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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1934-10-01 · 10 (10.1934) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
10 (1934)
Issue
10 (10.1934)
Date
1934-10-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Gemeitldedlatl -er Israelitischen Religionsgemeinde Dresden Amtliches Organ -es Gemeindevorstandes » Mitteilungsblatt des Sächsischen israelitischen Gemeindeverbandes * Verantwortliche Schriftleitung: Leo Anschel, Dresden / Verlag: Israelitische Religionsgemeinde Dresden / Druck: A. Gruhnert, Oresden-A. 1 Alleinige Annahmestelle flr Inserate: Zar. Sternlicht, Gtübel-Allee 35 / Ruf 34185 / Die 4 mal gespaltene 4S.mm«Zeile kostet 22 pfg., laufend Rabatt X. Zahrg. Dresden, Oktober -1934 Nummer 10 Aus unserer Gemeindeblatt Schon seit Anfang dieses Iahres haben wir, um die Möglichkeit zu haben, öfter mit Rachrichten an unsere Gemeindemitglieder heranzutreten, eine Reihe von Sondernummern eingelegt. Da das Bedürfnis hierzu immer unabweislicher geworden ist, haben wir uns entschlossen, das Semeindeblatt ab Oktober regelmäßig 2mal tm Monat erscheinen lassen. Wir hoffen, damit unseren Teil dazu beizutragen, den Konnex zwischen der Gemeinde und ihren Mitgliedem immer enger zu gestalten. Eine Erhöhung der Bezugsgebühr tritt nicht ein, wir müssen jedoch die dringende Bitte aussprechen/daß in Fällen, wo dies noch nicht geschehen ist, der für April bis Dezember 1934 verfallene Betrag von RM 0,90 nunmehr umgehend bezahlt wird. (Bankkonten: Gebr. Arnhold, S. Mattersdorff, Postscheckkonto Rr. 10288). Der Vorstand der Israeiistschen Religionsgemeinde zu Dresden. Zur freundlichen Beachtung Line größere Anzahl von Damen hat es in selbstloser Weise unternommen, für die Werbung zur blauen Beitragskarte für Hilfe und Aufbau tätig zu fein. Es muß ein selbstverständliches Gebot des Taftes und gleichzeiftg eine Dankespflicht sein, diese Damen, die wertvollen Dienst an der jüdischen Gemeinschaft leisten, bei ihren Besuchen freundlich zu empfangen. Wir bitten herzlichst, den Damen, die ja nicht für sich, sondem als hilfsbereite Menschen für Andere kommen, bei ihren Besuchen, sei es zu neuer Werbung, sei es zum Inkasso der Beitragsmarken stets freundllch zu begegnen. Der Oktoberbettrag gilt für Ausbildung in Landwirtschaft und Handwerk. Jüdische Wirtschaftshilfe Abteilung Beitragskartenaftton . gez. Slli Lester. Hermann Schocken Gemeinde Sport In dem gleichen freundschaftlichen Geiste, mit welchem die Vertreter der verschiedenen jüdischen Richtungen in der Dresdner Gemeindeverwaltung Zusammenarbeiten, haben sich auch vor einigen Wochen die Leiter der Dresdner jüdischen Sportvereine, Bar-Kochba und Schild, darüber geeinigt, friedliche Wettspiele zwischen ihren Mannschaften austragen zu lassen. (Dieses Abkommen hat schon stattgesunden, bevor in Berlin auf Anweisung des Reichssportführers der Zusammenschluß der beiden jüdischen Sportverbände zu einem gemeinsamen Sportausschuß erfolgt war). Demgemäß trafen sich am 9. September auf dem Sportplatz des Schild, Liebstädter Straße, die ersten Handballmannschasten pnd die Knaben-Fußballmannschaften beider Vereine zu Wettspielen, die mit großem sportlichen Eifer und trotzdem kameradschaftlich und fair durchgeführt wurden. Das Handballspiel endete unentschieden, die Knabenmannschast des Ba»>Kochba siegte mit einem Tor Vorsprung. Am 23. September wurde das Rückspiel dieser beiden Kämpfe sowie ein Wettspiel der ersten^ Fußballmannschaften und ein Oamenhandballspiel auf dem Platz des Bar-Kochba (Radrennbahn Reick) ausgetragen, der von 10 Uhr vormittags bis 5 Uhr nachmittags regen sportlichen Betrieb unter lebhafter Anteilnahme vieler sportfreudiger Gemeindemitglieder sah. Die neu aufgestellte Oamenhandballmannschast des Schild konnte ihr erstes Spiel ge, winnen, dagegen gewann Bar-Kochba das Herren-Handball- sowie beide Fußballspiele. Interessant war hierbei, daß diese drei Spiele bis zur Halbzeit unentschieden standen, während in der zweiten Hälfte sich die länger« Spielerfahrung des Bar-Kochba durch die größere Ausdauer seiner Spiele zeigte und zu teilweise überlegenen Siegen führte. Bei der schwierigen Lage des Iudentums muß jedes Bestreben zur Einigkeit und zur Vermeidung inner-jüdischen Zwistes begrüßt werden, und wir vermerken daher mit großer Freude dieses ftiedliche Zusammettwirken unserer beiden jüdischen Dresdner Sportvereine. Das nächste Gemeindeblatt erscheint am 23. Oktober 1934

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