Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 1 (1.1.1935)
- Date
- 1935-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. I QtnteinbtHa tt der Israelitische» Religion!gemeinbc'SDt eiben Sette S Amtliche Bekanntmachungen Zeittafel Gemeindeamt, 3euqhau»straße 3, Telephon 14081 und 17887, geöffnet für den allgemeinen Verkehr: werktäglich von 8—1 Uhr. Sprechzeit der Syndikus vr. Manfred Saalbeimer, von II — 1 Uhr. Gelchäftrführender Vorsteher: fterr Max Lejjer. perlönliche Rücksprachen mit den vorstandrmitgliedern vermittelt da» Gemeindeamt.. Sprechzeiten der Herren Nabbiner. vie fterren Rabbiner sind in sömtllchen seefforgerischen, besonder, auch persönlich-religiösen Angelegenheiten wochentöglich zu folgenden Zeiten zu sprechen: Rabbiner profeffor vr. Winter, neue Rdreffe: Sedanstraße 24, Lrdg., Telephon 47355, von 11-1 Uhr. Rabbiner vr. Wolf, Zeughaurstraße 1,3., Telephon 14051 und 17887, Montag», Mittwoch» und Zreltaa» voy 10— >',12 Uhr. Der Gemeindedajan, fterr Rabbiner ftorowitz, Große Jwingerftraße b, töalich y-12 Uhr. Wohlfabrtsstelle: Sprechstunden Montag», Mittwoch» und Freitag, von 9-10% Uhr. Kleiderkammer: Rurgabe zur Zeit nur auf schriftliche» Gesuch uud erfolgte vewilliqunq. Wirtschaftshilfe: a) Rllgemelne Beratung und Rurwanderuna. Montag», Mittwoch» und Freitag» von 9-%11 Uhr, Donnerstag» von 18-19 Uhr. b) Beratung für verufrumschichtung: Montag» von 6 — 7 Uhr, Mittwoch» «on 10—11 Uhr. Wiftelstandsküche: tkttenausaabe töalich außer Sonntag von 12 — *'*2 Uhr. Rurgabe der SveisemarKen Montag», Mittwoch» und Freitag» von 12 — 1 Uhr in der wohlfahrtrstelle. . wer den Preis von RM 0.45 bezahlt, braucht keine Speisemarken. Diel Rüche befindet sich Zeughausstraße 1, Trdg. Bibliothek: Rurleihe: Sonntaar von 11-12% Uhr, Mittwoch» I und Sonnabend» von 20 - 22 Uhr lkostenlorl. I Lesezimmer: Geöffnet Mittwoch»! und Sonnabend» von 20— I I 22 Uhr fkostenlors. I | Jüdische Künstlerdilfe: fRulturverannaltungen) Montag» bi» Donnerstag» von 10-12 und 3-6 Uhr, Freitag» von 10-3 Uhr. Weitere Neuanschaffungen der Gemeindebibliothek ft 163 Echerbei, Moritz. Fabeln nnd Epigramme. Berl. 1932. ft 166 Strauß, Ludwig. Zwölf Geschichten. Berlin 1934. ft 167 Buber, Martin. Erzählungen von Engeln, Geistern und Dämonen. Berlin 1934. ft 170 Bernstein, Arno. DSgele der Maggib. Eine Novelle. Berlin 1934. ft 2 Agnon,S. S. Und das Krumme wird gerade. Berlin 1934. ft 174 Derselbe. Zn der Gemeinschaft der Frommen. Berlin 1933. ft 176 Glatzer, Norbert und Strauß, Ludwig. Sendung und Schicksal. Ein jüdisches Lesebuch. Berlin 1931. ft 177 Bin Gorton, Micha Josef. Oer Born Judas. Neue Ausgabe. Berlin. ft 178 Sturmann, Manfred. Wunder der Srde. Gedichte. Leipzig 1934. ft 179 Stern, Serson. Weg ohne Ende. Noman. Berlinl934. F 117 Oie ftellige Schrift,,neu ins Deutsche überseht. 1. Bd.: Tora, Fünfbuch, fterausgegeben von Georg Toczyner. E 114 Prinz, Joachim. JNustrierte jüdische Geschichte. 2. Auflage. Berlin 1933. Bekanntmachung über eine Ersatzwahl zum Gemeinderat. fterr Ingenieur Josef Tschernoff hat infolge Wegzugs sein Mandat niebergelegt. An seiner Stelle wurde in der Sitzung des Semeinberotes vom 18. Dezember 1934 einstimmig fterr Max Wieselmann gewählt. Oie Zionistische Ortsgruppe und die Jüdische Boltspartel Dresden haben dieser Wahl zugestimmt, fterr Wieselmann hat die Wahl angenommen. Gemäß Punkt II des Schiedsspruchs der Neichsvertretung der deutschen Juden vom 3. 4. 