Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 4 (15.2.1936)
- Date
- 1936-02-15
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/4892693-5739433-5770166--2399-4894948- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 6 Gemeindeblatt der Israelitische» Neligionlßemelade Drelden Nr. 4 Amtliche Bekanntmachungen Lüdische Winterhilfe Büchsenleerung. In nächster Zeit beginnt die Büchfenleerung. Sie geschieht in jedem Sinzelfall durch zwei Personen, die durch besondere Ausweise legitimiert sind. (Oie gelben Sammler- bzw. Helferausweise haben keine Gültigkeit!) Oie Leerung erfolgt an Ort und Stelle, Quittung wird sofort erteilt. ' Hauswirtschaftliche Beratung Oonnerstag künftig keine Sprechstunde mehr. Sprechstunden nur noch Oienstag 19 - 20 ilhr, Mittwoch 930 -11 Uhr. Semeindebibliothek Von dem Anfang September 1935 erschienenen Nachtragskatalog, der die Neuerwerbungen der letzten Fahre enthält, find noch Eremplare im Gemeindeamt erhältlich (Preis NM 0.10). Gründungstag der Israelitischen Beerdigungs-Brüderschaft und der Israelitischen KrankenverflegungSgesellschast 7. Adar Sonntag, den i. März 1930 7.30 Uhr, Morgengebet in der Synagoge, daran anschließend Nundgang aus dem Friedhof Trinitatisstraße 3. 5.45 Uhr, Abendgebet in der Synagoge mit Vortrag des Herrn Nabbiner Professor Or. Winter. Um allgemeine zahlreiche Beteiligung bitten: Oer Vanhand der Beerdigungs-Brüderschaft. KrankenverpflegungSgesellschast. Gemeindevorstand Nabbinat Synagogenausschuß Oie Mittelstandsküche Zeughaus st raste l würde bei entsprechender Beteiligung Vorkehrung treffen, daß dort täglich Mittagessen zum Preise von 15 Pfennig pro Portion auch abgeholt werden kann. Wir glauben, daß durch diese Maßnahme viele Hausfrauen entlastet werden und fordern Interessenten auf, sich schriftlich anzumelden. Besondere Wünsche können geäußert werden. Evtl. könnte die Verschickung einer größeren Anzahl von Portionen organisiert werden. NM 15.35 konnte die Jüdische Schule für die Monate Oezember und Ianuar an die Füdische Winterhilfe Dresden abführen. Wiederum ein schöner Beweis für den Gemeinsinn unserer jungen Generation. Für Ostern 1930 die Schule verlassende Mädchen von auswärts und hier werden geeignete Haushaltslehrstellen gesucht, in denen die jungen Mädchen auf allen Gebieten des Haushalts richtig angelernt werden. Freizeit zur Fortbildung entweder durch die Pflichtfortbildungsschule oder durch Besuch von Abendkursen (2- - 3mal wöchentlich) ist Voraussetzung. Außer freier Station ist Krankenkalsr und ein Taschengeld von b. - bis 10.- NM zu zahlen. Personalien: Geburten: 25.Ianuar 1930: Nene Kardorff, Sohn des Kaufmanns, Herm Ernest Kardorff und dessen Ehefrau Gerda geb. Kupfermann, Südhöhe 9 i. Februar 1930: Eemi Königshöser, Sohn des Schulleiters, Herrn Nabbiner Emanuel Königshöser und dessen Ehefrau Nuth geb. Goldschmidt, Ehristianstraße ll. Barmizwoh: In der Synagoge, Zeughausstraße l, b. 7. März 1930: Manfred Ammerling, Sohn des Herrn Aron Ammerling, Große Zwingerstraße 0 bei Lucks., Geburtstag: 75. Geburtstag feierte am 11. Februar 1930 Herr August Steinberg, Schnorrstraße 74. Gterbefälle: 20. Ianuar 1930: Herr Hermann Kacper, Großenhain, Steinweg 10. 30. Ianuar 1930: Frau Antonie Silbermann geb. Fließ, Bayreuther Straße 33. 2. Februar 1930: Frau Ienny veno. Gutter geb. Isaak, Gottleuba, früher Dresden. 3. Februar 1930: Frau Nosa verw. Meinhardt geb. Möllmann, Äüttigstraße 22. personolnotiz: Oer Kastellan unserer Synagoge, Hen Nobert Hofmann, scheidet Ende Februar 1930 nach ll Fahren treuer Pflichterfüllung wegen seines Alters aus den Diensten der Gemeinde. Wir wünschen dem allseits beliebten Beamten einen gesunden und geruhsamen Lebensabend. Opfere der Jüdischen Winterhilfe! Verhärte nidit dein Herz und verschließe nicht deine Hand vor deinem Bruder, dem armen; sondern öffnen - sollst du Weithin ihm deine Hand .... geben und wieder geben sollst du ihm und laß nicht leid sein deinem Herzen, indem du ihm gibst. (V. b. M. 15. 7 ff.) Die härteste Winterzeit hat erst begonnen. Nur wenn jeder seine Pflicht tut, ist die Jüdische Winterhilfe imstande, der bittersten Not zu steuern. Denkt daran und überweist Eure Atonatszahlungen öder sonstigen Zeichnungen pünktlich, damit die Versorgung der Armen nicht ins Stocken gerät. Amtliche Bekanntmachungen ö?s SiilMeu ArlikliWkll SeWilldmklMdks Betr. Bezirksrabbinate ' Auf Grund der Ermächtigung des Derbandsausschuffes vom l. Dezember 1935 und nach Anhörung der beteiligten Gemeinden hat der Verbandsvorstand beschlossen, die Gemeinden Annaberg, Bautzen, Plauen, Zittau und Zwickau, in denen zur Zeit Lehrer und Prediger, nicht aber autorisierte Nabbiner wirken, einem' der bestehenden Nabbinate zuzuteilen, soweit Amtshandlungen in Frage stehen, zu deren Domahme religionsgesehlich nur ein Nabbiner autorisiert ist. Es wurden zugeteilt: Annaberg: dem Nabbinat Ehemnih Bautzen: . dem Nabbinat Dresden Plauen: dem Nabbinat Leipzig Zittau: dem Nabbinat Dresden Zwickau: dem Nabbinat Chemnitz Dresden, den 3. Februar 1930. , Sächsischer Israeliflscher Semeindeverband.