Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 10 (1934)
- Issue
- 11a (Mitte November 1934)
- Date
- 1934-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seit« 6_Gemeindeblatt der Israelitischen ReligionSgemeinde Dresden_Nr. 11» SEIDENHAUS IACOBY NACHF. Das Haus der großen Leistungen! Inh, Ludwig Siebei vrescisn-A., Altmarkt 6 Seide * Wolle * Samt unter Leitung des jungen Dresdner Kapellmeisters Walter Goldmann eine so flüssige exakte Aufführung zustande kam. Sehr schade war es, und allerdings den Eindruck der Offenbach'schen Musik beeinträchtigend, daß kein kleines Orchester die musikalische Untermalung der Operetten ausführte, sondern nur das etwas eintönig klingende Klavier dafür eintrat. Aber woher jüdische Orchestermusiker in der dazu notwendigen Desehmtg in Dresden nehmen? - ganz abgesehen von den damit verbundenen enormen Kosten. 7?un, für den phantasiebegabten, gutwilligen Hörer, der alle diese Umstände vernünftigerweise berücksichtigte, muß es doch als nicht wertloses Vergnügen gegolten haben, diese leichte und liebenswürdige Musik zu den naiven Testen zu genießen. Man freute sich sogar, konstatieren zu können, daß der Komponist Jacob (Jacques) Offenbach, - geb. 1S19 als Sohn des Kölner Synagogen- Kantors und Enkel des" wandernden Ehafans Juda Eberst aus Offenbach a. M. - in diesen ersten Vühnenstückchett seiner heiteren Muse so gar nichts von der ihm nachgesagten „Frivolität und sinnlichen pikanten«* offenbarte, sondern im Gegenteil, eine graziöse, anspruchslos«'und manchmal derb-komische Art, wie sie Offenbach als Kind vielleicht vom Köl'schen Karneval und im Kölner „Hannes' che Theater* im Pferdestall der engen Wehrgaffe erlebt hatte. Unserem Publikum wird es allerdings nicht immer leicht gefallen sein, sich auf diesen naiven Standpunkt des Genießens, etwa wie man sich an lustigen Puppenspielen erfreut, einzustellen. („Das Mädchen von Elizondo* wurde übrigens vor Napoleon III. und Kaiserin Eugenie in den Tuillerken in einer privatvorsiellung uraufgeführt.) Emil Fischer, der zugleich Regisseur der Stücke war, gab darin das Faktotum Vertigo „Ich bin ein Held in jedem Fache' mit einem lebhast charakterisierenden Spielhumor» den baskischen Liebhaber faßte der Tenor Hans Horsten leidenschafilich an, und Äella Erdoes erwies sich als reizende Soubrette, der auch seit» timentale Nomanzen mit lieblicher Stimme gelingen. Auch in dem anderen Werkchen „Nr. 66* (Ein Lotterie-Los) mit seinen Oudelsack- und Guitarren-Effekten sorgte Walter Goldman n vom Eteinway-Flügel her für sehr flüssige Tempi. Manche rhythmische Feinheit und melodiöse Linie wäre durch nicht so eilige Zeitmaße mehr zur Geltung gekommen. Fischer macht die Figur des reisenden Krämers mit seinem Auftrittsli'ed: „Ihr Leute schnell heran* zu einem behäbig-komischen Typ; da-capo-Äeifall holten sich mit dem heiter trällerndem Tanzlied Horsten als Dudelsackpfeifer und die Erdoes als sein Ääslein. Freilich hatten alle unter der» bekannt ungünstigen Akustik des Kaufmannschafis-Saales zu leiden, um so mehr als die kleine Sofsitten-Vühne auch noch Manches von dem Etimmklang verschluckte. Erfreulicherweise zeigte das überfüllte Haus lebhaftes Interesse an dem Versuch, einen gewissen Ersah für anderweite künstlerische Veranstaltungen zu bieten. E. 25. Hinweis Am Sonnabend, den 1. Dezember, abends 815, veranstaltet im kl. Saal der Kaufmannschaft Frau Herta Mauthner-Falk einen Liederabend. Zum Dortrag gelangen Lieder und Arien von Mendelssohn, Meyerbeer, Vloch, Schallt, Hofsiein und hebräische Gesänge von Grad und Großmann. Begleitung -''Grete Anschel- Hofsiein. Karten bei Strauß. Miß i>» i»M-iiii»Wil MMeii ist das Thema, über das Km Sgntilfis Sr. AMmm. Serlin, _ am Donnerstag, den 6. Dezember 1934, abds. 815, im Saale der Harmonie, Landhaussiraße spn'cht. Me Gemeindemitglieder werden hierzu eingeladen. GeitrolMRii deutscher Staatsbürger jüdischen Slaubeus. Unk.-veitrag: NMl.— num. Platz, —.50 unnum. Plätze. 64001 Krastdroschken-Ruf 64011 Werkstätten eleganter Herrenu. Damenkleidung L. HARNIK, Grunaer Straße 22 — Ruf: 27743 Anzug! Mantel / Kostüm RM 35«— an Garantie für besten Sitz und Verarbeitung Ihr PELZ nur von WIESELMANN VIKTORIASTR» 22 - RUF: 18*55 Neuarbeitungen, Reparaturen, Eig 'Werkstätten jtiiHimmiiiimimmiMimiMiiMittmiiiHiiHHiiiHtiiiiiiiiiiiiiiiiHiitiJiiMiiiiiiiiHiiiiMHiiiHiiiiiiir | Konditorei Omberg I | Rebaglidje, neuieilliche Räume bieten »»genehmen Rusenthalt / Rebädte, forten | r und kiispeisen sind erstklassig und preiswert 'für kesellschasten empsehle Raum- - | Kuchen und bunte Platten / Dresdner Stollen-Derfand / Fernruf 21076 u. 18946 - * W # W d G G G M G G G G M V G Blumen-/Xusstellung Erwin XViectow Große Auswahl in Erstkassigen Blumenschmuck Künstlerischer Tafelschmuck Seltene exotische Pflanzen aus eigener Gro5gärtnerei Aufmerksame Bedienung Billige Preise w G G G G W W G G G Oresden-/^.. PragerStrabe 41 H, Fernruf 14722 W