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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1935-05-01 · 9 (1.5.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
11 (1935)
Issue
9 (1.5.1935)
Date
1935-05-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Nr. tz Gemetndeblatt der Israelitischen Religiontgemeinde Dresden Sette S Unsere Schule Oer Dresdner Schule zum Gruß Don Hermann schocken, Mitglied de« Gemeinde, und de« Schulvorstande«. Or. Arthur Lilienthal Deichsvertretung der deutschen Zudei. Am 23. März -1933 wurde die jüdische Schule Dresdens eröffnet. Sie hat bereits ihre Arbeit in 4 Klassenzimmern und mit über 400 Schülern begonnen. Oer erste Abschnitt der Aufgabe des jüdischen Schulvereins e. V. - die lange schwierige Vorbereitungsarbeit - ist damit abgeschlossen. Es wäre uns nicht gelungen, die schwierige Aufgabe zu erfüllen, wenn wir nicht von Anfang an die volle Unterstützung der Deichsvertretung gehabt Hütten. Auch der Sächsische Landesverband setzte sich einstimmig für die Gründung dieser Schule ein, und so gelang es uns auch büld die volle Unterstützung unseres Gemeindevorstandes zu bekommen. Allen diesen Stetten möchten wir unseren herzlichen Dank aussprechen für die moralische und finanzielle Unterstützung, welche erst den Erfolg unserer Bemühungen möglich machten. Jetzt sind wir in ein neues Stadium unserer Arbeit eingetreten. Jetzt heißt es, diese Schule so aufzubauen, daß sie der Stolz unserer Gemeinde sein und bleiben wird. Zur Ausführung dieser Aufgabe haben wir bereits eine viel stärkere Vafls und viel neue wichtige Kräfte gewonnen. Wir haben einen Schulleiter und Lehrer, die mit voller Liebe und Hingabe ihre Arbeit ausgenommen haben. Wir haben im Schulverein selbst viele wertvolle neue Menschen gewonnen, die bereit sind, mit Dat und Tat mitzuwirkm. ,Fasi alle Eltem der über löo Kinder sind bereits begeisterte Anhänger dieser Schule geworden und sie alle sind bereit, Opfer für die Erhaltung und den Aufbau unserer Schule zu bringen. Auch der Kreis der Gemeindemitglieder, der heute schon für die Schule ist, hat sich seit Äeginn der Schule ganz bedeutend erweitert und wir hoffen, diese Schule so zu führen, daß atte Gemeindemitglieder ohne Ausnahme in kurzer Zeit stolz auf diese Schule sein werden., Wir sind die Erben einer ästen heiligen Tradition. Kinder des Volkes, das der Welt den Glauben an den gerechten, gütigen himmlischen Gott und Vater gegeben hat. Unser Volk hat der Welt die Äibel gegeben, das Äoch, bas die Grundlage für Gerechtigkeit, für Ethik und für Glauben ist. Den wöchentlichen Duhetag, den Eabbattag/ ohne dm man sich die Menschheit heute garnicht -vorstellen kann - unser Gesetzgeber Moses hat ihn der Welt geschenkt. , Oie jüdische Schule hat die Aufgabe übernommen, der neuen Generation äußer den vom sächsischen Staate vorgeschriebenen Lehrfächern die Geschichte, die Sprache und die Deligion unserer Vorväter zu lehren. Dadurch wird sich die neue Heranwachsende Generation als lebendiges Glied von unseren Vorvätem her fühlen, und sie werden froh und stolz die schwierige Aufgabe der Gestaltung unserer Gegenwart übernehmen, und so werden sie das Erbe der langen glorreichen Vergangenheit zukünftigen Geschlechtern ungeschmälert überliefern. „ Diese Schule gehört keiner Gruppe und keiner Partei. Wir bitten alle Mitglieder unserer Gemeinde, mitzuhelfen, damit eine neue belebende Kraft für uns alle und für die ganze Gemeinde von ihr ausströmt. Bankhaus K öebr.