Capricciosa von Ries höchst virtuos von ihm vorgetragen und die Beethoven-Romanzen mit großem Ausdrucks Nun konnte er in dem anspruchsvollen v-Moll- Konzert von Tartini mit den Cadenzcn von Emilio Pente in sicherem Zusammcnspiel mit dem begleitenden Orchester seinen edel entwickelten Geigenton mit dem unaufdringlichen schönen Vibrato zeigen, sowie seine stilvolle Phrasierung. Seine vollkommen reine Intonation selbst in schwierigsten Lagen verdient besondere Hervorhebung, Uber dem Gauzen aber lag eine so recht musikalische persönliche Auffasiung, daß das Publikum höchst gefesselt folgte und mit berechtigtem stärksten Beifall dankte. Man wünscht dem jungen Künstler, daß er nunmehr auch bald über Dresden hinaus im künstlerischen jüdischen Leben seinen Weg finden möge! In der Pause sprach Herr Rabbiner Tr. Wolf warmherzige Worte des Tankes für die Künstler — den Kapellmeister, die Solisten und die Mitglieder des Orchesters —, denen et_ba§ große Orchester des Winterhilfswerkcs vergleichsweise an die Seite stellte, in welchem auch die Menschen mit ihrer ganzen Seele nach ihrem Können geben so gut cs geht. Wie es im Orchester neben dem Kapellmeister und den Solisten auch zweite Geigen geben müsse, so seien auch die Helfer an nicht hervorstechender Stelle wichtige Mitarbeiter. Es dürfe keine Sonderlinge mehr geben, wenn es gilt, die gemeinsame Rot zu überwinden. Wenn jeder im Winterhilfsiverk seine Pflicht getan, vielleicht sei uns ein neuer Frühling dann beschiedcn.... ^E. B. Heiieres Konzeri im Jüdisches Kulturbund Dresden Bella Erdocs.Herzfeld wird von einem großen Dresdner Kreise anspruchsvoller Freunde der heiteren Muse stets besonders freudig erwartet. Auch diesmal erfüllten ihre musikalischen l'-laben alle vielseitigen Wünsche: denn die scharmante Sängerin bat sowohl in der Ausbildung ihres schön gefärbten Soprans wie in der feinen Turcharbcitung ihres Vortrags gegenüber ihrem letzten erfolgreichen Tresdner Auftreten in nichts nachgelassen. So sang sie wieder „Volkslieder ans aller Welt", bewundernswert in zehn Originalsprachen und gab dann noch eines in Iwrith zu. Tabci verstand sie den Charakter der einzelnen Volkstcmperamente bald übermütig, bald grotesk, bald melancholisch und sentimental, ba'd rassig-keck zum Ausdruck zu bringen. Natürlich fanden auch die modernen Schlager im zweiten Teil hier in Trcsdcn den gebührenden Anteil an ihrem „Wclterfolg" und wurden lebhaft da capo verlangt. Kapellmeister Walter Goldmann hatte sich bei den Begleitungen mit großer Anpassungsfähigkeit in alle die rasch wechselnden Stimmungen eingclebt und war an dem großen Erfolge stark mitbeteiligt. An zwei Flügeln füllte er sodann zusammen mit Siegfried Sonnenschein das übrige Konzert aus: von Johann Strauß konnte man den „Frühlingsstimmenwalzer" und eine Paraphrase über den „Schatzwalzer" aus dem Zigeunerbaron mit ihrer eingängigen Melodienfülle hören, und die Walzer- Episoden aus dem „Rosenkavalier" von Rich. Strauß erregten "mit Recht in der farbigen Wiedergabe Entzücken. Besonders stark aber wirkte Franz Liszt's II. Ungarische Rhapsodie, die von Walter Goldman» und Siegfried Sonnenschein mit Verve und großem technischen Können wiedergegeben wurde. E.B. Vereinsnachrichien - Seit