Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1934-11-01 · 11a (Mitte November 1934) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
10 (1934)
Issue
11a (Mitte November 1934)
Date
1934-11-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/4892693-5739425-5770104--2110-4894689
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Nr. ll«_Gemeindeblatt der Israelitische» Rrligion»grmrinde Dreßde» Mitteilungen über .Dresdner jüdische Kulturveranstaltungen MHIIIMHMIimmillHItlMMimilJIHHMmtHHHmtHMmilHHIItlimMIHHJIIIMUlHmHIIMIIIIIIIIIIItll jiidiscUc ÜÜHsttecUtffe Dcesd&t Kulturveranstaltungen 1934/1935 - Mittwoch (Bußtag), den'21. November 1934 pünktlich 8'5 Uhr abends im großen_Saale der Dresdner Kaufmannschaft ONZEftTABENP Paula Lindberg Gesang Lieder von Beethoven und Moussorgsky, Arien von Mendelssohn und Mozart, jüdische Volks- * lieder Stefan Auber Violoncello Sonate von Beethoven, Rokoko-Varationen von Tschaikowsky Georg Bertram Klavier 1 Ballade, Berceuse und Walzer von Chopin Paula Lindberg, die wir zum ersten Mal in unseren Konzerten hören können, ist seit Jahren die gefeierte Altistin internationaler Musikfeste. Oie Presse rühmt an ihr .eine der größten, schönsten Altstimmen, die die Erde Hot/ Ihre Erfolge bei Auffühmng des berliner Kulturbundes sind aus den jüdischen Zeitungen wohl hinlänglich bekannt. Oer Dioloncell-Birtuose,^Stefan Auber, hat einige Jahre hier in Dresden an der Philharmonie gewirkt. Am 31. Oktober 1928 schrieben die Dresdner Neuesten Nachrichten: .Es war ein Genuß, Auber zu hören! Er war schon immer ein Spieler, der tonlich zu interessieren wußte, aber heute hat er eine Kultur, eine Ausgeglichenheit des Klanges. erreicht, die man nur uneingeschränkt bewundern kann". Über einen Pianisten von dem Bang und Nus Georg Bertram'« der hier in Dresden so viele Freunde hat, nähere Ausführungen zu machen, dürste sich erübrigen. Eintrittskarten zu NM 2.50. 1.75 und 1.25 im Gemeindeamt, Theaterkasse Neka und Buchhandlung Strauß. Voranzeigel Die übernächste (5.) Veranstaltung der Künstlerhilfe findet am 5. «Dezember «tatt. Dieser Tag ist ein Mittwoch, nicht wie in früheren Ankündigungen und auf den Eintrittskarten irrtümlich vermerkt, ein Dpnnerstag. Wir bitten schon heute, den Druckfehler berichtigen zu wollen, damit unliebsame Verwechslungen vermieden werden. Die Veranstaltung wird ein Rezifafionsabend sein von Frau Jenny Schaffer-Bernstein und Herrn Otto Bernstein unter Mitwirkung von Herrn Siegfried Lewinsky. Zum Vorfrag gelangen wird unter anderem eine Szene aus dem Stefan Zweig sehen Jeremias-Drama, die nach dem epochalen Erfolg, der Berliner Aufführung besonderem Interesse begegnen dürfte. Offenbach-Einakier-A-end Seit einem Jahrzehnt hat sich in Deutschland eine Offenbach- Renaissance angebahnt, die sein« reifen Meisterwerke: Orpheus in der Unterwelt, Die schöne'Helena, Oie Herzogin von Gerolstein und Blaubart unter Mitwirkung der hervorragendsten Regisseure und Darsteller su. a. Max Neinhardt, Pallenberg, die Massary) auf den ersten Bühnen erneut zum Siege führte. Nicht an diese raffinierten Glanzleistungen des Operettentheaters und auch nicht an die übermütig-frivolen Hauptwerke Offenbachs darf man denken, wenn man dem letzten Abend unserer Dresdner Jüdischen Künstlerhilfe mit den zwei Einaktern von Offenbach einigermaßen gerecht werben will. Oie beiden Stücke: »Das Mädchen von Slizonbo" und .Nr. 66" gehören zu jenen, rasch hingeworfenen, über 100 heiteren, primistven Singspielen: die Jacques Offenbach von 1855 an für feineeigene kleine Bühne, Les Bouffes paristennes (.La Bonbonniere" wie die pariser sie entzückt nannten,) geschrieben hat. Auch er soll damals, in dem Theaterchen ganz pn'mitive Bühnen-Requisiten benutzt haben, die er, wenn er von den Großen des Landes zu Gastspielen eingeladen wurde, einfach als Bagage mitnahm. Was diese Primitivität anbelangt, so war unsere Auffühmng durchaus stllecht, und auch die realistifchen Kostüm« mögen so ähnlich ausgesehen haben. Offenbach soll sich die äustretenden Künstler (seine Stückchen dursten nach polizeilicher Borschrtst nicht mehr wie 4 Personen enchalten) im Anfang ost aus den Pariser Eafes zusammengesucht haben. Auch wir haben uns die Spieler, den heustgen Zeisschwierigkeiten enssprechend, von überall her zufammengeholt: aus Weimar den dort seit 15 Jahren hochangesehenen Baß Emil Fischer, (der, ausgezeichnete Beckmesser und OchS von Lerchenau des Weimarer Nationaltheaters), den Operetten-Tenor Hans Hprsten von den früheren Rotter-Bühnen Hamburg-Berlin und die in Dresden von chrer Bühnenlaufbahn an der Komödie und im Eentraltheater wohlbekannte Bella Erdoes. Natürlich bot es für diese stemben Künstler besondere Schwierigkeiten, sich aufeinander einzuspielen und in Duetten und in Terzetten) miteinander zu musizieren, sodaß man erstaunt sein konnte, daß das deesdens! Täglich nachmittags und abends das groBe Programm Nachmittags Eintritt frei /, Kein Gedecku. Weinzwangt WalsenhausstraBe / Telefon 22944

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.