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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1937-02-10 · 4 (10.2.1937) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
13 (1937)
Issue
4 (10.2.1937)
Date
1937-02-10
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Sette 6 Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden Nr. 4 E* GAERTNER & <Q. SWS: Hambur? 1 Internationale Spedition * _ GOtertransport-UfnsQffe nach Europa u 0berge« Bltrchardstr. 24 zu fetten Sitzen von Haus «u Haus — Saminel _ _ 4 _ verkehr nach Palästina. Fernruf 331608 Vertrat sspedlteoredesPallstlna-Asitee der daran zu Grunde gehenden Krankenschwester gehabt hat. Man ist selbst überrascht, denn die letzte Begebenheit im Zimmer des Arztes war fast zu fein angedeutet so wie mit Punkten am Schlüsse eines verklingenden Bomankapitels .... Kurz, die Linie des guten Geschmackes und der hohen ethischen Absichten war durchweg gewahrt. Krankenhausleben in 8 Bildern! Eine bunte Welt eng zusammengedrängter Menschen und Ereignisse. Dabei kann man nicht sagen- »Wie sich die Bilder gleichen". So sehr ist für Abwechstung gesorgt, daß die heiteren Szenen uns den Genuß der stimmungsschweren ernsten Momente, die uns so in Bann schlagen, eigentlich stören. Ergraute Ärzte und junge Semester stehen sich gegenüber. Solche, die ihren Beruf leicht nehmen, andere, die schwer an ihm tragen. Schwestern, Patienten und deren Angehörige, schließlich neben all diesen gut gezeichneten Typen die Outsiderfigur der schon erwähnten reichen, aber egoistischen Braut, die erst dann Verständnis für die Schwere des Arztberufes aufzubn'ngen beginnt, als das Schicksal beiden harte Lektionen erteilt hat. Bor allem ist es aber der ruhende Pol des ganzen so erregenden Betn'ebes in der Person des strengen und doch so menschlichen Ehefarztes selbst, dem der Autorseine innersten Bekenntnisse über ärztliches Opfertum und damit sehr schöne Sentenzen in den Mund gelegt hat. Eine herrliche Gestalt. Oie Wiedergabe ist in allen Teilen eine dankbare Aufgabe, und Or. Burbaum, der richtige Milieustudien getrieben zu haben scheint, ist ja mit der Inszenierung schon viel gereist und hat vor allem in Berlin als Gastregisseur des Stückes Lorbeeren geemtet. An eine gewisse szenische Primitivität hier z. B. in der Bibliothek; die von sehr bescheidenem Formate war, müssen wir uns gewöhnen, die Situationen sprechen aber meist für sich, und die Illusion der Krankenhausatmosphäre - das, worauf es ankommt, - war da. Julius Kobler als Ehefarzt stand darin mit einer.an sein früheres Wirken erinnernden Glanzleistung. Melchior, überzeugend innerlich als sein Assistenzarzt, konnte wieder seine groß« Verwendbarkeit erweisen. Oie sich so tragisch verliebende Schwester Marie Luise Bruchs bestach wieder durch Anmut und Verhaltenheit ihrer Gefühle, während man sich mit Lotte Oppenheimers unsympathischer Braut erst am Schlüsse mehr befreunden konnte. Von den »Ooppelro'lern" sei Schindler als Or. Levine erwähnt - die Existenz dieses jüdischen Armenarztes mit kranker Frau eine Geschichte für sich. Oer Beifall war wohl durch die Schwere der Geschehnisse und durch dadurch ausgelöste Ergriffenheit gedämpft. Und man stellt gern fest, daß es Kingsley gelungen ist, nicht bloß Menschen »in Weiß" zu schildem: Engelgesialten oder Idealbilder, deren es in Wirklichkeit kaum gibt, denn der Arzt ist ja letzten Endes »auch nur ein Mensch", sondern eben Ärzte mit ihren Schwächen, und daß deren Zusammenprall mit den Äerufspstichten Konflifte von sonst nicht vorhandener Schwere