Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1936-07-27 · 14 (27.7.1936) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
12 (1936)
Issue
14 (27.7.1936)
Date
1936-07-27
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/4892693-5739433-5770187--2489-4895028
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Seite 2 lernetnbeblatt der Israelitischen 9i e 11 fl t o n « 9 e m e 1 n 6 e Dresden tu. 14 I tauber eröffnet. „Jaitesieiteu der inobe", ein graziöses Lustspiel von iKicobcnti Mabtt, das; uott Hans Burbaum und Kurt Behrens zu einem musikalischen Lustspiel umgeformt wurde, wird liier erstmalig gegeben. Sodann' folgt im Cftober eines der grosten WK-rke d.r Weltliteratur: „Tante Kobold" von Ealderon, in der Nachdichtung von Hugo v. Hoffmanstlial, jenes klassische Lustspiel, das ähnlich den Werken Shakespeares Lacheit und Weinen in eitient Eltern zaubert tmd in seiner gelockerten Farbigkeit Musik -und Tan; ausnuyend, festliches- «Gepräge tragt. Ter dritte Abend wird ,'Utin; Molnar gewidmet teilt. Tein neuestes Stück „Droste Liebe" bringt die moderne >>»eie!lschaft«fomööie in den Spiel Platt. Ter nächste Abend führt iviederum zurück zur Vergangenheit: „Tannffe"" von Molic-re, in der Nachdichtung von Ludwig Fulda, die Eharakterkomödie aller -seilen, soll vorattssichtlich in dem für das Barocktheater besonders geeigneten 'Netten Saal ihre Wiedergabe finden und in einer gesonderten Borstellung auch der fugend vermittelt werden. Oie jüngere fugend tob 111 " r Ehanuckadzw. l>nrint> zeit durch k ü n st l e r i s ch e H a 11 dp u p p en i pi e l e ir real werden, t Tie Wahl des lebten Werkes steht noch offen. Man denkt an das Arzte Trama „Menschen in Weist" von Kingsley, wie an „Hoffnung" von Bernstein« oder aber auch an ein musikalisches Lustspiel, womöglich an Tffenbach. Tollte detw Berliner' Kulturbund die Beipflichtung des jüdischen Theaters „Habima" -gelingen, so wollen wir versuchen, diese zur Zeit einzigartige jüdische Tchauspielknnst auch in Tresden zu zeigen, sofern das ("Mtftipiel finanziell nur irgend tragbar erscheint. Das Qualitätshaus für feines Schuhwerk IUHHAUS Pftl LTESTIS Auch sonst ist in Aussicht genommen, ein Stück jüdischen Inhalts, sofern die Berliner Spielzeit ein geeignetes bringt, in den Tpielplan einzufügen. Die nach dieser Richtung bestehenden Schwierigkeiten sind bekannt. Für die Konzerte und sonstigen Veranstaltungen darf auf die für das Abonnement in gleicher Nummer gegebene Übersicht venviesen werden. Auch bei diesen Veranstaltungen wird wie bisher versucht Iverden, jüdische Werte nach Möglichkeit in jede Bortragsfolge einzufügen. Ein bunter und interessanter Spielplan, dem das Publikum durch starken Besuch — insbesondere aber durch Zeichnung von Abonnements — seine Zustimmung geben möge. Tagung des Sachs. Israel. Gemeindeverbandes in Dresden Zn Dresden fand unter starker Beteiligung aus allen Gemeinden die diesjährige Tagung des Sächsischen Israelitischen Gemeindeverbandes statt. Oie Sitzung, in deren Leitung die Herren Karl Goldschmidt und Mar Lesser sich teilten, erhielt besonderes Gewicht durch die Teilnahme des Herrn Or. Franz Me per vom präsidialausschuß der Reichsvertretung. Einleitend sprach der Vorsitzende herzliche Worte der Verbundenheit mit dem Aufbauwerk in Palästina und gedachte ferner der großen Toten des Jahres: Sokolow und Brodnitz. Oie Prüfung und Richtigsprechung der Haushaltrechnung für 1935 erfolgte, ebenso wie die Annahme des Haushaltplanes für 1936, einstimmig. (Oie Landeskasse für Wandersürsorge soll künftig als Organ in den Verband eingebaut werden.) Oie bereits bei der vorigen Sitzung beschlossene Otsziplinarkammer wurde eingesetzt. Über die kulturelle Betreuung der Klein gemein den und der Oiaspora-Siedlungen durch die Großgemeinden wurde berichtet. Es wurden Anregungen gegeben, in welcher Weise.die getroffene» Maßnahmen (Mitverpflichtung von Rednern zu Gemeindevorträgen, Versendung von Bücherkisten der Gemeindebibliotheken, Erstattung von Fahrgeld zu Gemeindeveranfialtungen) noch wirksamer gestaltet werden können. Im Anschluß an den Verwaltungsbericht des Verbandsspndkkus Or. Saalheimer, in dem Fragen des Kirchenfieuergesetzes, des Lasienausgleichs, der Sammlungen, der polizeilichen Meldungen, der Berufsfortbildung und der Landeswohlfahrts- und Jugendarbeit zur Sprache kamen, wurden mehrere Beschlüsse gefaßt: Entsprechend dem Vorschlag der Relchsvertretung werben die Gemeinden Sammlungen, die von der Reichsvertretung nicht ausdrücklich als erwünscht bezeichnet sind, künftig nicht zulassen und ihre Mitglieder zur Richtbeteiligung an diesen Sammlungen auffordern. Ferner nahm der Verband die vpm preußenverband vorgeschlagene Regelung des Sieuerauögleichü bei Fortzügen an und schuf gleichzeitig eine enssprechenbe Meldeeinrichtung. Oie Errichtung einer jüdischen Jugendherberge in Sachsen, wozu die Genehmigung der Reichsjugendführung erforderlich ist, wird erwogen. Rabbiner Or. Wolf referierte über die Frage »Sephardisch oder Aschkenasisch im Religionsuckterricht*. Am Rachmittage erstattete jOr.Franz Meyer, Berlin, ein umfassendes Referat über die Tätigkeit der Reichsvertretung. SIE HABEN NICHT UMSONST GEWARTET — IHR SPEZIALHAUS FÜR DAMENKLEIDUNG GOLDMANN DRESDEN-ALTMARKT I/eduurf BITTET ZUM $6*nmusclrtu& vom 27. Juli bis 8. Auaust

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.