Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 24 (12.1935)
- Date
- 1935-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Äfften..!meindeblatt relitischen ^eligionsgemeinde Dresden Amtliches Organ des Gemeindevorstandes Sächsischen Israelitischen Gemeindeverbandes * Israelitisch« stellgionsgrmeind« Oresden-A. l, Zeuahousstraße 3 / Jtuf 14051 ^reSden-A. 19, Stübel-Alle« 35 / / Ruf 34185 / / Annahmestelle ^Rabatt / Druck: A. Gruhnert, Orr<ben»A. 1, Ammvnstr. LI worlllche Schriftlei »87 / / Vera» serate ebenda / vt Nummer 24! in diesem Jahre vom 21. Dezember bis 28. Dezember. Das . der acht Lichter wird also am Abend de«' 20^Dezember anft. Am 1. Chanukka-Abend, der in diesem Jahre auf Freitag ndet in der Großen Synagoge um 4,15 llhr ein "feierlich llteter Festgottesdienst statt. eindemitglieder, die Ihr zumeist nur an den ernsten Herbstm oder zur Fahrzeit in das Gotteshaus kommt, gönnt Euch Feier der freudigen Gedenktage des Synagogenjahres! lchöne Sitte des gegenseitigen Sichbeschenkens zu Chanukka 'iesem Jahre besonders gepflegt werdm. Es wäre gut, - weit nicht besondere Gründe dafür sprechen, von Geldn abgesehen werben möchte, um durch den Einkauf von den dem mittelfländischen Handel und Gewerbe Verdienst n. Ein paffendes Chanukkageschenk sind auchGutscheinefü^Kukkurbund-Abonnements. (6 Veranstaltungen zu insgesamt 12,9 u. v RM.) Andere und zugleich sich selbst beschenkt, wer der Jüdischen Winterhilfe zu Chanukka eine besl es ihr ermöglicht, ihre Leistungen i> Oie Jüdische Winterhilfe verar Sonnabend, den 28. Dezember, abmd meindesaal einen »Lunten Abend zu Chanukka". Zur Mitwirkung konnten erste hiesige und auswärtige Kräfte gewonnen werden, u. adie Münchner Koloratur - Sängen'n Trudel Fuchs und der Dresdner Staatsschauspieler i. R. Siegfried Lewinsky. Karten für die Äetreuten der Jüdischen Winterhilfe Dresden unentgeltlich, für sonstige Interessenten gegen RM i.äo (Reinerlös für die Jüdisch« ». Winterhilfe) im Gemeindeamt. chstehend« Ausführungen entnehmen wir dem letzten Kapitel ,>ehr beachtlichen Neuerscheinung von Nabbinervr. Zgnaz raum, FrankfuN a. D. parteibefreiter Judentum Lehrende Zühnng und priefterliche Gemeinschaft, em Nutor gelingt e», da, alte wort von der »heiligen Ge. * so klar zu machen, daß die heutige Generation in nüchr Wirklichkeit dieser unr von den Vätern übermittelte vorrealisieren kann. Maqbaum spricht von seinem Standort: mit seiner Gemeinde zutiefst verbundene Rabbiner, Prediger Lehrer hat hier da» Wort, ver Leser, der vielleicht interes. di« Frage stellt, welcher jüdischen Partei der Autor angehört, im Lauf« der Lekiüre einsehen, daß diese Frag« einem rn Luch« gegenüber zurücktreten mutz. In diesem Such« t «in« persänlichkeit über da» Judentum die kenntnirmätzig ledenrmätzig im Judentum wurzelt. Vatz der Rabbiner, diese» Such schreibt, ein Schriftsteller von Rang ist, erhöht wirkung»möglichk«tt,um die der Autor leidenschaftlich kämpft. er Or. Maybaum wird demnächst auch im Rahmen lnbeabends in der Synagoge zur Dresdener Gemeinde Oas Ehanulla-Wunder? Darstellung der Chanukkoseschichte ist dem modemen jüdl! rlflortker bis seht noch nicht gesungen. Oer mit Protestant nd liberalen Voraussetzungen heranftetende Letrachter diel Zeitabschnittes findet ihn von K Impfen um Glaubensfreiheit Lnabhängkgkeit erfüllt. Und bau ist richllg. Auch wird der rationalen Kategon'en Denkende Falles finden, um die Makkabäl ämpf« mit de« nationalen Bewegungen der Reuzeit in Verbind! zeo zu können. Aber die protestantifih-liberale und di« Po r Letrachtungsveise persagt, wo es sich dämm Handei Jüdisch« dieser Geschichte' barzustellen: »Über spezifisch Wunder" ist der Anfang des für die Chanukkatage bestimmten Gebetes. Über die Wunder zu berichten - ist das eine Aufgabe, die der Histon'ker lösen kann? Dem jüdischen Historiker ist sie gestellt. Rettung und Erneuerung der jüdischen Gemeinschaft bei ihrem Zusammenstoß mit dem hellenistischen Heidentum muß so geschildert werben wie jede andere Geschichte auch. Aber dir Existenz einer priesterlichen Gemeinschaft mitten unter Lauem und Soldatm ist ein Wunder. Oie Realität des Wunders ist Gegenstand der jüdischen Geschichte. Oie talmudtsche Darstellung geht über' alle Heldentaten und Heldennamen der Makkabäergeschichle htuwep und erzählt nur, daß gegen alle menschliche Aerechnung bas Lämpchr leuchtete, das nicht versiegt. Oer Historiker, der alle Tatsache der Makkabäergeschichte aufzählt, dien Einzelheiten nachforsch aber hier das Wunder nicht sieht, kann als jüdischer Hisiort nicht angesprocheo werdm. Jüdisch« Geschichte ist weder eine' Religionsgeschtchte, bet der es sich um eine geschichtsindifferente Glaubenslehre handelt«, noch politische Geschichte im Ginne einer Gtaatsgeschtchte. Es mehr die Geschichte des jüdischen Menschm, der in der Zeit Ingig von der Zeit existiert. Sofern er in der Zeit existiert, ein politisches Schicksal, von dem uns die jüdisch« Geschichte t. Dt« Geschichte eines pollllschen Schicksals ist etwas anderes Geschichte einer polillschen Gestaltung. Oie einzig« dolltische die das Judentum besitzt, ist die Idee vom Reich«'Gottes. >nukka, das Tempelwelhefefl, gemahnt uns an die Smndlage jüdischen Existenz. Oie Menora erinnert uns an das wieder sich bewährende Wunder der jüdtschm Geschichte, nichts anderes als durch dos götllich« Wunder, aber dadurch llnaufhebbarkeit, ist prtesterllch« Existenz eine Möglichkeit Welt, ist der Jode in der Well da. Das sogenannt«