Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 13 (1.7.1935)
- Date
- 1935-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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nt. 13 Gemeindeblatt der Israelitischen ReligionSgemeinde Dre»d«n Sette S überfiand, wurde ja längst in alle Winde durch die berühmte Auktion bei Eassirer zerstreut. Wegweiser und Lehrmeister! Go nennt Otto v. Falke diesen Liebhaber des sächsischen Porzellans, sein Haus, eine astzeit offene Stätte der Belehrung und des Genusses und eine nie versiegende Quelle der Erkenntnisse. Wer könnte wohl die Figuren und Gefäße aus der Blütezeit Meißens vor der Mitte des 18. Iahrhunderts vergessen! Oie Reifrockfigürchen, Meisterstücke jener funkelnden Staffierung, die Kändler seinen Komödienfiguren und Liebesgruppen der Barockzeit zuteil werden ließ. Or. O. B. Amtliche Bekanntmachungen Synagoge Während der Instandsetzungsarbeiten in der Kleinen Synagoge und der Umbauarbeiten in den Treppenhäusern wird folgende Regelung getroffen: Freitagabend- und Sonnabendgottesdienst in der Synagoge: Eingang für Herren vom Hof durch die Tür, die sonst nur nach'Schluß der Gottesdienste geöffnet ist. Eingang für Damen nur über die gerade Treppe im Synagogen- Hof rechts. Oie Damen werden gebeten, nur die 1. Empore zu benutzen. Oer Wochentagsgottesdienst findet gleichfalls in der Großen Synagoge statt. Dresden, den l. Zuli 1935. Der Vorstand der Israelitischen Religionsgemeinde zu Dresden. Max Leffer Personalien Geburten: 6. Iuni 1935: Renate Keyzer, Tochter des Gebrauchswerbe' leiters, Herrn Otto Keyzer und dessen Ehefrau Else geb. Klöven, Nürnberger Straße 32. Barmizwoh: In der Synagoge, Zeughausflraße l,b. 6. Iuli 1935; Daniel Gaporta, Sohn des Kaufmanns, Herrn Iacob Gaporta, Ackermannstraße 15. Trauung: 7. Iuli 1935: Fräulein Ilse Deutsch, Leipzig E l, Helfferichstraße 16 mit Herrn Erwin Krongold, Leipzig R 22, Poetenweg 9. Sterbefälle: 23. Iuni 1935: Fräulein Ehaja Hönig, Ziegelstraße 52. Neuerwerbungen der Gemeindebibliothek A 234 Hirsch, Leo. praktische Iudentumslunde. Eine Einführung in die jüdische Wirklichkeit für jedermann. Bin. 1935. E US Oie Iosephlegende in aquarellierten Zeichnungen eines unbekannten russischen Iuden der Biedermeierzeit. Gchocken- Verlag. Berlin 1935. NEU - ERÖFFNUNG! . Endlich wieder ein Spezialgesch-äft für DAMEN - MODE WAREN KRAGEN. GQRTEL. SCHALS ujw. Vom einfadistep bis zum Exlrovogonlen: für Jeden etwas Besonderes Irmgard Zimmermann / ViktoriasfraQe 12 H 199 Echolem Alejchem. Aus dem nahen Osten. Erzählungen. Übertragen von Stephanie Goldn'ng. Berlin- Wien 1922. H 200 Eamter, Max. Oer Gast. Eine Erzählung, philo- Verlag. Berlin 1935. ' H 201 Auerbach,Berthold. Eine Auswahl a. seinen Schriften Herausgegeben und eingel. von E. Gut. Schocken-Verlag. ' Berlin 1935. H 202 Buber, Martin. Das Baal-Gchem-Tow. Unterweisung im Umgang mit Gott. Schocken-Verlag. Berlin. H 203 Goldschlag, George A. Gedichte. Vorwort von Or. Manfred Swarsensky. Vortrupp-Verlag. Berlin 1935. H 204 Rejte Pomeranzen. Osijübische Schwänke und Erzählungen, gesammelt von I- Olsvanger. Schocken-Derlag. Berlin 1935. O 34 Wolfs, Louis. Handwerk im Iudentum. Entwicklung und Aufstieg. Berlin 1935. O 35 Kulturbund deutscher Iuden. Almavach 1934 35 Berlin. p 70 Easparius,Hans. DasPalästina-Bilder-Buch. 90 Photographien mit Vorwort und Text von Arthur Rundt. Leipzig-Wien 1934. p 71 Gerson, Hermann. Werkleute. Ein Weg jüdischer Iugend. Kedem-Verlag. Berlin 1935. j -— loie Jüdische Blindenanstalt für Deutschland <£. D. ist das einzige Institut in Deutschland, welches ausschließlich jüdische Blinde betreut. Im eigenen Heim, Berlin-Steglitz, Wrangelstroße 6/7, wird eine Werkstatt zur Erzeugung von Bürsienwaren unter Aufsicht eines sehenden Meisters unterhalten. Oie hergeflellten Waren sind erstklassig und werden von Herrn Becker und seinen Untervertretern, die zur Zeit den hiesigen Bezirk bereisen, nach Katalog verkauft und frei Haus geliefert. Mit jedem Auftrag auf Lieferung von Bürsienwaren wird die Rot der jüdischen Blinden gelindert. Es wird daher höflichst gebeten, den Vertreter 'berücksichtigen zu wollen und ihm Aufträge auf Bürfienwaren aller Art zukomnten zu lassen. Oie> Insassen der Iüdischen Blindenanstalt wollen Beschäftigung haben, bitte helfen Sie den jüdischen Blinden! Durch ein technische* Versehen in Nr. 12 ist die Fernsprech-Nr. der Pension Trittian, Klotzschc-Königswald unleserlich Dieselbe mub lauten Klotzsche 499. EINLADUNG . zu der am 7. Juli 1935, um 7 Uhr abends, im Saale der Harmonie, Landhausstraße 11, stattlindenden Gründungsversammlung des Vereins polnischer Staatsbürger jüdischen Glaubens zu Dresden, e. V., mit folgender Tagesordnung: 1. Begrüßungsansprache 2. Wahl des Vorstandes und Beirates ' 3 Genehmigung der Statuten 4. Ansprache des Herrn Konsul A. Czudowski, Leipzig 5. Verschiedenes Alle polnischen Staatsbürger werden hiermit eingeladen, zu dieser Versammlung zu erscheinen. Der provisorische Ausschul) des Vereins polnischer Staatsbürger jüdischen Glaubens zu Dresden, e. V.