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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1935-11-15 · 22 (15.11.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
11 (1935)
Issue
22 (15.11.1935)
Date
1935-11-15
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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w. * Semeiadetlatt der Israelitische» Neligio»Ißemei«de Dresde« Sette » Jüdischer Kulturbund Dresden im Reichsverband der Jüdischen .Kulturbünde in Deutschland 3ur freundlichen Beachtung Zum Opernabend am 13. November konnten viele Interessenten keine Karten mehr erhalten. Der uns zu Gebote stehende neue Saal hat nun einmal nur 370 Plätze, die größtenteils abonniert sind. Es sind jedoch in jeder platzgruppe im Abonnement noch eine Anzahl guter Plätze verfügbar, sodaß noch immer die Möglichkeit besteht, sich für verhältnismäßig wenig Geld zu allen Veranstaltungen gute Plätze zu sichern. Jede Veranstaltung im neuen Saal kann wiederholt werden, wenn sofort nach Bekanntmachung des Termins im Gemeindeblatt eine entsprechmde Anzahl von Vorbestellungen für die Wiederholung abgegeben werden. Wenn auf diese Weise ein gewisser Kartenabsah gesichert und die Wiederholung risikoloS erscheint, braucht also niemand von dem Besuch der Veranstaltung zurückzusiehen. Dann besteht auch insbesondere die Möglichkeit, eine größere Anzahl von Iugendkarten und verbilligten Karten für Minderbemittelte zur Verfügung zu stellen, was bei den beschränkten Verhältnissen des Baumes bei nur einer Veranstaltung unmöglich ist. Also bitte stets rechtzeittg Karten bestellen. n. Kuliurbundabenin der Synagoge Das Konzert wurde eröffnet mit einer Toccata, die Erwin Iospe, der Organist der Berliner Synagoge Lützowstraße, mit bewundernswerter Beherrschung der ihm noch fremden alten Dresdner Iehmlich-Orgel vortrug. Halte er hier einen herben und flächigen Stil bevoizugt (-?in besonderer Gcnuß für Kenner des historischen Bach-Stils!), so gab er in einer späteren Improvisation eine Fülle - von fesselnd bunten Tonbildern auf jüdische Liedthemcn. (Iospes Liederbuch Kawa naschiral Auf! laßt uns singen!" ist übrigens auch in unserer Dresdner Jüdischen Volksschule eingeführt.) Den übrigen Teil des schönen Abends füllte der Winawersche Männerchor aus, der hebräische liturgische Gesänge, jiddische Volkslieder und einige palästinensische Kompositionen vortrug mit einer disziplinierten Ausfeilung, die an die bekannten Don-Kosaken- Darbietungen lebhaft erinnerte. Ghernja XVinawer. der Gründer und hingebungsvolle Leiter des 30 jüdische Sänger umfassenden Ehores, hat auch die Bearbeitungen diesem slavischen Stil angepaßt: die dynamischen Sensationen vom leuchtendstem Fortissimo zum verhauchenden pianissimo, sowie die instrumental behandelten Begleitstimmen als Hintergrund für Soli von engelhafter Höhe oder fülligem Baß mit oft charakteristisch-dramatischem Vortrgg. Am Beginn der altfpaniolische Synagogengesang ..Schorfes tcfilla" wirkte am ergreifendsten, die palästinensische „Horra" am Schluß fortrei'ßend; dazwischen war das Boruch Echorr'sche „Solachti" und die Bearbeitung von (Birnbaums) „Wesdiomru" bemerkenswert als jüdisch-geistliche Konzertmusik guten europäischen Stils, während die neuen Hirtenlieder I. Brandmanns - bearbeitet für seinen Ehor von Winawer-bereits einen fremdartigen arabischen Einschlag in Harmonie- und Melodiebildung zeigen. Den Abend hatte Babbiner Dr. Wolf mit einer kurzen Ansprache einaeführt, in der er bas Fluidum zwischen den Künstlern und Hörern höher stellt« als lauten Beifall, und das Motto der kraftspendenden Hilf« auch auf di« Zuhörer, neben der Künstlerhilfe, anwandte. Aste echte Kunst rühre ans Göttliche und deshalb werde auch der Synagogenraum nicht entweiht durch solche Kunstabende. E. 25. Rezifationsabend Otto Bernstein Sonnabend, den 23. November 1035, 815 Uhr, im Neuen Saal I. TeilsWerke von Hermann Hesse, Thomas Mann, Jean Giono. Herman Bang II. TeihWerke von J. L. Perez. Rüben Braudes Preisgruppe A: 2.50, 1.75. 125 RM- Vorverkauf:. Zeiighausstraße Nr. 3, Erdgeschoß. Nur Mitglieder-Ausweis und Eintrittskarte II zusammen berechtigen zum Eintritt! | | QPoratikundigvmg Sonnabend, den 7. Ülejembet 1935, abends 8'^ Qlfjt fiamnrnmufih'HbcnD Qöovls Jtvoyt-Stveidjquartett Gftlenbetsjoffn . Gs-Quv Schubert Jl-Qffioa Opus 29 2>oorah 'J’-tZfur Opus 96 GJJreisgrnppe!A: 2,50, 1,75, 1,25 ,u\UllÜ mi Wt Jeder ist qut - keiner ist teuer SEIT 1896 tfcnifnSf Dm fahrend* Schubbau* Ihre diesjährige StOtlOCcrMirunt durch Bücherrevisor Dr. Hans Pohly, Viktoriastr. 12, Ruf 19450 Mitglied des Verbandes der Bücherrevisoren u. Steuerberater I Bei Auflösung von Fabrikbetriehen lieiwerdende betriebfähige Maschinen, Eisenrohre, eiserne Behälter usw kauft gegen Kassezahlung Wilhelm Höntsdi, Dresden, Freiberger Str 33 und 30 - Ruf 13332 I Kleine Anzeigen haben Erfolg! In Villa Weißer Hiisch ist 3«3imnKr-~ Bad, Zubehör großer Glasveranda herrliche Fernsicht zum I. Januar zu vermieten. (Olenheizung).Telefon 37982 10-2 Uhr. r Bedenke — Channukah-Geschenke Spielwaren-Yleyer Wilsdrufler Straße. 16 Schmuck* und Leder waren 45

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