Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 23 (15.12.1936)
- Date
- 1936-12-15
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/4892693-5739433-5770210--2586-4895118- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seit« 6 SemeinbeHait der Israelitische» Ueligionlfltrot tnBc Dresden w. 23 Jübrfcke TBßintevbiife Dre»i»e« Postscheck-Konto: Nr. 10288 (Israelitische Jleligionsgemeinde ©re<6enl Auswanderer #■ ■ül taea (Dt, weaa lic eia« Kefler-Scbreibauacbiac wie: Erika, Teryede, Caatl «der dergleicbea aiitaefeaiea. Zurückbleibende Qelea eiae Bür»- oder RcUe-Scbrdbnatcblae nee Mer gebraacbt (Oelefeabeinklafe) (Hastig bei Salljr Mayer, Ltttllchaastraase I. Pararuf IJOM. Es wird -nagend gebeten, rückständige Monatsbeiträge and gezeichnete Spenden baldigst zu überweisen. mmc Mlfe vricht JMifchc not ■JHPIICHE WINTERHILFE Kandgebung der Zewish Agency Ortskomitee Dresden Unsere überfüllte Synagoge zeigte das lebhafte Interesse der gesamtm Gemeinde für die große gegenwärtige Aktion der Festigung und Sicherung des Aufbauwerkes in Palästina »Mifal Bizzaron und Bitachon* und des Keren Hajeffod. prominente Persönlichkeiten aus allen Weltanschauungslagern unserer Gemeinde (Aron, Bochner, Fifchl, Or. Grün, besser, Maerzon, Or. Bosenbaum, Schapira, Schocken, Weiger, Babb. Prof. Or. Winter, Babb. Or. Wolf) haben sich an die Spitze gestellt, - und wer wollte abseits stehen, wenn es heißt: di« während der Unruhen entstandenen Schäden wieder zu beseitigen, die Verteidigung und die wirtschaftlichen Stellungen zu stärken und Erez Israel für eine erneute Einwanderung von Iuden fähig zu machen! Oie Beichsvertretung der Iuden in Deutschland und sämtliche Gemeindeverbände in Deutschland haben sich der Aktion angeschlossen, und unsere große Dresdner Kundgebung, welche Ansprachen von Or. Hans Friedenthal, dem Präsidenten der Weltorgamsation des Makkabi, und von Rabbiner Or. Ioachim Prinz enthielt, brauchte natürlich die Erschienenen nicht erst zu überzeugen, sondern wollte nur alle Kräfte für die Erfüllung der Aufgabe mobil machen und begeistern. Das dürfte auch gelungen sein, denn nach den einleitenden Orchester-Ouvertüren von Händel, welche unsere"Oresdner Iüdische Infirumentalgemelnschast unter Leitung von Kapellmeister Walter Goldmann eindringlich spielte, sowie nach den Begrüßungen des Keren Hajessob-Borsitzenden Schocken, des Rabbiners Or. Wolf und des Z. O.-G.-Vorsihenden Fischl konnten die beiden Redner, jeder in individuell eindrucksvollster Art, die gesamte seelische und politische Situation noch einmal zusammenfassend darlegen. Or. Friedenthal legte das Hauptgewicht darauf, zu zeigen, wie wir ganz auf uns selbst gestellt seien, wie aber die eigenen starken, gesunden Kräfte einen llmwanblungsprozeß, der einzig in der Geschichte der Menschheit dafleht, vollbringen: aus ungeeigneten Land und ungeeigneten Menschen Städtegründer, blühende Oorfsiedlungen, Industrien und Seefahrt zu schaffen. Die arabischen Unruhen seien ein Aufstand der Wüste gegen das bebaute Land, Romaden gegen Bauern, Arbeiter, Städte und Fabriken gewesen. Oer Ilschuw in Palästina hafte die Unruhen zum Aufhören bringen können, wenn er mit einem egoistischen Stoppen der Einwanderung einverstanden gewesen wäre? im Interesse aller Rachkommenden tat er das nicht, und nun ist die Reih« an uns. Wir müssen der Wett zeigen, welche undämonischen reinen Kräfte in uns leben: »Our daily bread* (wie ein bedeutender englischer Film heißt) »unser eigenes täglich Brot* wollen wir Iuden versuchen aus der uns heiligen Erde zur Auferfiehung zu bringen. Oie Würde der Iuden wird in Erez verteidigt. Oie wir so oft gelitten haben unter dem Fluch des Gelbes, können eS nun zu höchstem Ideale spenden. - Auch Or. Prinz appellierte stark an'die moralischen Kräfte. Wenn man auch seiner Wertung der Or. Ryppel'schen impulsiven Aklion in Polen nicht zustimmen möchte, so muß doch mit ihm unterstrichen werden, daß es gegen die falsche und verächtliche Einschätzung der Iuden nur Hilst, ein Werk hinzustellen: der Welt das Leben des fleißigen jüdischen Bürgers, des guten jüdischen Arbetters, des mit seinem Boden venoachsenen jüdischen Bauers zu zeigen. - E. B. ÄUnHrtin fti Kt 3*U im 15. Dtitito te 13nur 1157 Sjnagoie Alter BitDJ 1 Wochentage Dez./Januai :§ »H £s U bc c OL o L är fl. li Abendgeb. ( Schacharis 4 8 SS u CS J2 O c Z Maariw Di. 15 i 7» 4>‘ 2 Tag Rausch Caaudescb 7. Tag Chanukka 7» 3“, Mi 16 2 7» ,4)4 9. Tag Chanukka 7” 3» Do 17 3 7* 414 Fr. 18 4 7» 4M Ansprache in der Synagoge 3*»| Sa. 19 ~5 9 4“ 4“ Wajlgasch Halt. Jecheskiel 37*-* ' Schrilterkllrnng - 8« 1*0 4» So 20j 6 i 7" 4M Mo. 21 7®° 4M Di 22 8 7« 4“ —j— Mi. 23 9 7» 4M Do.j 24 10 7». 4M Assoro Betewes (Fasttag) "Fastenend* 780 441 Fr. 25 11 780 414 Ansprache in der Synagoge 4 Sa. 26 12 9 4» 4M Waj'chi Halt 1. Könige 2*-** Schnfterklinrag 8« 5k 446 So. 27 13 7» 4* Mo. 28 14 7« 4* Di. 29 15 780 4* ML 30 16?80 4* Do. 31 17 7» 4* - Fr. jSZL 1 18 7» 4M Neujahr 1937 Ansprache in der Synagoge 4 Sa. 2 19 9 4« 5 Sch’mans Halt. Je#. 27«—29* Schrifterk lärmig 8« 5 ** Jugeodgottesdleast im Gemeindegottesdtenst nach altem Ritas, „Adass Jeecboran“, McritzstraSe Ib, I. — Ansprache. Die gebotene Zeit-des Uehtansflndens liegt jeweils IS Minuten vor Beginn des Preitagabeodgottesdienstes beim Gottesdienst nach altem Ritas.