Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 21 (15.11.1936)
- Date
- 1936-11-15
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 21 Seite 5 Gemeiudeblatt der Israelitische» Reltßto»>ßem«i«de Dresden Satzungsänderung — Gemeinderaiswah» Sin« besonders wichtige Sitzung hielt der Gemeinderat am S. November -193« ab, da die Änderung der Satzung unserer Gemeinde, welche schon stit Monaten vom Vorstand vorbereitet vnd in zwei früheren Sitzungen des Semetnderatas bearbeitet worden war, nunmehr zum Abschluß gelangte. Oie Wahlperiode deS Gemelndevorfiandes und Gemelnberates läuft am 31. Dezember 193« ab, und es hätte sahüngsgemäß eine Neuwahl zu erfolgen. Da ln der heuttgeu Zeit selbstverständlich ein Wahlkampf vermieden werben muß, hatte der Vorstand vorgeschlagen, durch Änderung der Satzung eine Negelung herbeizuführen, welche die Neubesetzung der Gemeinde-Körperschaften ohne einen Wahlkampf und die manchmal damit verbundenen Auswüchse ermöglicht. Auch ln den anderen südlschen Gemeinden wird seht angestrebt, durch eine Einigung über die Neubesetzung, durch Aufstellung nur einer Einheitsliste jede Auseinandersetzung über die Wahl zu vermeiden, welche den Frieden der Gemeinde stören könnte. Zur Freude aller Mitwirkenben stand die Arbeit des Gemeinderates seit seiner Wiederzusammensetzung Anfang 1934 durchaus im Zeichen harmonischer Gemeinschaft. Auch bei den Veratungen über die Satzungsänderung ergab sich wieder, obwohl bei der Vedeutung deS Gegenstandes Meinungsverschiedenhetten notwendig aufireten mußten, daS erfreuliche Äilb, daß bei gutem Willen und gegenfeittger Achtung immer eine Einigung gefunden wurde. Oie Sitzungen, die sich mit der Satzungsänderung befaßten, waren ungewöhnlich lang und stellten erhebliche Anforderungen an die Arbeitskraft der Äeteiligten, so daß mit Necht zum Schluß der Sitzung am 5. November 1936 vom Vorsitzenden allen Äeteiligten Dank für ihre Mitarbeit und für den gezeigten Wisien zur Einigung ausgesprochen wurde. Aus der Mitte des Gemeinderates wurde ebenfasis dem Vorstand für die sorgfältige und sachgemäße Vorarbeit gedankt. Durch die amtliche Vekanntmachung in diesem Älatt ist die Neuwahl des Gemeinderates auf die kommende Wahlperiode von »fünf Zähren mit Wahltermin am 10. Zanuar 1937 ausgeschrieben und als Frist für die Einreichung der Wahlvorschläge die Zeit vom iS. bis 29. November 1936 bestimmt. Hiernach würden dann im Dezember 14 Tag« lang die Wählerlisten auszulegen sein, was durch besondere Vekanntmachung noch geregelt würde. Falls nämlich, wie alle Mitglieder des Gemeinderates zuversichtlich erwarten, auch in unserer Gemeinde eine Einigung über eine Einheitsllste herbelgeführt werden kann, würde die Vornahme der Wahl und damit die Auslegung der> Wählerlisten sich erübrigen. Zn der nächsten Nummer wird darüber hoffentlich berichtet werden können. Für die englischen Sprachkurse sind neue oder antiquarische Bücher in englischer Sprache (insbesondere Nomane und Novellen) erwünscht. Die Vücher nimmt bas Semeindeatnt, Zeughausstr. 3, entgegen, auf Wunsch erfolgt gern Abholung. Personalien Barmizwoh: in der Synagoge, Zeughausstraße 1, b. 7. November 1936: Lutz Nosenthal, Sohn des verstorbenen Herrn Willi Nosenthal, Freiberg, Gabelsbergersir. 42. 14. November 1936: Nubolf Klinger, Sohn des Herrn Max Klinger, Ehristianstr. 3,2. 21. November 1936: Günther Fuhrmann, Sernhardflr. 39. 28. November 1936: Wolfgang Schrlmmer, Sohn des Herrn Wilhelm Schrtmmer, Zägerflraße 23. Trauung: 26. November 1936: Herr Georg Schleimer, Kaufmann, Dresden, mit Fräul. Gretel Gerson, Dresden, Gachsenallee 5. Elalrswerw. Amelang geb. Zablonjkg Josef Goldhammer Verlobt« Dresden, im November 1936 Für die mir und meinen Angehörigen erwiesene wohlluende Teilnahme beim Heimgang meiner lieben Frau spreche ich meinen herzlichsten Dank aus . Oberjusfizraf Dr. Felix Popper Dresden Oktober 1936 Jüdische (Schule Betr. Besuch des planmäßigen Unterrichts durch die Eltern Für den Äesuch des planmäßigen Unterrichts durch die Eltern im Schuljahr 1936/37 werden von der Schulbehörde folgende Tage festgesetzt: Montag, der 23. November und Dienstag, der 24. November 1936. Den Eltern soll durch Äesuche des planmäßigen Unterrichtes die Möglichkeit gegeben werden, die Arbeiten ihrer Kinder kennen zu lernen. Hieraus folgt, daß sich der Besuch der einzelnen Eltern auf die Klaffen zu beschränken hat, in denen ihre Kinder sich z. Zt. befinden. Zur Herabmlnderung der Störung des Unterrichts ist zu beachten, daß daß der Zutritt in die Unterrtchtsklaffen nur zu Beginn einer Unterrichtsstunde gestattet werden kann und baß das Verlassen des Unterrichtsraumes während der Stunde möglichst unterbleiben muß. Die Schulleitung. Die Sammler der Jüdischen Winterhilfe üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus. Daran sollten die Gemeinde- Mitglieder denken, zu denen die Sammler kommen. Es wird gebeten, den Helfern der Züdischen Winterhilfe ihre Tätigkeit zu erleichtern. Dazu gehört auch eine zuvorkommende Behandlung, auf welche Menschen Anspruch erheben können, die sich uneigennützig für eine wichtige jüdische Arbeit zur Verfügung gestellt haben. (kintopf, und Pfundspende Oer Erfolg unserer Arbeit hängt davon ab, daß sich uns Sammler und Sammlerinnen in genügender Anzahl zur Verfügung stellen. Zn vielen Bezirken fehlt es an Helfern. Wer Mitarbeiten kann, muß uns helfen. . Anmeldungen (mit Lichtbild für den Ausweis) sofort erbeten. - -.- — 4W«r «Mmarat -:-1- Ich stelle mich hiermit der Züd. Winterhilfe, Abt. Haussammlungen, als Gammler(in) zur Verfügung. Lichtbild, süge ich bei.. Slerbefäste: 2. November 1936: Frau Zulle Gernergeb. Nosenblum, Serrestraße 5. An die Jüdische Wiuterhilfe Oresden-A. 1 Zeughausstr. 3, Erbg. Üoierschrifi «diesse