zeitigen kann. Sin Beispiel hierfür die Szene, wo der jüngere Arzt dem älteren Kollegen, der aus Prestigegründen die falsche Behandlung fortsetzt, die Epn'he aus der Hand schlägt und so das Leben eines Kindes rettet. Unwahrscheinlich vielleicht, aber als Geste groß und schön und bestimmt ein Moment, der einem mit dem Stück und in ihm in besonderer Erinnerung bleiben wird. Amtliche Bekanntmachungen Gründungstag der Israelitischen Beerdigungs-Brüderschast o. d. Jsraclitifthen Krankenverpsteguagsgesellstyast 7. Bdar Donnerstag, den 18. Februar 1937, 1 6 3 0 U t> r Bundgang auf dem Friedhof, Trinltatisstraße 3, unter Führung des Herrn Babbiners Or. Wolf, anschließend in der Synagoge: Nachmittags-Gottesdienst mit Lehrvortrag. Um allgemeine zahlreiche Beteiligung bitten: Oer Dorfland der Beerdigungsbrüderfchaft Krankenverpflegungsgefcllfchaft Zur Gärtnereiausbildung nimmt die Friedhofsgärtnerei "npch ejnen jungen Menschen von 14 - iS Jahren an. Meldungen mrckne Israel. Beligionsgemeinde zu Dresden, Zeughaussiraße 3. Konsum»Margarine Oer Kreis der zum Bezüge von Konsum-Margarine Berechttgten ist ausgedehnt worden auf Personen, deren Lohn und sonstiges Einkommen sich in der Nähe des doppelten Richtsatzes der öffentlichen Fürsorge hält. Familien mit 2-3 Kindern sind hierbei bevorzugt zu berücksichttgen. Darüber hinaus werden für Unbemittelte Beichsverbilligungsscheine für Speisefette ausgegeben, durch die eine weitere Verbilligung eintritt. Antragsformulare sind bei den Wohlfahrtspolizeiämtern, bzw. Fürsorge-Kressstellen erhältlich. Ifraelittsche Beligtonsgemeinde zu Dresden Wohlfahrtsstelle. Steuervorauszahlung 1937 In diesen Tagen werden die Gemeindefieuer-Dorauszahlungsbescheide 1957 zugestellt. Als Termin wurden der 25. Februar und der 15. Juli festgesetzt. An diesen Terminen sind je 40 °/„ der vorjährigen Gemeindesteuer zu entn'chten. Oie Zustellung der endgültigen Festsetzungsbescheide der Gemeindesteuer 1937 auf Grund der Beichseinkommensteuer 1936 erfolgt im Herbst. Wir bitten alle Gemeindemitglieder herzlich und dringend, die Termine genau einzuhalten. Dresden, den 8. Februar 1937. Der Vorstand der Ifraelittsche« Beligionsgemeinde zu Dresden , Meißen Oie in Meißen wohnhaften Gemeindemitglieder werden darauf aufmerksam gemacht, daß Herr Kurt Loewenthal, Elbstraße S, Bücher der Gemeindebibliothek zur unentgeltlichen Entnahme jederzeit bereit hält. _ Sprechstunde des Herrn Landgerichtsdireftor i. B. Or. Wachtel vom Hilfsverein jeden dritten Mittwoch im Monat. Nächste Sprechstunde 17. 2.1937 ab 9 Uhr Zeughausstr. 3. Erdg. Notenpulte erbittet die Jüdische Instrumentalgemeinschast. Kleiderständer erbittet das Jüdische Lehrhaüs. Freundliche Zuschriften an das Gemeindeamt, die Gegenstände werden geme abgehoft. Vom I. März 1936 wohne ich Münchner Straße 10, I. Durch Ruf Nr. 40 510 persönlich erreichbar früh bis 9,15 Uhr, mittags 12 Uhr und von 3 Uhr ab. Max Levi, Vertreter der Kohlenfirma J. Reinhold. Auswanderer — taea f»t, wcaa sie dae Kaffer-Sckrdkinaickine wie: Erika, Torfe««, Coati «Itr «erxldckea mltnekmea. 4 Zurückbleibende iska eise Mrs» oder Reise-Schreibmaschine neu ader {'braucht (GeJefen hcttsklsf«) |fiasti{ htl S sl ly Meyer, Lfcttlcbaustiasse l. Fernruf 12 054« Kür Barmizwoh-Knaben werden Talessim und Tefillin erbeten, wovon sich gewiß in manchen Haushaltungen überzählige Stücke finden. Wegen Platzmangel müssen die Berichte über die Gemeinderatsfihung sowie einen Kulturabend bis zur nächsten Nummer zurückgefiellt werden.'

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