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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1934-08-01 · 8 (8.1934) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
10 (1934)
Issue
8 (8.1934)
Date
1934-08-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Genieindedlalt der Israelitischen I^eligionsgemeinde Dresden Amtliches Organ des Gemeindevorstandes * Mitteilungsblatt des Sächsischen Israelitischen Gemeindeverbandes * Verantwortliche Schriftleitung: Leo Anschel, Dresden / Verlag: Israelitische Religionsgemeinbe Dresden / Druck: A. Sruhnert, Dresden.». l Alleinige Annahmestelle für Inserate: Iac. Sternlicht, Stübel-Me e ZS / Ruf 34185 / Oie 4 mal gespaltene 4H.mm-Z«lle kostet 22 pfg„ laufend Rabatt X Iahra Rümmer 8 Reichsvertretung der Deutschen Luden Segen innerjüdische Polemik Oer Präsident der Reichsvertretung der Deutschen Iuben, Rabbiner Or. Leo Vaeck, hat unter dem 2. Iuli 1934 folgende Kundgebung erlassen: > In Übereinstimmung mit der übergroßen Mehrheit der deusschen Juden und unter Zustimmung der Vertreter aller Organisationen hafte die Reichsve^ttetung der Deusschen Juden an die verschiedenen jüdischen Gruppen die Mahnung erlassen, in dieser ernsten Zeit den polemischen Richtungskampf einzustellen. Oie verschiedenen Gruppen hatten dann auch, ohne damit irgend etwas von ihrer Eigenart aufzugeben, bis vor kurzem diese gegenseitige Äekämpftmg unterlassen. In letzter Zeit ist aber wieder bedauerlicher Streit ausgebrochen. Die Reichsvertretung muß daher mit allem Rachdruck festfleNen: ' Vaterländisch« Gesinnung und Zuverlässigkeit und Hingabe an das deutsche Vaterland sind, ebenso wie jüdische Gesinnung und Treue gegen das Judentum, kein Sonderbesitz irgendwelcher Gruppe der deutschen Ludenhett. Die Anhänger keiner Gruppe des deusschen Judentums haben es an vaterländischer Treue fehlen lassen. Keine Gruppe darf es für sich allein beanspruchen, die Gesamtausgaben des deutschen Judentums zu vertreten. Dieses Recht kommt der Reichsvertretung der Deutschen Luden zu. Sie weiß es zu wahren und auszuüben. < Aeitragskarten für Hilfe und Aufbau Oer Große Rat des preußischen Landesverbandes hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, »die ihm angeschlossenen Gemeinden aufzufordern, die Veitragskartenarbeit mit Rücksicht auf ihre hohe Vebeutung tatkräftig durchzuführen". Cs ist eine Selbstverständlichkeit, daß die Gemeinden Sachsens nicht zurücksiehen dürfen, und wir bitten unsere Gemeindemitglieder, die Damen, die sich dankenswerterweise der Arbeit der Werbung für diese Vettragskarten unterzogen haben, in jeder Weise zu unterstützen.. Es werden Veitragskarten verteilt und in diese für die verschiedensten Zweige der Wohlfahrtspflege monatlich Marken in verschiedenen Werten eingeklebi,- die Veitragskarte sieht monatlich Zahlungen in Höhe von RM 0.23 bis RM 3. - vor. Mit dieser Veittagskarte soll angesirebt werden, daß auch Gemeindemitglieder mit ganz' geringem Einkommen zu einer regelmäßigen Opferleistung für die jüdische Gemeinschaft herangezogen werden. Hermann Schocken Elli Lefser Beschreibungen, Ansichten und Ausblicke des Palastina-Aufbaus nach meiner Reife -1934 Von Hermann Schocken Als ich vor sieben Iahren die palästinareise machte, wußte ich, daß eine Äeschreibung von Land und Leuten allgemeines Interesse in Dresden finden würde. Damals waren solche Reisen noch eine Seltenheit, und was man zu berichten hatte, war neu und interessant. Heute ist Palästina das besibekannte Land - besonders für uns Iuden - geworden. Ieder hat Verwandte und Äekannte und Freunde dort, und die meisten stehen in engem Vriefverkehr mit dem Lande, und alle lesen Verichte aller Art in Zeitungen und Zeisschriften. , Wenn ich ttohdem einen Vericht über meine Reiseeindrücke hier gebe, so hat das seine Vegründung dann, daß ich mein ganzes Leben lang Erfahrungen in neuen Koloniallckndem gemacht habe und außerdem Vergleiche zwischen dem Palästina von vor sieben Iahren auf meiner letzten Reise und heute ziehen kann. Ich gebe den Vericht gem, da ich weiß,, daß viele, besonders die Heranwachsende Iugend - beschränkt in ihrem Äetätigungsgebiet, wie sie heute ist - sehnsüchtig den Vlick hinaus in die weite Welt schweifen läßt. Das ist nicht neu. In der jüdischen Seele ist so viel Tatkraft eingespannt, daß sie sich nicht lange zufn'eden gibt, in ihrem Tätigkeitsdrang behindert zu sein. ' Lleberall wo Reuland ist und wo man Metzschen mit schöpferischer Energie und Phantasie braucht, ist Raum für. Iuden. Oie Än unsere Leser! Erfreulicherweise hat die Mehrzahl unserer Gemeindemitgieder die Bezugsgebühr für das 2., 3. und 4. Quartal 1934 in Höhe von RM - .90 auf die erste Aufforderung hin bezahlt. Wer. noch im Rückstand ist, hole dies - durch Einzahlung an der Kasse des Gemeindeamtes oder auf Postscheckkonto Dresden Rümmer 10238 - umgehend nach, damit im Fortbezug des Semeindeblattes keine Unterbrechung etntritt. S/

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