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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1936-06-15 · 12 (15.6.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
12 (1936)
Issue
12 (15.6.1936)
Date
1936-06-15
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Temetadeblatt bet Israelitische« Steltgtonf getnetnbe ©tefben Nr. 12 Amtliche Bekanntmachungen BildungSkurse der Gemeinde Oie Beteiligung ist erfreulicherweise sehr stark. Wir veröffentlichen nachstehend noch' einmal den Stundenplan, der einige kleine Änderungen und Erweiterungen enthält. Wir bitten, die Zeiten genau zu beachten. > Oer Anfängerkursus für Ältere mußte wegen zu starker Besetzung geteilt werden, wobei der Kurs A Sit reinen Anfänger, der Kurs 6 diejenigen Anfänger, die schon die elementarsten Kenntnisse haben, umfassen soll. ES ist ferner gelungen, einen Eprachzirkel für Weitsortgeschrittene (Konversation) zusammenzufiellen. Dieser steht unter der Leitung deS Herrn Wilhelm Gaphra, der lange Zahre in Südafrika gelebt und zuletzt den Englischen Elub in Dresden gelestet hat. Englisch: Anfänger (Zgdl.) Montag, Mittwoch 19 - 20 Uhr (Lipstadt) Anfänger! KurS A Montag, Mittwoch 21'- 22 Uhr (Lipstadt) (antfre) J Kurs B Dienstag, OonnerSt. 20 - 21 Uhr (Lipstadt) Fortgeschr. (Zgdl.)- Montag, Mittwoch 20 - 21 Uhr (Lipstadt) Fortgeschr.Wltere) OienStag, OonnerSt. 21 - 22 Uhr (Lipstadt) Konversation Donnerstag 20 - 22 Uhr (Eaphra) Technische Physik: Montag 20 - 22 Uhr (bisher Donnerstag!) (Oiplom-Zng. Loewe) Buchführung und Bilanzwesen: OienStag 2030 - 22 Uhr (Or. pohly) Kurslokal: jüdische Schule, ZeughauSstraße 1,1. Kursbeitrag je Kurs und Monat: NM 1.- Oie Kurse werden nach Bedarf-noch auSgebaut. Me Anfragen, die Kurse betreffend an daS Gemeindeamt (nicht bei den KurSleitern persönlich). Keine Auswanderung ohne Eprachkenntniffe! . Der Hilfsverein der Juden in Deutschland wendet sich mit einer Zuschrift an die jüdische Presse gegen den mangelnden Eifer der Auswanderer zur Erlernung der künftigen Landessprache. ES liegt aut der Hand, daß der Einwanderer auf wirtschaftlichen Erfolg in der Negel nur rechnen kann, wenn er die Sprache seiner neuen Heimat von Anfang an wenigstens einigermaßen beherrscht und sich dann im Lande selbst möglichst rasch vervollkommnet. OieS gilt im besonderen Maße für die Angehörigen der kaufmännischen Berufe, die ohne Beherrschung der Landessprache als Arbeitskräfte meistens geradezu unbrauchbar sind. Trotzdem wird immer häufiger auS den überseeischen Ländern berichtet, daß Einwanderer sich darauf verlassen, die Sprache >'m EinwanderungSlanbe schon sozusagen von selbst zu lernen. OieS ist ein verhängnisvoller Irrtum. Andererseits erhält der Hilfsverein zufriedene Berichte, die sich darüber aussprechen, wie schnell dank guter Sprachkenntniffe eine Stellung gefunden werden konnte. ES verdient nachdrücklichste Betonung, daß die Kenntnisse der englischen Sprache auch für Auswanderer nach Südamerika eine außerordentliche Hilfe bedeutet. Noch wichtiger allerdings ist die Kenntnis der dortigen Landessprache, d. h. im allgemeinen deS Spanischen und für Brasilien deS portugiesischen. Oie englischen Sprachkurse unserer Gemeinde haben begonnen. Weitere Meldungen, insbesondere für die demnächst beginnenden spanischen Kurse, werden noch entgegengenommen. Englisch lernen sollten alle, für die eine Auswanderung überhaupt in Frage