Ärnholü s Qvttocti'BtvIiii «ir*1 JIM 'Dresdner Hauptgeschäft: Vaiseicha»«sstr«rße 16-22 Berliner Haus: TVtiin TT p Oedrenst, aAe 62*63 Kostenlose Neratvng in allen Hypotheken u Gnmd^ackSangelegenhetten Wenn die Dresdener Schule zu Äeginn des nei en Schuljahres bety Dresdener jüdischen Kindern ihre Pforten öjinet, so ist bas ein Ereignis, an dem Dicht nür Dresden teilnimmt; das deussche Judentum als solches fühlt sich irgendwie an ihm beteiligt. Denn ein Stück positiver Arbeit des deutschen Zudentu ns verwirklicht sich damit. Wenn wir durch die Zeit der Not, und der seelisö jen Bedrängnis ohne Schaden hindurchschreiten wollen, so müssen wir eins vor allem: Selbst an der Gestaltung unseres Schicksals irbeiten. Unsre Stellung im Staat, das Verhältnis zur Umwelt zuar hängt heute im wesentlichen unmittelbar von äußeren Faktorei ab. Um so mehr müssen wir kn unserer eigenen Gemeinschaft tätig sein, in unseren Menschen selbst die Voraussetzungen schaffen, die unser künftiges Schicksal gestalten sollen. Die Schaffung einer n men Schule ist ein Stück dieses Werkes. Was die Einsahberei schaft und der Opfersinn der Beteiligten und der Gemeinschaftssinn der deusschen Juden hier - wie auch anderwärts - -geschaffen -aben, ist mehr als irgendeine neue Einrichtung. Es verkörpert einen guten Teil unserer Hoffnung, unserer Zukunft. Unsere Zuiend soll hier einen Halt in sich selbst gewinnen, ebenso sicher und bewußt ruhend in ihrem Judentum wie selbstverständlich verbunden r n't der deusschen Kultur. Ein Stück Gegenwart ist hier verwirktzcht, ein Stück Zukunft sehen wir vor uns. m Türkisch 8 i Amtliche Bekanntmachungen Zeittafel Gemeindeamt, Zeughausltraße 3, Telephon 14051 unt 17887, geöffnet für den allgemeinen Verkehr: werktäglich von 8--13 Uhr. Sprechzeit der Syndikus ». vüroleiter Vr. Saalheitier, Il-IZUHr Geschättssührender Vorsteher: Herr Max Lesser. persönliche Rücksprachen mit, den Vorstandsmitgliedern vermittelt dar Gemeindeamt. er find in sämt» Angelegen» en: . ästraße 24, Trdg., g lösen I Sprechzeiten der Herren Dabbiner. vje Herren Rabbi n lichen seelsorgerischen, besonders auch persönlich-relig!' Heiden wochentäglich zu folgenden Zeiten zu Ipreck Rabbiner Professor vr. Uli nt er, neue Rdress«: Seda Telephon 47355, von 11-13 Uhr. Rabbiner vr. Wolf, Seughausstraße 1,3, Telephon 14051 unö 17887 Montag», Mittwoch» und Freitag» von 10 — ‘■,12 Uhr. Der Gemeindedajan. Herr Rabbiner horowig, Große pwingerstraße 6, täglich 9-12 Uhr. - Wohlfahrtsstellt:' Sprechstunden Montag», Mittwoch» und Freitag, von 4-IOy« Uhr. Kleiderkammee: Ausgabe zur Zeit nur auf schriftli^es Gesuch und erfolgte Bewilligung. / Wirtschaftshilfe: a) Allgemeine Beratung und Auswanderung. Mantag», Mittwoch» und Freitag« von9->/»11 Uhr, Donnerstag» von 18-19 Uhr. b) Beratung für verufsumschichtuno: Montag» von 18-19 Uhr, Mittwoch» von 10 —11 Uhr. Varlthenskaff«: Mittwoch» von 9-y*lI Uhr und Donnerstag von 18-19 Uhr. MittelstandSküche: Essenausgabe täglich außer Sonnt« g von 12 —131', Uhr, Ausgabe der Speisemarken Montag», Mittwo h; und F eitag; von 12-13 Uhr in der wohlsahrtrstelle. wer den prei, von NM 0.45 bezahlt, braucht keir e Speisemarken. Vie Rüche befindet sich Zeughausstraße I, Trdg. Ulli d» I Bibliothek: Ausleihe: Sonntag, von 11-12'/, und Sonnabend, von 20 - 22 Uhr (Kostenlos): Lefez mmer: Geöffnet Mittwoch» und,-Sonnabe 22 Uhr (Kostenlos). Jüdisch« Künstlerhilf«: (Rulturveronstaltungen) Montj, tag» von 10-12 und 15-18 Uhr, Freitag, von r, Mittwoch» von 20— g» bis Donners» 0-15 Uhr. i

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