Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 5 (1.3.1936)
- Date
- 1936-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 4 Gemeindeblatt der Israelitischen Religion!gemeinbe Dresden rtr. 5 S. MATTERSDORFF GEGRÜNDET PRIVATBANKHAUS 18 4 9 SEESTRASSE 14 RUF 25955 Erhaliei das Gemeindeblatt! Oie heutige Zeit läßt bei den Mitgliedern unserer Gemeinschaft ein größeres Bedürfnis nach Zusanimenhalt entstehen als jemals. Viele Aufgaben der Gegenwart, vor allem die Fürsorgetätigkeit, die Schaffung von Gxifienzen für die Zugend und die Vorsorge für unsere Alten, lassen sich nur durch intensives Zusammenwirken erfüllen. Außerdem besteht seelisch das Verlangen, durch Gedankenaustausch mit Menschen in gleicher Schicksalslage Halt und Stühe zu stnden. Iolameo miseri.s sodos hnbuisse malorum, Gin Trost im Unglück ist cs, Gefährten des Leides zu haben. Diesen Zusammenschluß der Menschen unserer Gemeinschaft zu färben, ist die Gemeinde durch ihre Kultuseinrichtungen, in ihren Wohltätigkeitsvereinen und durch den Kulturbund bemüht. Gin wichtiges Mittel zur Grzielung einer stärkeren Verbundenheit ist auch das Gemeindeblatt, das in alle Familien geliefert und daher von allen Gemeindemitgliedern gelesen, wird. Sein Ausbau und Inhalt würde dem Ziele des Zusammenschlusses dienen. Leider bedarf es hierzu, wie zu allen Aufgaben, der 'Arbeit und des Geldes. Wenn sich auch erfreulicherweise stets Kräfte zur Mitarbeit finden,. so fehlen der Gemeinde aber die Mittel, welche das Grscheinen und mehr noch die. Bereicherung des Blattes erfordert. Auch das Gemeindeblatt kann, wie andere Ginrichtungen der Gemeinde, nur bestehen, wenn es sich selbst trägt. Alle Mitglieder, die es bisher noch verabsäumt haben, seien daher gn dieser Stelle nochmals dringend zur Ginsendunq der geringen Bezugsqebühr von VM -.50 für das Vierteljahr ermahnt. Die Förderung unseres Zweckes erfordert jedoch noch mehr Opferwilligkeit. Das Gemeindeblatt wird finanziell vom Anzeigenteil getragen, seine Leistungsfähigkeit ist vom ilmfange der Inserate abhängig. Auch bei dieser Aufgabe unserer Gemeinschaft, das Gemeindeblatt zu erhalten, muß jeder mithelfen. Nicht von dem immer kleiner werdenden Kreise unserer Geschäftsleute allein können die Inserate aufgebracht werden, Pflicht jedes Gemeindemitgliedes ist es, Gelegenheit zu einem Inserate zu suchen und zu finden. Gs muß Selbstverständlichkeit werden, alle Familienereignisse durch ein Inserat bekannt zu geben, Danksagungen auf diesem Wege auszusprechen, Glückwünsche abzulösen, auch z. B. Wohnungsveränderungen anzuzeigen wodurch man Freunden unnötige Wege oder Anrufe ersparen kann. Da das Gemeindeblatt vor allem dem Kontakt der Mitglieder dienen soll, dürfen die Inserate nicht nur nach der genauen Be> rechnung aufgeaeben werden, ob die Kosten sofort wieder durch wirtschaftliche Grfolge gedeckt werden, sondern jeder muß auch einmal ein Opfer bringen in dem Bewußtsein, zu dienen: seinen Freunden und Bekannten durch die Mitteilung, die er ihnen macht, der Allgemeinheit durch den Beitrag, den er zur Grhaltung unseres Blattes zollt. Gbenso wie wir die Wohltätigkeit pflegen, wie wir den Aufbau Palästinas fördern, Gemeindeeinrichtungen