1934, ist fterr Max Wieselmann sohin Mitglied des Gemetnderates für die Zeit bis zum 31.12.1933. Dresden, den 3. Januar 1933. Der Vorstand'der Jsraeltttschen Veligionsgemeinde zu Dresden. Max^Leffer. Die Jentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden weist darauf hin, baß für die Aufnahme von erholungsbedürftigen und tuberkulosegefährdeten Kindern und Jugendlichen u. a. auch die besonders gut ausgeflatteten unter ständiger fachärztltcher Aufsicht stehenden fteime: Friedrich Luisen-ftospih in Bad Dürrheim (Bad Schwarzwald) und fteim des Jüdischen Frauenbundes in Wyk a. Föhr (Geschäftsstelle: Berlin-Eharlottenburg 2, Kantstraße 138) in Frage kommen. Während in Wyk als.besonderer fteilfaktor das Nordseeklima hervorzuheben ist, ist Oürrheim durch das voralpinische Klima (es liegt über 700 m hoch) besonders begünstigt und hat die Möglichkeit der Verabreichung von Solbädern im ftause. Für die Aufnahme in beiden fteim kommen ln Frage Kinder und Jugendliche mit Skrofulöse, Nachktis, Erkrankung der Atmungsorgane, Rheumatismus, Schwortenbttdung und Knochentuberkulose. Ausgeschlossen von der Aufnahme sind aktive ftilusdrüsen, Lungen- und Darmtuberkulose, sowie Jnfeftionskrankheiten aller Art. Das fteim in Oürrheim nimmt Jungen und Mädchen im Alter von 3-16 Jahren, sowie weibliche Jugendliche bis zum 23. Lebens-, fahr auft das fteim in Wyk a. F. Mädchen von 4-18 Jahren, Jungen von 4 -14 Jahren. Besonders weist die Zentralwohlfahrtsstelle darauf hin, daß Winterkuren durchaus zu empfehlen sind und daß daher eine Verschickung um diese Jahreszeit in die ganzjähn'g geöffneten fteime angeraten werden kann, umsomehr, als die Unterbringung im Winter infolge, des Entgegenkommens der beiden fteime zu einem mäßigen Preise ermöglicht werben kann. Bezugsgebühren des Semeindeblaties Oie Bezugsgebühren des Gemeindeblattes, das nunmehr mindestens 2mal monatlich erscheint, wurden auf NM —.3(0 pro Quartal festgesetzt. Oer Einfachheit halber bitten wir unsere Mitglieder, die Gebühren für das gesamte Kalenderjahr 1933 mit NM 2.— zusammen auf unser Postscheckkonto Dresden Nr. 10288 oder eines unserer Konten bei den Bankhäusern Gebr. Arnhold und S. Mattersdorff zu überweisen. Diejenigen Mitglieder, welche mit der Bezahlung der Gebühren für den Nest des Jahres 1934 mit NM - .90 noch im Rückstand sind, ersuchen wir letztmalig um Überweisung. Dresden, Ende Dezember 1934. Der Vorstand der Israelitischen Neligionsgemeinde zu Dresden. . Personalien Gterbesälle: 18. Dezember 1934:Frau Auguste veno, ft erz geb. Schaje, Eliasstr. 24. 21. Dezember 1934: Frau Sitel Kamiel gen. Feuer geb. Kriegsmann, Große Zwsngerstraße 13. 26. Dezember 1934: Frau Klara Kühn geb. Krasa, Wxttinerstr.38. - , _ Geburtstage: 6. Januar 1933: Fräulein Margarete Striemer, Eliasstraße 24, _ 70. Geburtstag. 19. Januar 1935: fterr Lews Nubin, Stephanienstr719, 73. Geburtstag. __ Jüdische Schule Der Jüdische Schulverein e. D. Dresden schreibt un«: Zum Direktor der ,u Ostern 1933 ins Leben tretenden jüdischen Volksschule ist fterr Alkred Schäler bestimmt, fterr Direftor Schäler ist im Jahre 1890 ln Mühlhausen sOberfranken) geboren. 0kr absolvierte dieNealschule in Arth l. Boy. und danach zur Berufsausbildung die Israelitische Präparanden-Anstoit in Burgpreppoch und die Israelitische Lehrerbildungsanstalt in Würzburq. Don 1911 bis 19t« war er an verschiedenen jüdischen Volksschulen ln Südbeutschlanb tätig. 3m Jahre 1914 wurde er von der Israelitischen Kuftusgemeinbe Gotha als Lehrer und Prediger berufen, leistete während des Krieges über 2 Jahre fteeres- und Frontdienst und wurde 1919 als Klassenlehrer an der staatlichen Bürgerschule In Gotha unwiderruflich anqestellt. vis zum 30. Juni 1934 versah fterr Schäler dieses Amt. An diesem Lage wurde er auf Grund des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsdeamtentums in den Nuhestanb verseht.