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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1935-01-15 · 2 (15.1.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
11 (1935)
Issue
2 (15.1.1935)
Date
1935-01-15
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Seht 6 Gemet'ndeLlgtt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden Nr. 2 Personalien Geburten: 6. Januar 1935: Mirko Menahem Gueron, Sohn des Kaufmanns Herrn Avraam Gueron und Frau geb. Nahmias, Neichendach Straße 2. ' Sterbefälle 4. Januar 1935: Herr Eally Luft, Kaufmann, Noßwein. O. Januar 1935: Frau Hermine verw. Bobafch, geb. Kusty, Nosenstraße 33, l. Beremsnachri'chien Einladung des Israelitischen Frauenvereins E D. zur Generalversammlung am Mittwoch, den 23. Januar, nachmittags 4'', Uhr, im Saal Moritztkr. lb. Tagesordnung: 1. Gedenkfeier für Frau prister 2. Ben'cht über die Vereinstätigkeit. 3. Kassenben'cht. 4. Neuwahl des Gesamtvorstandes. (Schriftliche Wahlvorscbläae unserer Mitglieder sind bis. 22. Januar an die Vereins- Vorsitzende zu richtend Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Der Vorstand des Israel. Frauenvereins (£. V. 1 Elli Lester, Vors. 3- T. <5. Ä. Bar Kochba Au den Weihnachtsfeiertagen weilten wir mit 3 Fusiballmannschaften in Berlin und trugen dort Spiele gegen Bar Kocbba-Hakoah. Haaibor. I. S. K„ Berlin und Bar Kochba, Breslau aus. Die (Ergebnisse waren folgende: Bar Kochba, Dresden I. Herren - Bar Kochba-Hakoah, Berlin I. Herren 2:5. Blitzturnier Bar Kochba, Dresden,- Bar Kocbba-Hakoah, Berlin 0:1. Bar Kochba, Dresden - Bar Kochba, Breslau l: 0. Bar Kocbba, Dresden - Hagibor, Berlin 0:0. Bar Kochba, Dresden -I. S. K., Berlin 1:2. Bar Kochba, Dresden l. Jugend - Bar Kocbba-Hakoah, Berlin l. Jugend 0:6. Bar Kochba, Dresden l. Jugend - Hagibor Berlin 1. Jugend 8:2. Bar Kocbba, Dresden 1. Knaben - Bar Kochba-Hakoah, Berlin l. Knaben 7:5. Bar Kochba, Dresden l. Knaben - Hagibor, Berlin l. Knaben 5:1. Für die Fußballmannschaft des Deutschen Makkabikreises, die im Avril an der Makkabiah in Tel-Aviv teilnimmt, ist von Dresden Fritz Falik ausersehen. Zionistische Ortsguppe. Dortrag Or. Traub - Wechsel im Vorstand Am 9. Dezember sprach Dr. Michael Traub, der Leiter des Keren Hafehsod Deutschlands, im Harmonie-Saal vor vollem Haus über das Thema »Asfl oder nationale Heimstätte^. Er gab einen kurzen aber klaren Überblick über die Lage der Juden in allen Ländern. Er schi'derte die Notwendigkeit der Auswanderung aus einigen Ländern und die Aufnahmefähigkeit und Aufnabmewilligkeit anderer Länder. Palästina steht zwar nicht an erster Stelle an Aufnahmefähigkeit, aber es steht in aller vorderster Veihe an Aufnabmewilligkeit, und''es ist 'auch 'das Land, in das die größte jüdische Einwanderung der letzten zwei Jahre staftgefunden hat, und das''Land, in dem die" Auswanderer am schnellsten Fuß gefaßt haben. " Et schilderte die Gefabr, die in Palästina darin besteht, daß die Einwanderung, die bis vor zwei Jabren von" der' Jewifh Agency durch die Ausgabe der Arbeiterzertifikate kontrolliert'war, jetzt in viel schnellerem Tempo durch die Einwanderung" der kapitalistischen Kategorie vor sich geht. Die Gefahr besteht'darin, daß die Berufsschichtung jetzt zum größten Teil aufqehört hat, einer Kontrolle zu unterliegen und daß der prozmtsatz der'Landbevölkerung nicht mit dem Aufbau der Städte Schritt hält.' Aufgabe der Jewish Agency'muß es "sein, erstens'für eine'normale Berufsgliederung