durch unseren Beitrag mit "erhalten, auch wenn uns selbst diese Werke nicht zu Gute kommen, so müssen wir auch unser Teil zur Grhaltung des Gemeindeblattes leisten, selbst wenn wir zur Zeit keinen persönlichen Vorteil davon haben. Sichem wir uns und unserer Gemeinschaft das Mitteilungsblatt der Gemeinde, ja versuchen wir zu erreichen, daß es noch häufiger und besser ausgestattet erscheinen kann. Daran nehme jeder Anteil durch Ginsetzung von Inseraten in unser Blatt. Gehaftet das^Semeindebtatt! Amtliche Bekanntmachungen || Zsittasel Gemeindeamt, Zeughausfiraße 3. Telephon 14051 und 17887, geöffnet für den allgemeinen Verkehr: werktäglich von 8-13 Uhr. Sprechzeit der Syndikus u. vüroleiter vr. Saalheimer, I1-I3Uhr Gefchäftsführender Vorsteher: Herr Mar Lesser. persönliche Rücksprachen mit den Vorstandsmitgliedern vermittelt dar Gemeindeamt. Sprechzeiten der Herren Babbiner. vie Herren Rabbiner find in sämtlichen seessorgerischen, besonders auch versönlich-religiösen Angelegenheiten wochentäglich zu folgenden Zeiten zu sprechen: Rabbiner Professor vr. lvinter, neue Rd-esse: Sedanstraße 24, Crdg. Telephon 47355, von 11-13 Uhr. Rabbiner vr. Wolf. Zeughausstraße 1,3 , Telephon 14051 und 17887 Montags, Mittwochs und Freitags von 10—',12 Uhr. ver Gemeindedajan, Herr Rabbiner horowitz, Große Zwingerstraße 6, täglich 0 — 12 Uhr. Lüdifche Winterhilfe Oie 5. Vate der Monotsspenden ist überfällia. Bitte benutzen ° Sie, falls Sie im Vücksiand sein sollten, das beiliegende Postscheckformular. Oie Ausgaben der Winterhilfe sind nicht nur die gleichen geblieben, sondern im Laufe der letzten Monate leider noch wesentlich | angestiegen. Mit ihnen müssen die Ginnahmen Schritt halten. Im Namen der von uns Betreuten bitten wir ebenso herzlich wie dn'ngend, die noch ausstehenden Überweisungen umgehend vornehmen zu wollen. Mr erinnern ferner: Letzter Eintopffonntag: 8. März Letzte pfundfpende. 10./24. März Gebt reichlich! Gteuervorauszahlung 1936 In diesen Tagen, werden die Gemeindefieuer-Vorauszahlungsbescheide -1036 zugcstellt. Als Termin wurden der 76. März und der 75. Iuli festgesetzt. An diesen Terminen sind je 40der vorjährigen Gemeindesteuer zu entrichten. Oie Zustellung der endgültigen Festsetzungsbescheide der Gemeindesteuer 1936 auf Grund der Veichseinkommensteuer 7935 erfolgt im Herbst. . Wir bitten alle Gemeindemitglieder herzlich und dringend, die Termine genau einzuhalten. Dresden, den 28. Februar 7936. Oer Dorfland der Israelischen Veligionsgemeinde zu Dresden. Ausbildung von jüdischen Lehrlingen im Handwerk Oer Regierungspräsident in Breslau hat dem Breslauer Syndikat des G..-V. mitgeteilt, daß die Handwerkskammer in Breslau die Innungen davon in Kenntnis gesetzt habe, daß der Gintragung der nichtarsschen Lehrlinge in die Lehrlingsstammrolle der Innungen keine Bedenken entgegenstehen. (Sprechstunden des Palästina-Amtes, Zweigstelle Dresden Montags von 72 - 73 Uhr und Donnerstags von 77 - 79 Uhr im Sekretariat der Zionistischen Ortsgruppe, Grunaer Straße 73, Bus 74290. _ punm-Gottesdienst Sonnabend, 2. März: Synagoge 6.40 (Ihr abends Alter Vitus 6.40 Uhr Sonntag, 8. März: Synagoge 7.30 Uhr morgens Älter Vitus 7.00 Uhr