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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1935-11-15 · 22 (15.11.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
11 (1935)
Issue
22 (15.11.1935)
Date
1935-11-15
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 SemeinbeMat» der Israelitische« Neltgio«Agemet»be Dresden Nr n Aufheben! Gilt für die ganze Winterhilfe i) Eintopffpeade (Sonntag) 8. Dezember 1935 12. Januar 1936 9. Februar 1936 8. Mär, 1936 2) Pfunbfammtang (Dienstag und Mittwoch) Dienstag 26. 11. 1935 Mittwoch 27. 11. 1935 3. 12. 1935 » 4. 12. 1935 17. 12. 1935 * 18. 12. 1935 0 7. 1. 1936 8. 1. 1936 21. i. 1936 tr 22. 1. 1936 4. 2. 1936 m 5. 2. 1936 25. 2. 1936 m 26. 2. 1936 0 10. 3. 1936 m 11. 3. 1936 24. 3. 1936 0 25. 3. 1936 3) Kleidersammlrrng Leider hat sich die Abholung der für die Winterhilfe bereitgelegten Sachen - so dringlich sie auch gebraucht werben - noch nicht bewerkstelligen lassen, weil wider Erwarten der Lagerraum noch nicht freizubekvmmen war. Die Abholung erfolgt im Laufe der kommenden Woche. Vereinsnachrichien Abende für berufstätige und alleinstehende jüdische Krauen und Mädchen Die Abende, die bereits in den Vorjahren großen Anklang gefunden haben, werden auch in diesem Jahre und zwar von der Jüdischen Winterhilfe veranstaltet. Sie finden 14 tägig, jeweils Donnerstags abends 8 llhr, in den Näumen Moritzstraße 1 b, 1. statt. Es ist jeweils musikalische Unterhaltung vorgesehen. Nächster Abend: Donnerstag, 21. November 1935. Jüdische Winterhilfe 3. T. Ö. V. Var Kochba, Dresden Am Sonntag, den l. Dezember 1935 tragen wir unser erstes Nundenspiel gegen Var Kochha - Hakoah Verlln aus. Wir fahren mit einem modemen geheizten Omnibus nach Verlin und sind noch eine beschränkte Anzahl Plätze zu vergeben. Meldungen umgehend an unsere Geschäftsstelle- Sachsenallee 5,2. Nuf 10552 Oer Trockenskikursus hat bereftS begonnen und findet jeden Dienstag ab 7,9 ikhr abends in unserem Heim, Amalienstr. 24, i. statt. Späterhin wird der Kursus auch im Gelände fortgesetzt. Einige Meldungen für unser Skiheim werden noch entgegengenommen. Unsere Schachabteilung hat jeden Dienstag ab 8 Uhr abends in unserem Heim ihren Spielabend. Gäste sind herzlich willkommen. Am Sonntag, den 17. November 1935 finden auf unseren Platz, Nadrennbahn Neick, die Nundenspiele gegen Lar Kochba, Halle und Makkabi, Chemnitz, statt. Es treten folgende Mannschaften an: 10 Uhr V. St. Dresden l. Knaben Fußball - Makkabi Chemnitz 1. Knaben Fußball. 11 Uhr L. K. Dresden 2. Herren Handball - Makkabi Chemnitz l. Herren HandbaN. 12 Uhr V. K. Dresden 1. Damen Handball - Makkabi Chemnitz 1. Damen Handball. 1 Uhr V. K. Dresden 1. Herren Handball - L. K. Hätte l. Herren Handball. 2 Uhr V. K. Dresden l. Herren Fußball - L. St. Halle i. Herren Fußball. Loran-eige: Der Verband jüd. Frauen für paläfiinaardeit (Wizo) hält unter Leitung von Herm Leo Anschel einen palästtnakursuS in 14täglgen Abständen ab. Oer Kursus wtrd/4 bis 5 Abende umfassen und findet km Vlbliothekztmmer der Fratemttasloge statt. 