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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1934-12-01 · 12b (Ende Dezember 1934) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
10 (1934)
Issue
12b (Ende Dezember 1934)
Date
1934-12-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 Temeindebla tt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden Nr. 12b fesigesiellt werden, daß der Besuch sich weiter so stark gehoben hat, daß die Einbeziehung eines weiteren Raumes sich erforderlich macht, was durch, das Entgegenkommen der Fraternitasloge ermöglicht wurde. Sen Stand der Vorbereitungsarbeiten für die jüdische Schule konnten unsere Leser im wesentlichen den Ausführungen des Schulvereins e. V. entnehmen, welche wir in der letzten Nummer zum Abdruck brachten. Interessieren dürfte noch, daß der für 4 Massen (mit 3 Lehrkräften) vorgesehene Etat des Schulvereins für das erste Schuljahr rund NM 48000. - Ausgaben vorsieht, denen auf der Einnahmenseite die Zusage der Gemeinde gegenübersteht, sich mit einem Orittel an den Gesamtkosien zu beteiligen, sowie eine von der Neichsvertretung der deusschen Juden bewilligte, auf NM 3 bis 4000 - bezifferte, Subvention. Oer Nest ist vom Schulverein selbst aufzubringen. Oie Kosten der Einrichtung werden mit NM 4500angegeben, wovon die Gemeinde wiederun ein Drittel, die Neichs- Vertretung einen festen Betrag von NM. 4800.- übernommen hat. Oie Konzesfionierung der Schule durch das Sächsische Volksbildungs- Ministerium steht noch aus, der Schulverein erwartet sie jedoch in kürzester Frist. Oer Neligio ns unterricht der Gemeinde wurde bereits zu Beginn dieses Schuljahres durch Einführung einer dritten wöchentlichen Neligionöstunde ausgebaut. Um ein möglichst enges Verhältnis zwischen Elternhaus und Neligionsschule anzubahnen, hat der Schulausschuß, der nach längerer Unterbrechung unter dem Vorsitz von Herrn Schocken seine Tätigkeit wieder ausgenommen hat, beschlossen, beginnend im Januar 4038 Elternabende zu veranstalten, zu denen die Eltern der Schüler jeweils einer bestimmten Klasse gebeten werden und die einer Aussprache überdie Bedeutung des Neligionsunterrichts in der heutigen Zeit gewidmet sein sollen. Erwähnung fanden auch die wohlgelungenen Ehanukkahfeiern der Neligionsschule. Bezüglich der. Sozialarbeit der Gemeinde mußte festgestellt werden, daß die Beanspruchung der Wohlfahrtssielle in den letzten Monaten nicht geringer geworden ist. Infolge einer großen Spende, welche der Wohlfahrtssielle anläßlich des Geschästsjubiläums des Bankhauses Amhold zugeflossen ist, konnten in letzter Zeit eine Neihe von zusätzlichen Unterstützungen gewährt werden, die etatmäßig nicht möglich gewesen wären. Bei den Ausgaben der Wirtschaftshilfe machen die Übersiedlungsbeihilfen neben den Kosten der Berufsumschichtung in Dresden noch immer-einen großen Posten aus. Oie Beitragskartenaktion für Hilfe "und Aufbau ist in vollem Gang. Einer emeuten Anregung der Berliner Zentralstelle für jüdische Oarlehnskaffen e. B. folgend hat sich der Gemeindevorsiand entschlossen, der Gründung einer Oarlehnskasse trotz schwerer entgegenstehender Bedenken näherzutreten. Nach den Anweisungen der Zentralstelle dürfen Darlehen nur zu produktiven Zwecken gewährt werden, b. h. zur