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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1934-12-01 · 12b (Ende Dezember 1934) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
10 (1934)
Issue
12b (Ende Dezember 1934)
Date
1934-12-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Gemein-edlatl 4 der Israelitischen lKeligionsgemeinde Dresden / Amtliches Organ des Gemeindevorstandes » Mitteilungsblatt des Sächsischen israelitischen Gemeindeverbandes * Verantwortliche Schrlstleltung: Leo Anschel, Dresden / Verlag: Israelitische Religionsgemeinbe Dresben-A. 1, Zeughausstraß« 3 / Ruf 14051 und 17887 / Verantwortlich für den Inseratenteil: Iac. Gternllcht, Oresden-A. 19, Gtübel-Astee 35 / Ruf 34185 / Alleinige Annahmestelle für Inserate ebenda / Oie 4 mal gespaltene 48»mm-Zeile tostet 22 Pfennig, laufend Rabatt / Druck: A. Gruhnert, Dresben-A. 1, Ammonstr. 61 > X. Iahrg. Dresden, Ende Dezember -1934 Rummeri2b Zehn Jahre Gemeindeblatt Am 25. Mai 1925 erschien die erste Rümmer unseres Gemeidrblattes. Mit der vorliegenden 3. Dezember-Rummer 1934 schließt sohin der X. Iahrgang ab. Das Blatt ist in den Jahren seines Bestehens;u einem kaummehr sortzudentenben Faktor des Gemeindelebens geworden. Gemessen an anderen Gemeindeblästem von größeren Gemeinden gewiß nach Aufmachung und Inhalt ein bescheidenes »Blättchen", wissen wir, gleichwohl daß sein Erscheinen in den Häusern unserer Gemeinde stets gern gesehen wird. Kommt ihm doch die Aufgabe zu, die in heutiger Zeit so notwendige Verbindung unter den Gemeindemitgliedern, sowie zwischen der Gemeinde und ihren Mitgliedern aufrechtzuhalten, indem es über die Tätigkeit der Gemeindeverwaltung, der Organisationen und Vereine berichtet, auf Veranstaltungen hinweist, besonders auch die gottesdienstlichen und sonstigen amtlichen Bekanntmachungen vermittelt und xndlich Ausführungen über Gegenstände enthält, di« von besonderem lokalen Interesse stnd. Richts anderes als ein Gemeindeblatt will es sein. Keinesfalls besteht der Ehrgeiz, gleichzeitig so etwas wie eine jüdische Zeitung oder Zeitschrift sein zu wollen. Erfreulicherweise ist es heute so, daß fast in jedem jüdischen Hause eine jüdische Zeitung anzutreffen ist, sodaß es unserer Meinung nach keineswegs mehr unbedingt zum Aufgabengebiet eines Gemeindeblattes gehört, jüdische Tagesnachrichteo (auch in gedrängtester Form) oder allgemeinen jüdischen Lesestoff zu vermitteln. Dagegen ist es unser Bestreben, ein wirkliches Gemeindeblatt zu unterhalten, d. h. ein Bla«, welches in allen Spalten seines, wenn auch noch so bescheidenen Textteils lokalem Interesse begegnen darf. Um das Blatt stets aktuell zu halten, hat der Gemeindevorsiand sich im Iahre 1934 entschlossen, das Blatt in vierzehntägiger Folge, und zwar nunmehr am l. und 15. jeden Monats, erscheinen zu lassen, und falls erforderlich noch Zwischennummern einzuschieben. Rachdem Verwaltungsberichte der Gemeinde nicht mehr im Druck erscheinen, kann man das Gemeindeblatt in seinen gesammelten Iahrgängen als Ehronck der Gemeinde ansehen. Wir legen daher besonderen Wert darauf, daß alle wichtigen Ereignisse unserer Gemeinde sich im Gemeindeblatt widetspiegeln und möchten auch an dieser Stelle nicht verfehlen, zur Mitarbeit am Gemeindeblatt aufzurufen. Wir «nöchten allerdings die Bitte beifügen, sich auf wirklich allgemein, Interessierendes zu beschränken, und Mitteilungen und Berichte angesichts des. bestehenden Raummangels so kurz als möglich zu fassen. Gemeinderatssitzung Am 18. Dezember 1934 fand eine Sitzung des Gemeinderates statt. Vor Eintritt in die Tagesordnung ben'chtete in nicht-öffentlicher Sitzung Herr Rechtsanwalt Or. Seligsohn, Berlin, Mitglied des prästdialausschuffes der Reichsvertretung der deusschen Iuden, über die Arbeit der Reichsvertretung. Die mehr als zweistündigen, bedeussamen Ausführungen des Referenten fanden starke Beachtung. Zu Beginn der öffentlichen Sitzung st>rach der Vorsitzende, Herr Max Lesser, herzliche Worte des Abschieds für das vor einigen Tagen ausgeschiedene Mitglied des Gemeinderates, Herrn Ingenieur Iosef Tscheruosf, dem er für seine tatkräftige und verantwortungsbewußte Mitarbeit Dank sagte und namens des Kollegiums alles Gute für sein ferneres Leben und Wirken in Palästina wünschte. Als Ersatzmann für Herrn Tschernoff wurde Herr Max Wieselmann gewählt. Der Vorsitzende erwähnte femer den 70. Geburtstag des verdienten früheren Vorsitzenden Sanitätsrat Or. Zimmermann. Oer Verwaltungsbericht wurde durch den Syndikus Or. S.aalheimer erstattet und erstreckte sich auf Fragen des Kultus, des Unterrichts, der Sozialarbeit, der Kulturaufgaben, sowie statistische Angaben: Es kamen hierbei die Beschlüsse und Anregungen des Synagogenausschusses sowie der Sonderkommission für die Frage »Gottesdienst und Iugend" zur Sprache, in deren Verfolg allwöchentlich im Anschluß an den Sabbatgottesdienst Iugendfeiem eingeführt wurden, die. bereits zweimal stattgefunden und bei der Iugend viel Anklang gefunden haben. Gottesdienste für die Iogend sollen künftig vierzehntägig veranstaltet werden und zwar wird jeweils ein Freitagabend-Gottesdienst im Monat - ohne Abänderung der Liturgie - auf die Iugend eingestellt sein, insofern, als die Ansprache sich an die Iugend richtet, die Gebete langsamer vorgetragen werden und' insbesondere anstelle des Synagogenchores ein fü< diesen Zweck eigens gebildeter Iugendchor mitwirtt. Ein zweiter Iugendgottesdiensi im Monat findet an einem Gonnabendnachmittag statt. Bezüglich des Gemeindegottesdiensies nach altem Ritus kynnte

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