3m Anschluß wird von Frau Anschel-Hofsteln eine zwanglose Singstunde, in der palästinensisch« Lieder eingeübt werden, abgehalten. Oer zrfle Abend ist für Mittwoch, den 27. November 1935, abends 8,30 Uhr angesetzt. find herzlich willkommen. (Nähere Auskünfte durch die DorMend«, Frau Dr. Hanbzel). ' _ Sportverein „Schild" tm Neichsmmd Jüd. Frontsoldaten e. V. Dresden Am Sonntag, den 17. November 1935 finden auf unserem Sportplätze Liebfiädter Straße 17 gegen »Schild" Leipzig folgend« Spiele statt: 10 Uhr Jugend-Fußball 11,15 Uhr Herren-Hanbball 13,45 Uhr Oamen-Handball . 14,30 Uhr Herren-Fußball Anschließend um 17 Uhr Geselliges Äetsammenfein km Gesellschastshaus, Vlumenfiraße 3. (Straßenbahnlinie 15. Autobus C). Wir bitten um zahlreichen Lesuch. Neuerscheinungen vie Einführung in die jüdische Kunst (philo-verlaos von prefeffor Dr. Franz Landeverqer. dem Leiter de, Berliner Jüdischen Museum;, bringt eine überstchtlich« Zusammenstellung de, bisher gesichteten Material,: an erster Stelle sind », Gegenstände de, lkunfthandwerst;, ein« Fülle von (Objekten, die bei den religiösen Handlungen in Synagoge und hau, verwendet werden, wir erfahren, daß alle Materialien und alle Techniken, die im christlichen ltulturkrei, verwendet wurden, auch im Rahmen dieser jüdischen Kunst oepsieqt worden sind. Schwierig ist die weiter« Frag«, inwieweit diese jüdisch« Kunst von jüdischen Menschen geschaffen worden ist. <E, gab allerding; — auch vor dem 19. Jahrhundert—sehr viel mehr jüdische Künftlerpersönlichkeiten, al, man gewöhnlich annimmt und unsere Kenntni» auf diesem Gebiet wird durch diese, Buch ein große, Sück gefördert. Über die Identifizierung de, einzelnen Kunstwerke, mit seinem Schöpfer ist noch sehr problematisch. Noch problematischer ist di« Frage nach dem jüdischen Stil, die andererseits heute grade im Brennpunkt de, Interesse, steht. Venn man erwartet mit Recht, daß die Versenkung de, heutigen Juden in jüdische, Geschick und jüdisch« Religion' in der bildenden Kunst ihren Ausdruck finden wird. — (Es ist «in besondere; Verdienst de, verfaffer,, daß er einerseit, die llheoretiker vor vorschnellen Schlüffen und di« Schaffenden vor einer bewußten Verstärkung der jüdischen Rot« warnt, andererseit» aber zum ersten Mol« verschiedene Züge zusammenstellt, au, denen fich eine jüdische Kunst jm tieferen Sinne, eine Kunst mit eigener Wesensart aufbauen läßt. Ueberhaupt ist diese, Luch, da» der verfaffer selbst al; eine »erste- (Einführung bezeichnet weniger abschließend, al; anregend; anregend vor allem auch durch die Art, wie, ohne vom Thema abzuweichen, prinzipielle Fragen berührt und Beziehungen zu Grenzgebieten aufgezeigt werden. — vir klar«, lebendig« Sprache, die kultivierte äußere Ausstattung, da, reichhaltige Lildermaterial werden dazu beitragen, dem Buch Freunde in den weitesten Kreisen zu gewinnen. - Dr. Margarete Steinberg-Vrerlau. Llblioihek Oie Mftglieöer der Fllial- und Nachbargemeinden haben Gelegenheft, Äücheraus der OresdnerGemeindebibliochek an Orl und Stelle zu entnehmen. Interessenten wollen sich gefälligst wenden: in Pirna an Fräulein Ilse Sngler, Albertstraße 1, b. in Freiberg an Herrn Günther Wunderlich im Haufe Kaufhaus Schocken in Meißen an Fräulein Helene Moszitzki im Hause Kaufhaus Schocken in Lauhen an Herrn Kurt Ließ, in Firma A. W. Altmann Nur dann, wenn die Iudenheit des Jahres 1935 sich aus eigener Kraft, durch ungewöhnliche Opfer, selbst hllst, wirb fle vo^ der Geschichte des jüdischen Wegs durch die Jahrtausend« gerechtfertigt sein.

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