Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 10 (1934)
- Issue
- 11a (Mitte November 1934)
- Date
- 1934-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden Nr. 11a Ehanukkah Am Sonnabend, den l. Dezember, nachmittags n/<5 Uhr findet in der Synagoge ein feierlicher Ehanukkah-Gottesdienst statt. Dieser ist gedacht für Eltern und Jugend. Kein jüdisches Fest ist wie das der Makkabäer zeitgemäß und geeignet, der Fugend die heroische Seite der Lebensauffassung des Judentums vor Augen zu stellen. Nabbinat, Borstand und Synagogenkommission wollen daher den feierlichen Ehanukkah-Gottesdienst zu einer Kundgebung ausgestalten für eine kraftvolle, der eigenen jüdischen Werte bewußte, Erziehung der Schuljugend. Herr Rabbiner Dr. Wolf wird in seiner Festpredigt entsprechend der nachstehend wiedergegebenen Kundgebung der Neichsyertretung der Deutschen Fuden darüber sprechen, wie durch die Anregungen der Neichsvertretung unsere Fugend für ein lebendiges Judentum gewonnen werden kann. Oie Kundgebung der Neichsoertretung lautet: Unserer jüdischen Schuljugend ist jetzt eine Möglichkeit gegeben, die Stunden des Sabbats zu eigen zu gewinnen. Die jüdischen Schüler können auf Antrag der Erziehungsberechtigten am Sonnabend vom Schulbesuch befreit werden. Oer Unterricht am Sonnabend ist durch die Einführung des Staatsjugendtages neu geregelt. An diesem Tage findet für das 5. bis 8. Schuljahr wissenschaftlicher Unterricht nicht mehr statt. Anregungen, die die lieichsvertretung den Gemeinden übermittelt, wollen aufzeigen, wie der Sabbat für unsere Jugend gestaltet werden kann, damit sie es wieder lerne, den Sabbat zu halten. Für ein Werk seelischen Aufbaues, für die innerliche Aufrichtung soll eine Grundlage bereitet werden. Ein feierlicher und festlicher Sabbat soll die Freude am Judentum und damit dieIreude am Leben stärken. Wir rechnen darauf, daß unsere jüdischen Eltern sich dieser großen Möglichkeit eröffnen und dieser bedeutungsvollen Aufgabe Verständnis entgegenbringen. Oie lieichsvertretung der deutschen Juden Baeck Hirsch 1 . . . UND FÜR IHREN BRIDGE j i KREUTZKAMM-GEBÄCK \ nmMMiiimiMiiimMmniiimMMiiimMiMifMiiiiiiiiiimmiiimiimiiiiMiMiimmttmMMimiiiinmr MAN TRÄGT Wildl\ leder Str.1,Pr«g«r Str.O, WiU dmff«r Str.31 SOMMER Wallstr. 3 undKtsttl«- dorftrStr.14 Amtliche Bekanntmachungen Zeittafel Gemeindeamt, Zeughausstraße 3, Telephon 14051 und 17887, geöffnet für den allgemeinen Verkehr: werktäglich von 8-1 Uhr. Sprechzeit de; Syndikus Vr. Manfred Saalheimer, von 11-1 Uhr. Geschäftsführender Vorsteher: Herr Max Leffer. persönliche Rücksprachen mit den Vorstandsmitgliedern vermittelt da; Gemeindeamt. Sprechzeiten der Herren Nabbiner. vie Herren Rabbiner find in sämtiichen seelsorgerischen, besonder; auch persönlich-religiösen Angelegenheiten wochentäglich zu folgenden Zeiten zu sprechen: Rabbiner Professor Vr. Winter, neue Rdresse: Sedanstraße 24, Trdg., Telephon 47355, von 11 — 1 Uhr. Rabbiner