der Juden in palästjnazu "sorgen und'dazu ist es notwendig, Land zu bebauen und Menschen anzusiedelnzweitens ein jüdiscbes Gcbul- und Bllbungswesen so stark auszubauen, daß die aus so vielen Ländern zusammengeströmten Menschen eine einbeitliche Vollsmasse outbauen können. ,< - Nur so kann Palästina ein dauerndks Heim für Juden werden anstatt ein Nachtasyl, wie es leider in den meisten anderen Ländem in unserer langen Geschichte immer war. Das Land selbst und die Juden Palästinas sind aufnahmebereit und emvfangen neue Einwanderer mlt ftober Miene und mit offenen Armen. Aufgabe der Juden/'-die, nicht auszuwandem gezwungen sind, ist es, so weit als möglich die Geldmittel zur Verfügung zu stellen, die notwendig sind^ein bleibendes Heimatland aufzubauen. Der Dortrag wurde mit großer Begeisterung ausgenommen. Die Sitzung wurde eröffnet vom l. Vorsitzenden der Dresdner zionistiscben Ortsgrupve, Herrn Ingenieur Josef Tschernoff, der bekannt gab, daß er und seine Frau in einigen Tagen nach Erez auswandem würden, und der sich' mit warmen Dankesworten von seinen 'Dresdner Freunden verabschiedete. Er stellte Herrn Hermann Schocken als seinen Nachfolger vor. Herr Schocken betonte, dasi er das ehrenvolle Amt des l. Vorsitzenden nur bis zum Ende dieser Wäblveriode annehmen würde. Er gab eine kurze Schilderung von §Tschernoffs Tätigkeit als lanaiäbrigem Vorstandsmitalied und in den letzten zwei Jabrm als 1. Vortittender der Zionistischen Ortsgruppe. Seit 22 Jahren arbeitet Tsibernoff ununterbrochen im Vorstand und es scheint fast unmöalich, sich die zionitftsche Arbeit Dresdens ohne ihn vorzuttellen.' Seit Besteben des Keren Hajessod war er Keren Hajessod-Kommistar von Dresden, aber er war außerdem bereit zu jeder Zeit überall mitzuwirken, wo wichtige jüdische Arbeit zu leisten war. Er war geschätztes Mitglied des Gemeinderates. Er und seine Frau haben das hiesige Hechaluzbeim ausgebaut und in bester Ordnung erhalten. Tsibernoff kehrt zurück in das Land, wo er vor 50 Jahren geboren wurde, in das Land seiner Sehnsucht und in das Land, wo seine große Familie beute lebt. Wir wünschen ihm Glück und sein Name wird seinen Dresdner Mitarbeitern immer ein Vorbild und Anspom bei ihrer Arbeit fein. Hermann Schocken. Der Jüdische Jugendbund bat >'m Monat Januar in den Näumen der Fratemitas-Loge, Mon'tzttratze lb, folgende Veranstaltungen. Beginn pünftlich 9 Uhr. Gäste sind, wie immer, herzlich willkommm. 15. Januar: Dr. B. Isaak »Aus der Zeit der Emanzipation". 22. Januar: Nabbiner Dr. Wolf »Aus der Mischna". 29. Januar: Konzertabend. Frau Ellen Bergmann, Gesang. Heinz Mever, Violine. Max Geliert, Klavierbegleitung. Februar: Jüdisch-literarischer Abend. Gleichzeitig wird aut die Freitag-Abende (Beginn pünktlich 9.15 Llhr) bingewiesen, die sich infolge ihrer Ausgestaltung wachsender Beliebtheit erfreuen. r Die plücklirhe Geburt eines Sohnes zeigen hocherfreut an s 7X. M- Gueron und Trau Dresden, zurzeit Privatklinik Prof. Dr Rflh«amen Reichenbich Strafte 2 Liebigstrafte 7 j Nach 5jähriger Tätigkeit als planm. Assistent an Universität-, Provinzial- und städtischen Fachkliniken und 2>/jjähriger eigener FacHpraxis habe ich mich in den Käumen des verstorbenen Herrn Dr. Ehrenfreund als JTindevatßt i/jll Uhr Dr. Franz Hepr.er 5—5 Uhr Facharzt für Säuglings¬ und Kinderkrankheiten Bismarckplatz 14 (Hbf.) niedergelassen. Sprechstunden 9 Röntendiagnostik Fernruf 40055

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