Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 8 (15.4.1936)
- Date
- 1936-04-15
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 6 Öemeinbeblatt der Israeli tischen Ste l i g t o n * g e m e i tt b e Dreiben Nr 8 Die regelmäßigen Freitagabend- und Sabbatvormittag-Gottesdienste finden nach Abschluß der Heizperiode—zunächst probeweise—wieder. im (Großen Tempel statt. Soweit der Gottesdienst im Kleinen Tempel stattnndet, sollen der Iiqend die drei ersten Leihen der reckten Seite Vorbehalten bleiben. Oie festen Platte verschieben fick aus dieser Seite um twei Reiben. (Oie erste Reihe ist bisher unbelegt). Zum Toraabschniii Schemini ~ III. S. M Kap. 9-11 Und es »ar am achten Tage. (Kap. 9, V. l). Sifra zur Stelle: Dies war der achte Tag nach der Berufung des Ahrvn und seiner Söhne zum heiligen Dienste. Der Ausdruck „Und es war" lehrt, daß Freude vor ihm (vor Gott) in, der Höhe war, wie in den Tagen, an welchen Himmel und Erde erschaffen wurden. Bei der Schöpfung im Anfang heißt es: „Unh so ward Abend und es ward Morgen" (Genesis Kap. I, V. 5, \ 13; 19, 23, 31). Und hier heißt es: „Und es war." Und als die Israeliten das Werk des Stiftzeltes vollendet hatten, kam Mose und segnete sic. Denn es heißt: „Under sah das ganze Werk", da segnete sie Mose." (Erodus 39, 43). Mit welchem Segen segnete er sie? Er sprach zu ihnen: „Möge Gottes Herrlichkeit in dem Werke euerer Hände walten." Rabbi Mcir sagt: So segnete er sie: Oer Ewige, der Gott euerer Väter, tue zu euch noch hinzu tausendmal so viel als ihr seid (Deuteronomium I, 11). Und sie sprachen zu ihm: „Möge die Huld des Ewigen, unieres- Gottes, über uns walten. Und das Werk unserer Hände fördere es für uns, und das Werk unserer Hände fördere es" (Psalm 90, 17). Und Mose sab das ganze Werk, und siche, sie hatten es gemacht, «o wie der Ewige geboten, so hatten sie cs gemacht; da segnete sie Mole lErodus 39, 13). Dieser Segen ist nicht erläutert Da kommt die Schrift darauf zurück und erklärt ihn an anderer Stelle. «Oer Ewige segne dich und behüte dich; der Ewige laste sein Antlitz dir leuchten und begnadige dich; der Ewige wende sein Antlitz dir zu und bereite Oir Frieden" (Rumeriv,24 20). Dies, was der Ewige geboten, sollt ihr tun. So wird euch erscheinen die Herrlichkeit des Ewigen (Kap. 9, V. «>). Ialkut zur Stelle: Mose sprach zu ihnen, zu Ahron und seinen Söhnen, die in das priesieramt eingesetzt werden sollten: Schaffet-den bösen Trieb aus eueren Herzen fort und seid alle eine Einheit in der Ehrfurcht und in dem Entschluß, Oienst zu tun vor Gott. Wie er eine Einheit ist in der Welt, so sei euer Oienst vor ihm eine Einheit. Und wenn ihr so vor ihm tuet, „wird euch 'erscheinen die Herrlichkeit des Ewigen." Vereinsnachrichten Zionistische Ortsgruppe .Nachdem der bisherige Vorsitzende, Herr Bochner, seinen Rücktritt erklärt hat, ist der Vorsitz der Zionistischen Ortsgruppe auf Herrn Alfred .v i fdb T übergegangen. Sprechstunden des Palästina-Amtes, Zweigstelle Dresden: Montag von 12-13 Uhr und Donnerstag von 17-19 Uhr im Büro der ZOG, Grunaer Straße 13. Das Palästina-Amt Berlin hat unser dem Titel „Briuth, Gesundheitsratgeber für Palästina" eine Broschüre erscheinen lassen, die von dem leitenden Arzt des Woad Teumi, Or. Fritz Roack, auf Grund seiner ausgedehnten praktischen Erfahrung geschrieben worden ist. Diese Broschüre ist vom Palästina-Amt Berlin für die Einwanderer aus Oeutfchland ergänzt worden und enthält wertvolle gesundheitliche und hygienische Winke, sowohl für Einwanderer wie für Touristen. Diese Broschüre ist in jeder jüdischen Buchhandlung oder direkt von der Verlagsabteilung der ZVfD, Berlin W 13, Meinekestraße 10, zu beziehen. Neuerscheinungen Philo-Cerihon, Handbuch öes jüdischen tDiflens; philo Verlag ®- m. b. 1). preis: Ganzleinen Ritt 4.80. 