Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 17 (15.9.1936)
- Date
- 1936-09-15
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Gemeindeblatt -er Israelitischen Religionsgemeinde Dresden Amtliches Organ des Gemeindevorstandes MeilmBIlM ijesSWWeil^' "" SmeiiiijMrbiindrr Verantwortliche Schrlstleitung: Leo Anschel, Dresden / Verlag: Israelitische ReligionSgemeinde DreSden-A.1, ZeugbauSstraße 3 / Ruf 14051 und 17887 / / - Verantwortlich für den Inseratenteil: Zar. Sternlicht. Ore<vcn»A. IS, Gtübel-Allee 35 / / Ruf 34185 / / Annahmestelle für Inserate ebenda / / Die 4 mal gespaltene 46.mm.Z«Ile^ tostet 22 Pfennig, laufend Rabatt / Druck: A. Sruhnert. DreSden-A. 1, Ammonstr. bl | XU Iahrg. Dresden, den 15. September 1936 Rümmer ir Den Juden in Deutschland, den Männern und Frauen, den Alten und Jungen sprechen wir zum Jahresbeginn unsere herzlichsten Wünsche aus. Neue Aufgaben bringt das kommende Jahr, neue Bewährung erwartet es. Von uns ist im Ernste der Zeit ein Aufbauen gefordert. Wir können dessen fähig sein, nur wenn jeder den Platz kennt, den seine Pflicht ihm weist, nur wenn wir das heranwachsende Geschlecht zu einem Wege der Arbeit erziehen. Jeder von uns steht in seiner Gemeinde, ohne sie wäre er verlassen. In unserer Gesamtheit sind unsere Gemeinden geeint, ohne das wären wir verloren. Diesem Geiste der Gemeinschaft dienen wjr, diesen Willen zur Gemeinschaft wollen wir pflegen. Möge die Arbeit, die uns alle verbindet, gesegnet iein. Die Reichsvertretung der Juden in Deutschland Beeck Hirsch @8© (£*$© ©$© 101 ©8© I RÜCKBLICK — AUSBLICK (Mit 4 Photos) Von Dr. M. S. <Si ist in der Ordnung^ daß eine Gemeinde zum Ende eines Synagogenjahres sich und ihren Mitgliedern darüber Rechenschaft gibt, waS getan worden und waS ihr zu tun geblieben ist. Wir wissen, baß baS Aufgabengebiet einer Jüdischen Gemeinde heute nicht nur ein ungleich weiteres ist als eS früher war, sondern, daß die jüdischen Menschen darauf angewiesen sind, innerhalb ihrer Umwelt eine möglichst enge Lebensgemeinschaft einzugehen. Daß auch baS Land, daS sich um die Mitglieder unserer hiesigen Gemeinschaft schließt, im letzten Jahre wiederum enger geworden ist, ist unleugbar. Gelbst die Menschen, die, gezwungen von den äußeren Verhältnissen, hinausgezogen sind, fühlen sich - daS wissen wir auS mannigfachen Äußerungen - ihrer Heimatgemeinde noch bis,zu einem gewissen Grade zugehörig. Gerade diesen Menschen, die unser bescheidenes Gemeindeblatt, daS hier zum Rausch Haschono-Tage erscheint, erst etwa um Zaum Kippur in Erez-Israel oder um SimchaS Thauro in Südamerika oder sonstwo in der weiten Welt lesen, gilt unser Rechenschaftsbericht. Sie sollen däS Bewußtsein haben, daß ihre Gemeinde sich bemüht hat, der an sie herangetretenen Aufgaben Herr zu werden und daß eS jedenfalls ihr Bestreben war, da zu helfen, wo Einsatz möglich war, wo. Einsatz möglich schien. So ist eS denn auch unsererseits eine Hoffnung, daß unsere Menschen, deren vornehmste jüdische Aufgabe eS draußen ist, wieder neue Gemeinden, und damit Gemeinschaft zu bilden, dieser ihrer Aufgabe stets eingedenk bleiben. Rabbiner Or. Grünwald wieS kürzlich auf eine Erzählung deS jüdischen OichterS Agnon hin: In dieser Erzählung, betitelt „Im Herzen der Meere" beschreibt der Dichter, wie Zionefahrer Abschied nehmen von der alten Heimat. Eie gehen noch 9399^1