kommt, gleichgültig, wohin sie beabsichtigt oder möglich ist. - Spanisch und portugiesisch sollten diejenigen erlernen, die sich für ein Land entschieden haben, in dem eine dieser Sprachen die Landessprache ist. Berufsberatung Oie Sprechstunden der Berufsberatung finden künftig Montags von-li -12 ilhr und Donnerstags von 18-19 Uhr statt. Wer Hilst mit? * Für 10 jährigen Zungen einer bedürftigen Familie in benachbarten Kleingemeinde wich Unterkunft während der Ferien möglichst in Familie mit Kindern gesucht. Oer Zunge hat an seinem Wohnort keinerlei Umgang mit Spielgefährten. Meldungen an die WohlfahrsSstelle erbeten. Warnung! Oer am 10. 5. 05 zu Marburg geborene Moritz Zosef S w i > antek, treibt sich seit längerer Zeit in Dresden unter den verschiedensten Angaben herum. Er geht Gemeindemitglieder (teilweise auch unter falscher Namensnennung) an, um sich Beträge zu erbetteln. ES handelt sich um einen mittelgroßen, schlecht auSsehenden Menschen. Ewiantek ist bei Borsprache unbedingt abzuweifen. Zimmervermittlung durch die WohlfahrtSstette Seit einer Neihe von Zähren liegt bei der WohlfahrtSsielleeine Liste auf, in die zu vermietende leere uno möblierte Zimmer ausgenommen werden. ES konnte auch einer großen Anzahl von Semeindemitgliedeen durch Bermietung ihrer Zimmer wirtschaftlich geholfen werden. Oie Arbeit wird jedoch? dadurch sehr erschwert, daß die Gemeindemitglieder unS die Bermietung der Zimmer nicht rechtzeittg, sehr häufig überhaupt nicht, bekannt geben. ES muß unbedingt vermieden werdendaß die Zimmersuchenden dadurch unnütze Wege gehen und unnöttgeS Fahrgeld auSgeben müssen, weil die Abmeldung vermieteter Zimmer unterblieben ist. Zm Interesse der Mieter und Bermieter ersuchen wir dringend, daS gemeldete Zimmer sofort bei unS streichen zu lassen, wenn eS zur Weitervermietung nicht mehr zur Beifügung steht. Israelitische NeligionSgeinem de zu Dresden - Wohlfahrtsstelle - - TiTR 2.- für ein Jahresabonnement - gewiß ein kleiner Beitrag zu.den Kosten deS Gemeindeblattes. Wer ihn noch nicht geleistet hat, bediene sich der der letzten Nummer beigefügten Zahlkarte, oder überweise ihn sonst auf daS Poscheckkonto der Zsraelittschen NeligionSgemeind Dresden Nr. 102 SS. Stimmbegabte Damen zur Berstärkung deS Synagogenchores für die hohen Feiertage sofort gesucht. Meldungen erbeten an daS Gemeindeamt (Fernuf 14051) oder bei Frau Anschel (Fernruf 64428). Personalien Geburten: 30. Mai 1936: Nita Feldmann, Tochter deS kaufmännischen Angestellten Herm Zoseph Feldmann, und dessen Ehefrau Ilse geb. Nedlich, Freiberger Straße 33. 8. Zuni 1936: Esther Mali Schornstein, Tochter deS Sekretärs Herrn Leo Schomstein und dessen Ehefrau Elfe geb. Ehann'ner, Marschallstraße 31, b. Barmizwoch: Zn der Synagoge, ZeughauSstraße -1 b 4. Zuli 1936: Werner MatterSdorff, Sohn deS Bankiers Herm HanS MatterSdorff, Neichenbachstraße 14. 4. Zuli 1936: Heinz Meyer, Sohn deS Kaufmanns, Herrn Harry Meyer, Elisensiraße 4. Trauung: 3. Zuni 1936: Fräulein Sigrid Gertraude Arnhold, Tiergarten' straße32 mit dem Bankbeamten, Herm Klaus Herbert Echaefer Gterbefätte: 25. Mai 1936: Herr Samuel Behrmann, Kaufmann, Münchner Straße 9. ' 3. Zuni 1936: Herr Salo Stahl, Privatier, Bayreuther Str. 19. 4. Zuni 1936.- Fräulein Frida Schwarz, Hausdame, Schulgutstr. 28. 4. Zuni 1936: Herr Wolf Brodskl, Kaufmann, Mathildmsir. 51.

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