mehreren Jahren hat die im Jahre 1750 gegründete Israelitisch« Krankenverpflegungs-Gesellschaft zu Dresden e. B keine Jahresberichte ausgegeben. Ta zu der statutengemäß aller 5 Jahre stattfindcnden Generalversammlung erfahrungsgemäß nur ganz wenige Mitglieder' erscheinen, wollen wir, um unsere Mitglieder über die Lage und Tätigkeit unseres Vereins zu unterrichten, wenigstens diesen kurzen Bericht veröffentlichen: Ter Verein soll Männer und Knaben in Krankheitsfällen unterstützen, wenn sie nicht in der Lage sind, ärztliche Behandlung und Arzneien aus eigenen Mitteln zu bezahlen. Er hat alsoIüeselbe Aufgabe für männliche Gemeindemitglieder, welche der israelitische Frauenverein für die weiblichen Gemeindemitglicdcr übernimmt. — Ter Verein bemüht sich in Zusammenarbeit mit der Wohlfahrtsstelle der Gemeinde diesen Verpflichtungen nachzukommen, kann dies aber nur im Rahmen der ihm zur Verfügung stehenden Einnahmen. Dieselben bestehen aus Zinsen, Mitgliedsbciträgen und Spenden und betrugen im Iahre 1936 TlM 2471,41 zuzüglich RM 243 im Iahre 1936 letztmalig gezahlter Wohlfahrtsrcnte, die bestimmungsgemäß mindestens zur Hälfte anzulegen ist. An Unterstützungen wurden im Jahre 1936 RM. 2675.28 ausgezahlt, wobei viele Wünsche unerfüllt bleiben mußten, da die Einnahmen von Jahr zu Jahr zurückgehen. Notwendige Hilfe in Krankheitsfällen ist eine der vornehmsten Pflichten jedes Juden. Wir bitten auch Sie, sich dieser selbstverständlichen Menschonpflicht nicht zu entziehen und Mitglied unseres seit 187 Jahren bestehenden Vereins zu werden. Ter Mindestbeitrag beträgt nur RM. 6.— im Jahr, also 50 Pf. pro Monat, und wenn Sie bedenken, daß der Verein durch rasches Eingreifen Menschenleben rettet, werden Sie es sich zur Pflkcht machen und zur Ehre anrechnen, Mitglied unseres Vereins zu werden. Anmeldungen nehmen die Vorstandsmitglieder entgegen. Israelitische. Krankenverpflegungs-Gesellschaft zu Dresden Bikkur Chaulim. Ter Vorstand: Tr. Max Eger, Max Lesser, Samuel Weiger. I. T. S. B. Bar Kochba. Unsere 1. Große Boxveranstaltuug konnte leider aus technischen Gründen am 28. ds. Mts. nicht stattsinden und ist nunmehr auf Sonntag, den 7. März 1937, verlegt worden. Die Veranstaltung findet in unserem .Heim, Galcriestraße 3, ITT, statt. Tie Kämpfe beginnen um 20 Uhr. Auswärtige Gegner aus Berlin, Leipzig und Chemnitz werden am Start sein. Umrahmt wird dieser Atzend von einem Schaufechtkampf sowie Jiu-Jitsu- Vorführungen. Unsere Tamcn-Gymnastikabteilung (.Hausfrauenkursus) hat. unter der Leitung von Frau Wchel jeden Dienstag abends von —!48 Uhr in unserem Turnraum Galcricstr. 3, ITC ihr Training wieder ausgenommen. Es werden,Anmeldungen für diesen Kursus am Trainingsabend noch entgegengenommen. Wegen Uberfüllung an verschiedenen Trainingstagen haben wir nunmehr noch jeden Mittwoch nachmittags von 4—)46 Uhr in der Turnhalle, Georgplatz 4, für Knaben und Mädchen im Alter von 6—10 Jahren eine Trainingsgelegenheit eingerichtet. Auswanderer taea *at, weaa sic efae Koffer.Scbrdbmaschlae wie: Erika. Torpedo, Caali »der derfldchea adtaehmea. a—Zurückbleibende i dae Mrs oder RcIsc.Scbrdbaiascblae aea «der gebraaebt (Odessabdtskiafe) fflasdg bei S al ly Mayer, Lttttlcbanstiaase I. Ferarnf 11041