425 Seiten, über 5000 Stichworte und Hörnen, über 500 zum Teil mehrfarbige Tafeln, Vitt der, Karten und Tabellen. Drei vinge waren es vor allem, die für die Reuauflage berücksichtigt wurden: Ver Hebräische Teil wurde entsprechend der immer größeren Bedeutung, die dieses Gebiet für das europäische Judentum erhält, erweitert. Neben zahlreichen Linzelstichworlen wurde der Rriikel Hebräisch selbst um eine Tabelle „Hundert Worte Hebräisch" und um das Stichwort „Neuhebräisch" ergänzt. - Ver statistischgeographische Teil wurde um die bisher noch fehlenden Hauptstädte und Staaten der Welt, um mehrere Tabellen und eine Karte erweitert. So findet man z. v. jetzt neu den Zwergstaat Liechtenstein und den jüngsten Staat Mandschukuo. Oie Palästinakarte wurde neu gezeichnet und im Vielfarbendruck, der auch die Höhenunterschiede erkennen läßt, e-ngefügt. — Die Sammelstichworte, die fine ©e« samischan jüdischer Leistung auf bestimmten Gebieten ermöglichen sollen, wurden erweitert; Sozialpolitiker, Sprachwissenschaftler und die Dozenten der Universität Jerusalem stehen neu neben den neu bearbeiteten Abschnitten Rstronomen, Botaniker, Lhemiker, Physiker. Die Liste dev Mediziner, die Tabelle zum Stichwort Film, der Rrtikel Sport wurden nach diesen Gesichtspunkten der Zufammenschau völlig umgestaltet. - Große Rrtikel wie etwa „Midrasch", „Presse", ,Militärdienst" wurden in neue Formen gebrach«. — 3n zahlreichen Fällen wurden die Iahresdaten und die.genauen Tagesdaten ergänzt. Die neuen Illustrationen sollen das Ziel, durch sie einen Überblick über das jüdische Kunstschaffen von den Rnsängen bis zur Gegenwart zu geben, weiterhin fördern. Porträts der Sängerin pauline Lucca, des Malers Mar Fabian, des Dichters Franz Kafka, wechseln mit dem Bild einer dänisch-jüdischen Familie aus dem 19. Jahrhundert oder dem Gemälde „Synagoge" von Nybak, dem B att, das 40 Karikaturen auf Dijraeli vereinigt. Im Vorwort zu dieser' dritten Ruflage sagen die Herausgeber, sie sei „durchgesehen, ergänzt und erweitert". Nur wer sich die Mühe macht, diese Ruflage mit der ersten zu vergleichen, wird ermessen können, welche Unsumme von Neuarbeit von allen Mitarbeitern geleistet wurde, um ohne Sprengung des gezogen Rahmens doch vieles von dem neu auszunehmen, was die Leser aus allen Herren Länder vermißt hatten. Über 1000 Zuschriften zeigen, wie sehr sich die Besitzer des Handbuches «yit ihm verbunden fühlen. Keiner von denen, die die erste Ruslage besitzen, wird es bereuen, wenn er auch die dritte erwirbt. Der Mantel für jede Gelegenheit Das ift ein unfdiätjbarer Vorzug diefes guten Mantels, daß er Immer elegant wirkt und immer am Platte ift - \ für Reife, Sport und Straße, für den Tag und für den Abend. Dazu feine handwerklichen u. ftofflichen Qualitäten und fein vollendeter Sitg > ERES ift der Mantel guten Still Sie finden reiche Auswahl bei Eger St Sohn NUR KONIG-JOHANN-STRASSE Gegründet 1853 '