Aufrechterhastung oder zum Ausbau eines Geschäftsbetriebes oder zum Neuaufbau einer wirtschafilichen Existenz. Durch den geplanten Verwendungszweck muß die Nückzahlung des Oarlehns gewährleistet erscheinen. Oie allgemeine Höchstgrenze des Einzeldarlehns beträgt NM 4000. -. Zn der Negel dürfen Darlehen nur gegen die selbstschuldnerische Bürgschaft M>eier Bürgen gewährt werden, die für den dreifachen Oarlehnsbetrag gut sind und ihren Wohnsitz in Deutschland haben. Oie Laufzeit des Oarlehns soll zwölf Monate nicht übersteigen. An die Nichtlinien der Zentralstelle ist die Oarlehnskasse gebunden. Es ist daher, namentlich infolge der strengen-Bestimmungen über die Sicherheitsleistung, von vornherein damit zu rechnen, daß eine große Anzahl von Oarlehnsanträgen keine Berücksichsigung finden kann. Gleichwohl glaubt der Gemeindevorstand richtig zu handeln, wenn er wenigfienseinergewissenAnzahlvonKredissuchenden dadurch Möglichkeiten eröffnet. Besonders zu betonen ist, daß die Oarlehnskasse, deren Verwaltung von der Gemeinde losgelöst, einem Ausschuß übertragen werden soll (vergl. unten!), kein charitatives Unternehmen darstellt,: sondern auf. rein geschäftsmäßiger Basis arbeiten muß. Aus dem letzten Punkt des Verwaltungsberichtes, Kulturaufgaben, dürste die Mitteilung interessieren, daß Herr Professor Or. Blumenfeld sich der Gemeinde liebenswürdigerweise zur Leitung imiiiiiiiiMMnmmiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimimiiiiiiiiiiiimtiiiiiiMimmmiiiiiiimiimiiiHmiiiMiimiiis } Gute Pralinen . .? | oann: KREUTZKAMM | MmiHimtHiiimiinHMHiittHmiiiiiiimimiiiimiiHiiitiiiiMMMimiMiiiiitHiiiiiimiiniMHiiiiHHm einer pädagogischen Arbeitsgemeinschaft für die Führer der.jüdischen Iugendgruppen Dresdens zur Verfügung gestellt hat. Neben dem Vortrag von Herrn Nabbiner Or. Ewarsensky über »Oie religiöse Haltung, der Gegenwart" sind noch zwei weitere eintrittssreie Gemeindevörträge in Aussicht genommen. Herr Or. Ernst Simon, Haifa-Frankfurt a. M. wird sprechen über »Neligion und Kultur in Palästina", Herr Professor Or. Lewkowitz, Breslau, anläßlich des Erinnerungsjahres über »Malmonides". An den Bericht schloß sich eine Aussprache an. ' Oer Gemeindevorstand wurde hierauf durch einstimmigen Beschluß ermächtigt, die Oarlehnskasse mit einem Kapital von NM 20 000. - zu gründen und zu diesem Zweck ein Oarlehn von NM 40 000.- von der Zentralstelle für jüdische Oarlehnskaffen in Berlin sowie einen Bankkredit in Höhe von NM 40000. - in Anspruch zu nehmen. Oem Oarlehnsausschuß sollen die Herren Max Esireicher, Or. Grün, Or. Leyser und Leo Nosenkranz angehören. Nunmehr lag dem Gemeinderat der Entwurf des Haushaltplanes für 4038 zur Beratung und Beschlußfassung vor. Herr Or. Grün als Finanzdezement begann seinen Dortrag mit dem Hinweis darauf, daß in diesem Fahre der Versuch unternommen worden ist, den Voranschlag bereits vor Beginn des Etatjahres fertigzustellen und dem Gemeinderat zur Annahme vorzulegen. Nach Behandlung der Positionen 4 bis 3 des Haushaltplanes mußte jedoch infolge der vorgeschn'ttenen Zeit dieser Punkt der Tagesordnung abgebrochen werden. Oie nächste der Beratung des Haushaltplanes gewidmete Sitzung wird im Januar stattfinden. . Or. S. Per c AJei >e zu

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