vr. Wolf, Zeughausstraße 1,3, Telephon 14051 und 17887, Montag;, Mittwoch; und Freitag; von 10— ‘,*12 Uhr. Der lbemeindeüajan, Herr Rabbiner horowiy, Große Zwingerstraße 6, täglich 4 — 12 Uhr. Wohlfahrtastelle: Sprechstunden Montag;, Mittwoch; und Freitag; von 9-10% Uhr. Kleiderkammer: Ausgabe zur Zeit nur auf schriftliche; Gesuch und erfolgte Bewilligung. Wirtschaftshilfe: a) Allgemeine Beratung und Auswanderung. Montags, Mittwoch; und Freitag; von 4 — %11 Uhr, Donnerstag; von 18-14 Uhr. d) Beratung für verufsumschichtung: Montags von 6 — 7 Uhr, Mittwoch; von 10—11 Uhr. Mittelstandsküche: Essenausgabe täglich außer Sonntag von 12 — ‘,2 Uhr, Ausgabe der Speisemarken Montag;, Mittwoch; und Fteitag; von 12-1 Uhr in der wohlfahrtsstelle. wer den Preis von RM 0.45 bezahlt, braucht keine Speisemarken. Die Rüche befindet fich Zeughausstraße 1, Trdg. (Bibliothek: Ausleihe: Sonntag; von 11 — 12% Uhr, Mittwoch; I und Sonnabends von 20-22 Uhr (kostenlos). | Lesezimmer: Geöffnet Mittwochs und Sonnabend; von 20— I fl 22 Uhr (kostenlos). | Jüdische Künstlerhilfe: (Kulturveranstaltungen) Montags bi; Donnerstag; von 10 — 12 und 3 — 6 Uhr, Freitag; von 10—3 Uhr. t Zur freundlichen Beachtung Wir müssen leider feststellen, daß es immer wieder vorkommt, daß Gemeindemitglieder ohne Borerkundigung bei unserer Wohlfahrtsstelle einzuziehen, Bettelnden Geld und Kleidungsstücke zukommen lassen. ' 3n den meisten Fällen kommen diese Unterstützungen an Unwürdige oder solche Personen, die es verstehen, bei den verschiedensten Stellen durch ihr Auftreten großes Mitleid zu erregen. Den wirklich Bedürftigen und verschämten Armen wirb dadurch manche Gabe entzogen. Unsere Gemeindemitglieder werden deshalb dringend ersucht sich in jedem Einzelfalle, eh« eine Gabe verabreicht wird, bei unserer Wohlfahrtsstelle über den Bittsteller zu erkundigen. (Telefon: 17887 und 14051.) Unsere Wohlfahrtssielle, die ja die Zentralstelle sämtlicher jüdischer Wohlfahrtsinstituttonen Dresdens darstellt, ist krast ihrer Erfahrung allein fähig festzusiellen, ob Bedürftigkeit und Untersiützungswürdigkeit vorliegt. Fn der Negel sind die Namen der Bittsteller bekannt. Nur wenn diese Anregung streng eingehalten wird, können wir unsere Gemeindemitglieder vor Unwürdigen und Untersiühungsschwindlern bewahren. Wir möchten gleichzeifig nochmals darum bitten, alle entbehrlichen Kleidungsstücke unserer Kleiderkammer zur Berfügung zu stellen, da sie von hier aus am zweckmäßigsten Verteilung unter die Bedürftigsten finden. Auf Wunsch werden die Gaben jederzeit durch unseren Boten abgeholt. Schlosser- und Tischkerkurse Fn folgenden llmschichtungslehrwerkstäften sind Plätze für junge 'Leute frei, allerdings nur für Selbstzahler: l. Fn dem Tischlereikursus (Möbel- und Bautischlerei) und (tr dem Schloffereikursus in Berlin-Niederfchönhausen. Mindestdauer der Ausbildung unter guter fachlicher Anleitung ll/* Fahre. Monatliche Kosten einschließlich Unterkunst, Ber-